Fall Rotherham

Zeugin schildert jahrelangen organisierten Missbrauch

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Ein Kind mit Puppe in Rotherham, Yorkshire. 

Sheffield - Im Prozess um jahrelangen organisierten Missbrauch von Mädchen im nordenglischen Rotherham ist am Freitag eine Zeugenaussage abgespielt worden, nach der die Opfer zum Sex gezwungen und "wie Sklaven behandelt" wurden. 

"Wir waren auf Händen und Knien, mussten Teppiche schrubben, Vorhänge waschen, Fenster putzen", sagte die inzwischen 43-Jährige der Polizei. Ihre Aussage belastet die Angeklagte Karen MacGregor, die die Mädchen in den Missbrauchskreis eingeschleust haben soll. Sie habe MacGregor erst für ihre "zweite Mutter" gehalten, sagte die Zeugin - "das war aber völlig falsch". 

In dem Prozess in Sheffield sind zwei Frauen und fünf Männer angeklagt. MacGregor habe ihr so viel Alkohol gegeben, bis sie einschlief, sagte die Zeugin aus. Beim Erwachen habe sie bemerkt, wie sie von einem Mann missbraucht wurde. 

Die Staatsanwaltschaft erklärte, zwölf Mädchen seien wiederholt vergewaltigt, geschlagen und zwischen den Peinigern ausgetauscht worden. Eines der Mädchen sei schon mit zwölf Jahren in den Missbrauchskreis hineingeraten, sagte die Staatsanwältin Michelle Colborne. Dieses Mädchen sei zwei mal schwanger geworden. 

afp

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