Schwerer Unfall auf Brücke

Zugunglück in Dänemark: Todesopfer identifiziert - keine Deutschen

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Bei dem Zugunglück auf der Brücke über dem Großen Belt in Dänemark kamen mehrere Menschen ums Leben.

Nach dem schweren Zugunglück in Dänemark sind die acht Todesopfer  identifiziert. Deutsche sind nicht unter den Toten. Die Ermittlungen zur Unglücksursache dauern derweil an.  

Update Freitag, 04. Januar 2019: Die acht Todesopfer des schweren Zugunglücks auf der Brücke über den Großen Belt (Storebælt) in Dänemark sind identifiziert. Wie die Polizei der Region Fünen am Freitagmorgen der Deutschen Presse Agentur mitteilte, sind keine Deutschen unter den Toten. Bei den Verunglückten handelt es sich um fünf Däninnen und drei Dänen im Alter zwischen 27 und 60 Jahren. 

Aus dem Auswärtigen Amt hieß es am Donnerstag, es gebe auch keine Hinweise darauf, dass deutsche Staatsbürger unter den 16 Verletzten des Unglücks seien. Die Ermittlungen zur Unglücksursache dauern weiter an. Bislang wird nach wie vor davon ausgegangen, dass ein Lastwagenanhänger den Unfall ausgelöst hat, als er von einem Güterzug mutmaßlich auf den entgegenkommenden Zug krachte. 

Zum Unglückszeitpunkt hatte es heftig gestürmt - für Autos war die Brücke deshalb gesperrt, nicht aber für den Zugverkehr.

Zugunglück in Dänemark: Zahl der Todesopfer steigt – Die Nachrichten vom Donnerstag, 03. Januar 2019

13.01 Uhr: Nach dem schweren Zugunglück auf der Storebæltbrücke in Dänemark deutet bislang nichts darauf hin, dass Deutsche unter den Toten und Verletzten sind. Es gebe derzeit keine Hinweise auf deutsche Opfer, hieß es am Donnerstag aus dem Auswärtigen Amt in Berlin.

Bei dem Unglück auf der kilometerlangen Brücke über den Großen Belt zwischen den dänischen Inseln Fünen (Fyn) und Seeland (Sjælland) waren am Mittwochmorgen acht Menschen getötet und 16 weitere verletzt worden. Ersten Einschätzungen zufolge soll ein leerer Lastwagenanhänger den Unfall ausgelöst haben, als er von einem entgegenkommenden Güterzug auf einen Zug mit 131 Passagieren und drei Besatzungsmitgliedern fiel. Eine Aufarbeitung der konkreten Unglücksursache dürfte aber noch Wochen oder Monate dauern.

08.55 Uhr: Bei dem Zugunglück auf der Brücke über den Großen Belt (Storebælt) in Dänemark sind zwei Menschen mehr ums Leben gekommen als ursprünglich angegeben. Damit steigt die Zahl der Todesopfer auf acht, wie ein Polizeisprecher am Donnerstagmorgen in Odense sagte. Darunter seien fünf Frauen und drei Männer, aber keine Kinder. Es sei weiter zu früh, eine Unglücksursache zu benennen.

Das Zugunglück hatte sich am Mittwochmorgen auf der Storebælt-Brücke ereignet. Die Polizei hatte bislang von sechs Toten und 16 Verletzten gesprochen. Bereits damit hatte es sich um das schwerste Zugunglück auf dänischen Gleisen seit 1988 gehandelt. Ob es sich bei den beiden weiteren Toten um Menschen handelt, die zuvor zu den Verletzten gezählt worden waren, ließ die Polizei am Donnerstag zunächst offen.

Video: Hat Schlamperei das Zugunglück in Dänemark ausgelöst?

Nachrichten zum Zugunglück in Dänemark vom Mittwoch, 02. Januar 2019

19.02 Uhr: Wie Ermittler dem dem dänischen Sender „DR“ mitteilten, sei ein leerer Lastwagen-Anhänger für das schwerste Zugunglück in Dänemark seit gut 30 Jahren verantwortlich. Dieser sei auf der Brücke über den Großen Belt von einem Güterzug gefallen und habe dabei entweder den vorbeifahrenden Passagierzug getroffen oder sei vor diesen gefallen. Bei dem Unfall wurden sechs Menschen getötet und 16 Menschen verletzt, wie Vertreter der dänischen Bahngesellschaft DSB gegenüber der Presseagentur AFP bestätigten. Der dänische Nachrichtensender „TV 2 News“ veröffentlichte auf seinem Twitter-Account Aufnahmen aus dem Innern des Personenzuges, die gebrochene Scheiben sowie herunterhängende Kabel und herabgefallene Deckenverkleidungen zeigen.

