9.000 Menschen in Sicherheit gebracht 

Waldbrand auf Gran Canaria weitgehend unter Kontrolle, doch die Gefahr ist noch nicht gebannt

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Auf Gran Canaria wüten erneut Waldbrände. 4000 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden.

Ein heftiges Feuer wütete in den vergangenen Tagen auf Gran Canaria. Mittlerweile geben die Behörden Entwarnung, auch wenn die Gefahr noch nicht gänzlich gebannt scheint. 

  • Ein Waldbrand wütet auf der spanischen Urlaubsinsel Gran Canaria
  • Das Feuer ist am Samstag (17. August 2019) ausgebrochen
  • 8000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen

Update vom 21. August 2019: Die Einsatzkräfte auf der spanischen Urlaubsinsel Gran Canaria drängen den verheerenden Waldbrand in den Bergen immer weiter zurück. Wie Verteidigungsminisiterin Margarita Robles bei einer Pressekonferenz ankündigte, sollte der Brand im Laufe des Nachmittags im Inselinneren vollständig unter Kontrolle gebracht sein. 

Waldbrand auf Gran Canaria: Bewohner dürfen in ihre Häuser zurück

Die Bewohner einiger Ortschaften und Dörfer konnten bereits wieder in ihre Häuser zurückkehren, wie die Inselregierung in der Nacht auf Mittwoch mitteilte. „Nach der Evakuierung kommt nun die Rückkehr“, sagte der Präsident der Kanarischen Inseln, Ángel Victor Torres. Wie die spanische Zeitung „el mundo“ berichtet, sei bereits die Hälfte der 9000 evakuierten Personen wieder in ihrem Heim. „Wenn die Menschen in ihre Häuser zurückkehren, bedeutet dies, dass wir das Feuer besiegen“, so Torres weiter. 

Von dem Feuer waren etwa 10 000 Hektar Fläche im Inselinneren nahe des Ortes Valleseco südwestlich der Hauptstadt Las Palmas betroffen. „Wir sind nun in der Lage, den Brand zu löschen“, sagte der Chef der Einsatzkräfte auf Gran Canaria, Federico Grillo. In den vergangenen Tagen hatte es geheißen, der Brand sei „jenseits der Löschkapazitäten“.

Schäden des Waldbrandes geringer als befürchtet

Die Schäden im berühmten Naturpark Tamadaba mit seinen einzigartigen Kiefernwäldern seien deutlich geringer als zunächst befürchtet, sagte der Einsatzleiter. „Das bedeutet aber nicht, dass es keine Schäden gibt.“ Wie „el mundo“ allerdings weiter berichtet, könnten einige seltene Pflanzenarten, die es weltweit nirgendwo anders vorkämen, durch den Brand möglicherweise vollständig aussterben. 

Waldbrand auf Gran Canaria: Gefahr noch nicht gebannt

Die Einsatzkräfte müssten weiter in Alarmbereitschaft bleiben. „Die Gefahr ist noch nicht gebannt“, sagte Grillo. Dem stimmt auch Präsident Torres zu, der erklärt, man müsse nun weiterarbeiten, um sicher zu gehen, dass „die Bestie nicht wieder aufersteht.“ 

Gran Canaria: Riesiger Waldbrand wütet auf der Urlaubsinsel - 600 Helfer im Einsatz 

Update vom 20. August 2019: Der verheerende Waldbrand in den Bergen von Gran Canaria hat sich nach Behördenangaben leicht abgeschwächt. „An diesem Morgen gibt es gute Nachrichten“, teilte der Präsident der Kanarischen Inseln, Ángel Victor Torres, am Dienstag auf Twitter mit. „Das Feuer verliert an Potenzial“, so der Politiker. Derweil stiegen die Löschflugzeuge und Hubschrauber wieder in die Luft, um gegen die Flammen in den Bergen der spanischen Urlaubsinsel zu kämpfen. Insgesamt waren 600 Helfer im Einsatz.

