Experten sind unruhig

Wegen Corona: Spezielles Wetter-Phänomen lässt sich kaum vorhersagen - „Wenn im Winter ...“

Sturm an der Nordsee
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Starke See: Ein Wintersturm trifft auf den Nordseedeich bei Dagebüll (Schleswig-Holstein, Archivfoto).

Die Coronavirus-Pandemie hat erheblichen Einfluss auf Wetter-Vorhersagen. Ein DWD-Experte sieht nun einen Nachteil für den Winter.  

München - Sie sind rau, kalt und unberechenbar: Winterstürme. Durch Überschwemmungen und heftige Böen können sie teils schwere Schäden anrichten, wie zum Beispiel ein schwerer Wintersturm über mehrere Tage Anfang März 2018 an der Ostküste der USA eindrucksvoll unter Beweis stellte.

Einfluss von Corona auf das Wetter: Weniger Flugzeuge starten und melden

Die Vereinigten Staaten haben aktuell besonders stark mit der Coronavirus-Pandemie zu kämpfen. Und just diese könnte nun einen massiven Einfluss auf Prognosen zu Winterstürmen haben. 

Denn: Nach Ansicht des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wird Corona im Winter womöglich Auswirkungen auf Wettervorhersagen haben. 

Der Leiter der Abteilung Meteorologische Analyse und Modellierung beim DWD, Detlev Majewski, verwies im Gespräch mit der Neuen Osnabrücker Zeitung auf fehlende Daten von Wetter*-Flugzeugen. Diese würden wegen der Coronavirus-Pandemie schlichtweg seltener starten.

Coronavirus-Pandemie und das Wetter: Vorhersagen werden deutlich schwieriger

Er glaube nicht, dass die Daten von Flugzeugen vor 2022 wieder auf Vor-Corona-Niveau seien, erklärte der Experte. Dabei seien Flugzeuge vor allem über dem Meer zwischen Europa und Amerika eine „unglaublich gute Informationsquelle“, sagte Majewski. Zur Einordnung: Dort entwickeln sich die Winterstürme.

„Was in Europa aufs Festland trifft, war 48 Stunden vorher an der Ostküste Nordamerikas“, erklärte Majewski weiter. Eine solche Tiefdruckentwicklung könnte jedoch aufgrund des Datenmangels später als bisher entdeckt werden.

Wetter in Corona-Zeiten: Winterstürme lassen sich schlechter voraussagen

Statt drei Tage im Voraus könnten die Meteorologen ein solches Tief und damit einhergehende Winterstürme vielleicht noch zweieinhalb Tage vorhersagen. 

Das betrifft freilich auch das Wetter in Deutschland *. An Nordsee und Ostsee hatten Winterstürme in den vergangenen Jahren immer wieder Schäden angerichtet. (pm mit Material der AFP)

*merkur.de ist Teil des deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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