RKI meldet acht neue Fälle

Tropenvirus breitet sich in Deutschland aus - Infizierte zeigen Krankheitssymptome

Das West-Nil-Virus breitet sich in Deutschland immer mehr aus. Einige Menschen haben sich bereits infiziert und zeigen zum Teil ernsthafte Krankheitssymptome.

  • Coronavirus-Pandemie in Deutschland: RKI* warnt vor nächstem Virus - dem West-Nil-Fieber.
  • Mehrere Menschen haben sich bereits mit dem Virus infiziert.
  • Einige Patienten zeigen zum Teil ernsthafte Krankheitssymptome.

Update vom 12. September 2020: Anfang September hatten sich laut Robert-Koch-Institut (RKI) vier Menschen mit dem von Mücken verbreiteten West-Nil-Virus infiziert. Nun breitet sich die Tropenkrankheit in Deutschland weiter aus: Acht neue Fälle wurden im aktuellen „Epidemiologischen Bulletin" des RKI bestätigt.

Demnach sei bei sechs Betroffenen in Leipzig der Nachweis geführt worden, nachdem sie Symptome einer Erkrankung gezeigt hatten. Ein 76-jähriger Mann habe eine Gehirnentzündung (Enzephalitis) entwickelt, eine 32-jährige Frau sowie ein 85-jähriger Mann eine Hirnhautentzündung (Meningitis).

Weiter heißt es: „Die Ermittlungen zu Erkrankungsbeginn und genauem Infektionsort der sechs Patienten laufen, jedoch berichtete keine der Personen von einer Reise, sodass von in Deutschland erworbenen Infektionen ausgegangen wird.“ Zudem werde erwartet, dass es vor allem in Leipzig, aber auch in den anderen betroffenen Regionen im August wahrscheinlich zu weiteren Infektionen gekommen ist, wo es jedoch zu keinen oder keinen schwerwiegenden Symptomen gekommen sei.

Das West-Nil-Virus ist ein aus den Tropen stammender Erreger. Einen Impfstoff gibt es bisher nicht. Häufig verläuft eine Infektion ohne Symptome. Wenn Erkrankungen auftreten, sind diese oft mit grippeähnlichen Erscheinungen wie Kopfschmerzen, Schüttelfrost oder Erbrechen verbunden.

RKI warnt vor Tropenkrankheit: Sie ist in Deutschland bereits angekommen - wo sie sich verbreitet

Meldung vom 25. Juli 2020:

München - Das Coronavirus* ist omnipräsent in Deutschland. In jeglicher Hinsicht. Und jetzt auch noch das.

Bereits in einem zweiten Bundesland wurde eine gefährliche Tropenkrankheit festgestellt. Wie das entsprechende Landesamt
für Verbraucherschutz am Freitag (24. Juli) mitteilte, ist das sogenannte West-Nil-Virus in zwei Vögeln in Sachsen-Anhalt nachgewiesen worden.

RKI warnt nicht nur vor Coronavirus in Deutschland: Auch das West-Nil-Virus wurde nachgewiesen

Mitte Juli war der Erreger bereits in einer Blaumeise in Berlin gefunden worden. Das Gefährliche daran: Wie der Express berichtet, kann das Virus durch Stechmücken der Gattung Culex auf den Menschen übertragen werden. Erstmals hatten Forscher das ursprünglich aus Afrika stammende Virus 2018 in Deutschland bei Vögeln und Pferden festgestellt.

Und: 2019 gab es in Ostdeutschland im Spätsommer erstmals diagnostizierte Infektionen beim Menschen, die vermutlich auf Stiche von Stechmücken zurückzuführen waren - in Berlin, Sachsen-Anhalt und Sachsen. Wie das Landesamt für Verbraucherschutz von Sachsen-Anhalt weiter erklärt, verläuft eine Infektion mit dem West-Nil-Virus beim Menschen zwar weitgehend unauffällig und mild.

West-Nil-Virus: Mücken können das Virus auf den Menschen übertragen

Jeder fünfte Infizierte habe Fieber als Symptom, das sich aber nach drei bis sechs Tagen wieder lege. Doch: Bei jedem 150. Infizierten nehme das West-Nil-Virus einen schweren Verlauf, heißt es. Das Robert-Koch-Institut (RKI) hatte bereits im Juni vor der Krankheit gewarnt, die durch die Mücken leicht übertragbar sei.

Das Landesamt rät deshalb zu Schutz vor Mückenstichen. Denn: Einen Impfstoff*, zu dem beim Coronavirus weltweit intensiv geforscht wird, gebe es gegen dieses Virus nicht. Auch an einer Medikation für Corona-Patienten arbeiten Forscher auf der ganzen Welt. Zwei Medikamente werden in Deutschland bereits eingesetzt. Auch 24vita.de* berichtet über das West-Nil-Virus.

In Berlin scheinen einige Menschen die Pandemie nicht mehr ernst zu nehmen. Ein Party-Exzess im Volkspark Hasenheide sorgte für einen Großeinsatz der Polizei. Die Beamten hatten alle Mühe, sich Gehör zu verschaffen. Lesen Sie auch mehr über die aktuelle Corona-Entwicklung in Deutschland in unserem News-Ticker. (pm) *merkur.de ist Teil des deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Rubriklistenbild: © Cynthia Goldsmith

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