Allein am Montag seien eine Million Liter Wasser eingesetzt worden, um den Brand in den Griff zu bekommen, schrieb die Inselregierung in einer Mitteilung. Mittlerweile seien 10 000 Hektar Fläche betroffen, 2000 davon lägen im berühmten Naturpark Tamadaba mit seinen einzigartigen Kiefernwäldern. 9000 Menschen sind seit Ausbruch des Feuers am Samstag in Sicherheit gebracht worden.

Mit Blick auf die Touristen, die auf der vor der Westküste Afrikas liegenden Insel Urlaub machen, hieß es von den Behörden: „Wir möchten anmerken, dass im Moment keine wesentlichen Schäden oder Zwischenfälle im Hinblick auf den Tourismus auf der Insel Gran Canaria aufgetreten sind.“ Das Feuer war am Wochenende im Inselinneren nahe des Ortes Valleseco südwestlich der Hauptstadt Las Palmas ausgebrochen und hatte sich bei hohen Temperaturen und starkem Wind schnell ausgebreitet.

Gran Canaria: Riesiger Waldbrand wütet auf der Urlaubsinsel - Lage außer Kontrolle

Ursprungsmeldung vom 19. August 2019: Las Palmas - Der Waldbrand auf Gran Canaria ist nach Behördenangaben außer Kontrolle geraten. 3400 Hektar Fläche stehen in Flammen. Immer mehr Menschen müssen in Sicherheit gebracht werden. Der Waldbrand auf Gran Canaria (Spanien) verlangt den Einsatzkräften einiges ab. Derzeit ist es extrem heiß und die niedrige Luftfeuchtigkeit machten es sehr schwer das „extrem aggressive“ Feuer zu kontrollieren, wie Präsident der Kanarischen Inseln, Ángel Víctor Torres gegenüber der Nachrichtenagentur dpa sagte. 

Gran Canaria - Waldbrand breitet sich weiter aus

Das Feuer ist am Samstagabend nahe des Ortes Valleseco in den Bergen ausgebrochen. Der Waldbrand hat sich laut Medienberichten mittlerweile auf 1500 Hektar ausgebreitet. Nach Angaben des spanischen Fernsehens wurden mittlerweile sogar 8000 Menschen aus Dutzenden Ortschaften in dem Gebiet südwestlich der Hauptstadt Las Palmas in Sicherheit gebracht.

Für diese drastischen Maßnahmen habe Torres laut dpa einen Grund, er wolle keine Opfer riskieren: „Wir wollen, dass dies ohne Verluste endet.“

Mehr als 600 Helfer, zwei Flugzeuge und neun Hubschrauber würden eingesetzt, um den Brand zu löschen. Die Feuerwehr hält die Bevölkerung via Twitter über die Evakuierungsmaßnahmen auf dem Laufenden. Gleichzeitig ermahnen die Behörden, keine Scherze über die Situation zu machen.

Wie die spanische Zeitung elmundo.es berichtet, hat das Feuer bereits den Tamadaba-Naturpark erfasst. In dem Naturpark befindet sich einer der besterhaltenen natürlichen Kiefernwälder Gran Canarias. Bekannt ist der Naturpark auch für die durch Erosion entstandene kuriose Felsformationen wie etwa der bekannte „Dedo de Dios“ (Finger Gottes).

Heftiger Waldbrand auf Gran Canaria - War es Brandstiftung? 

Die Behörden gingen von Brandstiftung aus, berichten Medien. Die Ortschaften Tejeda und Artenara südwestlich der Hauptstadt Las Palmas waren schon vor einer Woche wegen eines starken Feuers evakuiert worden. Auch mehrere Straßen der Insel mussten wegen des Feuers und des Rauchs gesperrt werden. Damals hieß es, dass ein 55-Jähriger den Brand bei Schweißarbeiten ausgelöst habe. In der Region verbrannten bereits rund 1500 Hektar. 

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