Partei will sich von Verantwortlichem getrennt haben

Enthüllt: Mit dieser fragwürdigen Strategie soll die AfD Twitter-Follower gesammelt haben

+
Auf Follower-Fang - offenbar mit unfairen Mitteln: Zwei Portale sind der AfD auf die Schliche gekommen.

Die AfD sieht sich kurz vor der Europawahl einem bösen Verdacht ausgesetzt. Ein Partei-Mitglied soll mit unlauteren Mitteln Follower gesammelt haben.

Berlin - Um auf Twitter mehr Reichweite zu erzielen, ist bei der AfD mit unsauberen Tricks gearbeitet worden. Nach Recherchen von t-online und netzpolitik.org nutzten Wahlkämpfer und Abgeordnete der AfD umbenannte Twitter-Accounts, die vorher mit anderen Namen und Themen Follower gesammelt hatten.

Als Beispiel nannte t-online einen Account mit dem Namen @FDPAussteigerin, die später als @AfDOBLaudenbach Tweets verbreitete. Hinter dieser Strategie soll ein AfD-Mitglied aus Münster stecken. Ein Parteisprecher bestätigte am Donnerstag, der Mann sei für verschiedene AfD-Politiker tätig gewesen und habe „auf eigene Faust“ Dutzende von Accounts auf Twitter angelegt.

Verantwortlicher war offenbar ein Jahr lang Social-Media-Moderator der Partei

Er habe etwa ein Jahr lang auch auf Honorarbasis als Social-Media-Moderator für die Bundesgeschäftsstelle der Partei gearbeitet. Der Sprecher sagte, als die „auffälligen“ Socia-Media-Aktivitäten aufgefallen seien, habe man die Aufträge an ihn im vergangenen Februar gestoppt.

In Sachsen hat eine Briefwählerin einen vorausgefüllten Stimmzettel mit Kreuzen für den AfD-Kandidaten zugesendet bekommen. Nachdem der Youtuber Rezo in einem Video über die CDU-Politik hergezogen ist, springt ihm ein AfD-Politiker zur Seite. Der Wahl-O-Mat musste nach einer Klage der Volt-Partei offline genommen werden - wir haben diverse Alternativen für Sie.

dpa

Mehr zum Thema

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Masern: Bundestag beschließt Impfpflicht - Bundesrat muss noch zustimmen
Masern: Bundestag beschließt Impfpflicht - Bundesrat muss noch zustimmen
Trump äußerte in Ukraine-Telefonat Verschwörungstheorie - Zeugin spricht von „politisch motivierten Lügen“
Trump äußerte in Ukraine-Telefonat Verschwörungstheorie - Zeugin spricht von „politisch motivierten Lügen“
„Asozial!“: Bei Maybrit Illner fliegen die Fetzen zum Thema Grundrente - dann reicht es einem Ex-Sportstar
„Asozial!“: Bei Maybrit Illner fliegen die Fetzen zum Thema Grundrente - dann reicht es einem Ex-Sportstar
Türkei schiebt IS-Kämpfer nach Deutschland ab - Erdogan droht der Bundesregierung
Türkei schiebt IS-Kämpfer nach Deutschland ab - Erdogan droht der Bundesregierung

Kommentare

Das könnte Sie auch interessieren