Poggenburg verteidigt auf Parteitag polarisierenden Kurs

+
André Poggenburg, Landesvorsitzender der AfD in Sachsen-Anhalt, spricht während des Sonderparteitags seiner Partei in Eisleben. Foto: Sebastian Willnow

Bei der Landtagswahl sorgte die AfD in Sachsen-Anhalt mit ihrem hohen Ergebnis für eine große Überraschung. Auch jetzt gilt die Partei als unberechenbar. Landeschef Poggenburg verteidigt den Kurs.

Eisleben (dpa) - Sachsen-Anhalts AfD-Vorsitzender André Poggenburg hat den polarisierenden Kurs seiner Landespartei verteidigt. Die AfD in Sachsen-Anhalt sei als systemkritisch und fundamental wahrgenommen worden, sagte er bei einem Sonderparteitag in Eisleben.

Dies habe dazu geführt, dass sie bei der Landtagswahl am 13. März fast jede vierte Stimme erhalten habe - soviel wie nie zuvor bei einer Landtagswahl.

Poggenburg und der Landesverband zählen zum äußerst rechten Flügel der AfD. Poggenburg sagte, der einst kleine Landesverband in Sachsen-Anhalt habe inzwischen Einfluss in der Bundespartei gewonnen.

Auf dem Programm des Sonderparteitages stand vor allem die Wahl eines neuen Landesvorstandes. Poggenburg hatte nach seiner Wahl zum neuen Fraktionschef im Landtag von Magdeburg angekündigt, den Parteivorsitz abgeben zu wollen. Später erklärte er, er erwäge doch eine erneute Kandidatur, sollte sich kein anderer geeigneter Kandidat finden. Daraufhin kündigte der Wittenberger AfD-Chef Dirk Hoffmann an, er halte sich eine Kampfkandidatur gegen Poggenburg offen. Beide wollten sich auch kurz vor Beginn des Parteitags nicht festlegen.

Kommentare

Meistgelesen

Lanz-Talk: Bei einer Frage bleibt Lindner die Spucke weg
Lanz-Talk: Bei einer Frage bleibt Lindner die Spucke weg
Von unten nach oben: FDP feiert politisches Comeback
Von unten nach oben: FDP feiert politisches Comeback
Trump sucht Allianz mit Muslimen: Gemeinsam gegen Terror
Trump sucht Allianz mit Muslimen: Gemeinsam gegen Terror
Grüne wollen Bundestagsvotum zu Homoehe erzwingen
Grüne wollen Bundestagsvotum zu Homoehe erzwingen
Darum musste das Ordnungsamt bei Laschets Wahlparty einschreiten
Darum musste das Ordnungsamt bei Laschets Wahlparty einschreiten