16.42 Uhr: Die Folgen des Unglücks für den Verkehr sind am Mittwoch enorm. Die 18 Kilometer lange Brücke verbindet die dänischen Inseln Fünen (Fyn) und Seeland (Sjælland) und ist damit einer der wichtigsten Verkehrswege Dänemarks, auf Seeland liegt auch Kopenhagen. Der Zugverkehr ist für den Rest des Tages unterbrochen. Für den Autoverkehr wird die Brücke am Mittag wieder freigegeben.

Dänemarks Ministerpräsident reagiert betroffen auf Zugunglück - Ursache wohl geklärt

16.21 Uhr: Dänemarks Ministerpräsident Lars Løkke Rasmussen reagiert betroffen auf das Unglück auf dem Großen Belt: „Ganz gewöhnliche Dänen, auf dem Weg zur Arbeit oder auf der Heimreise von den Weihnachtsferien, haben ihr Leben verloren. Es ist zutiefst unglücklich.“ Auch EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker richtet Familien und Freunden der Opfer sein Beileid aus.

16.04 Uhr: Die Havariekommission vermutet, dass die Ladung eines entgegenkommenden Güterzuges das Unglück ausgelöst haben könnte. Der Zug der Bahn-Tochter DB Cargo transportierte Leergut der Brauerei Carlsberg. Die Waggons waren mit Bierkisten beladen und hatten teilweise Planen anstelle von festen Wänden.

„Auf einem der Güterwaggons befand sich ein leerer Lastwagenanhänger, der herunterfiel“, sagt Bo Haaning von der Havariekommission dem Dänischen Rundfunk. „Entweder hat er den Zug getroffen, oder der Zug ist hineingefahren.“ Er könne nicht sagen, ob der Anhänger den Unfall selbst verursacht hat oder ob der Zug auch von anderen Gegenständen getroffen wurde. Eine Aufarbeitung der Unglücksursache dürfte noch Wochen, möglicherweise auch Monate dauern.

Bei dem Zugunglück auf der Brücke über dem Großen Belt in Dänemark wurde ein Güterzug beschädigt.

Zugunglück in Dänemark: Das berichten Augenzeugen

16.02 Uhr: Neue Details zum Zugunglück in Dänemark: Der Zug macht um etwa 7.30 Uhr eine Vollbremsung, Gepäck fliegt durch die Waggons, Fahrgäste werden zu Boden geworfen. „Plötzlich begann der Zug zu wackeln“, erzählt Augenzeuge Simon Voldsgaard Tøndering der Zeitung „Politiken“. „Ich habe aus dem Fenster geschaut und Funken an den Seiten des Zuges schlagen gesehen. Glasscherben sind auf uns zugeflogen, die Deckenplatten lösten sich. Und dann wurde alles schwarz.“

Etwas hat den Zug getroffen. Zunächst ist unklar, was es war. Der Zug fährt sogar noch ein Stück weiter, bis er mitten auf der Brücke zum Stehen kommt - mit 131 Passagieren und drei Besatzungsmitgliedern an Bord.

15.30 Uhr: Die dänische Königin Margrethe II. hat mit großer Betroffenheit auf das schwere Zugunglück auf der Brücke über den Großen Belt (Storebælt) reagiert. Das Unglück berühre sie zutiefst, erklärte sie am Mittwoch auf der Webseite des Königshauses. „Meine Gedanken und mein tiefstes Mitgefühl gehen sowohl an die Hinterbliebenen und ihre Familien als auch an die Verletzten.“

Deutsche Bahn will nach Zugunglück in Dänemark unterstützen

Update vom 2. Januar, 13.44 Uhr: Nach dem Zugunglück mit mindestens sechs Toten in Dänemark will die Deutsche Bahn die Behörden vor Ort bei den Untersuchungen unterstützen. Das sagte ein Konzernsprecher am Mittwoch in Berlin. „Wir sind sehr betroffen über das tragische Zugunglück“, fügte er hinzu. „Unsere Gedanken sind bei den Opfern und den Angehörigen.“ Zur Unfallursache wollte die Bahn sich nicht äußern und verwies auf die die zuständigen Behörden.

Der Gegenstand, von dem der Passagierzug getroffen worden war, stammte Medienberichte zufolge von einem entgegenkommenden Güterzug der Bahn-Tochter DB Cargo und hatte Lastwagen mit Getränkekisten geladen. Fotos des Zuges zeigten am Mittwoch aufgerissene Planen und verrutschte Ladung auf den Lastwagen.

Ein beschädigter Güterzug steht nahe der Brücke über den Großen Belt bei Nyborg.

Passagiere berichten von dramatischen Szenen im Zug

Update vom 2. Januar, 11.51 Uhr: Unter Berufung auf die dänische Zeitung BT zitiert bild.de einen Insassen des verunglückten Zuges, den 26-jährigen Tore Bentsen: „Der Zug bremste sehr scharf, und dann war es so, als würde Sand auf die Seite des Waggons geworfen werden. Wir wissen nur sehr wenig. Die Rettungskräfte gehen im Moment durch die Waggons und schauen, ob wir alle okay sind.“ 

Passagierin Li Peng sagte laut bild.de gegenüber dem Fernsehsender TV2: „Plötzlich gab es ein komisches Geräusch. Es wurde immer lauter, und dann gingen drei Fenster kaputt, aber der Zug fuhr weiter. Ich kann nicht sagen, wie lange noch. Vielleicht noch zwei Minuten. Ich stand unter Schock und bin unter meinen Sitz gekrochen. Ich war sehr nervös, und die Leute zitterten.“

Tragisches Zugunglück in Dänemark fordert sechs Tote

Kopenhagen - Bei dem Zugunglück auf der Brücke über den Großen Belt (Storebælt) in Dänemark sind nach Polizeiangaben mindestens sechs Menschen getötet und 16 weitere verletzt worden. Das sei der vorläufige Stand, teilte die Polizei der Region Fünen (Fyn) am Mittwochvormittag mit. Sie bestätigte damit die Zahl der Todesopfer, die die dänische Bahngesellschaft DSB der Deutschen Presse-Agentur genannt hatte.

Fahrzeuge könnten die Brücke seit Mittwochvormittag in östlicher Richtung wieder mit verminderter Geschwindigkeit befahren, teilte die Polizei mit. Sie bat darum, keine Bilder vom Unglücksort zu machen.

Lesen Sie auch : Schweres Zugunglück in Ankara: 48-jähriger Deutscher unter den Opfern

Storebælt-Brücke in Dänemark: Zug auf Brücke von Gegenstand getroffen

Auf der 18 Kilometer langen Brücke über den Großen Belt war ein Zug am Mittwochmorgen von einem Gegenstand getroffen worden, der Medienberichten zufolge von einem entgegenkommenden Güterzug stammte. Genaueres dazu war zunächst unklar. Die Brücke verbindet die dänischen Inseln Fünen und Seeland (Sjælland) und ist damit einer der wichtigsten Verkehrswege Dänemarks. Auf Seeland liegt auch Kopenhagen.

Zugunglück auf Brücke in Dänemark: Weitere Brücke wegen Unwettern gesperrt

Zuvor hatte heftiger Wind bereits in weiten Teilen Skandinaviens zu Stromausfällen und Verkehrsbehinderungen geführt. Auch der Fährverkehr wurde durch den Sturm beeinträchtigt. In Schweden waren am Mittwochmorgen wegen umgestürzter Bäume mehr als 100 000 Haushalte ohne Strom.

Die 18 Kilometer lange Brücke über den Großen Belt und die Öresundbrücke zwischen Dänemark und Schweden waren wegen heftigen Windes für den Autoverkehr gesperrt worden.

Ein Passagierzug steht auf der Brücke über dem großen Belt nach dem Zugunglück am Mittwochmorgen.

Lesen Sie außerdem: Brückeneinsturz in Genua: Abriss der Autobahnbrücke soll nächste Woche beginnen oder Kreuzfahrtschiff „Viking Sky“ in Seenot: Videos zeigen Drama an Bord

dpa/AFP

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