News-Ticker

Waldbrand in Sächsischer Schweiz: Hunderte Einsatzkräfte vor Ort – kritische Wetterprognose

Es brennt im Nationalpark Sächsische Schweiz und in der benachbarten Böhmischen Schweiz. Das Wetter hilft kaum. Im Süden Brandenburgs ist die Lage stabil.

Update vom 3. August, 09:17 Uhr: Seit elf Tagen brennt nun schon der Wald in der Sächsischen Schweiz. Noch ist die Lage unverändert ernst. Es gebe weder positive noch negative Veränderungen, teilte der Sprecher des Landratsamts Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Thomas Kunz, am Mittwoch mit. „Die Brände befinden sich in einem relativ kontrollierbaren Bereich.“ Die Entwicklung sei abhängig von der Wetterlage. Die Feuerwehr bekämpfe weiterhin das Bodenfeuer und ziehe Gräben, sagte Kunz.

Der Brand auf tschechischer Seite ist nach Einschätzung der dortigen Behörden unter Kontrolle.

Waldbrand in der Sächsischen Schweiz – Wetterprognosen bereiten Einsatzkräften Sorgen

Update vom 2. August, 16.20 Uhr: Seit zehn Tagen brennt der Wald im Nationalpark Sächsische Schweiz. Immer wieder lodern offene Feuer auf. 550 Einsatzkräfte der Feuerwehr kämpfen gegen den Waldbrand. Aus der Luft werden die Löscharbeiten von zwölf Hubschraubern und zwei Aufklärungsmaschinen unterstützt.

Die Wetterprognose für die betroffenen Gebiete bereitet den Einsatzkräften Sorgen. Der Deutsche Wetterdienst hat für Mittwoch Maximalwerte zwischen 31 und 34 Grad und eine starke Wärmebelastung angekündigt. Am Donnerstag soll es bis zu 37 Grad heiß werden. Regen ist zunächst nicht in Sicht.

Zur Bekämpfung von Waldbränden sind laut Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) weitere Investitionen in den Brandschutz notwendig. Sachsen habe den Kauf von drei Hubschraubern ausgeschrieben, die Wasser transportieren können, sagte der CDU-Politiker dem Bayerischen Rundfunk. Beim Auftreten eines Waldbrandes müsse man „innerhalb von Minuten reagieren“. „Ich finde, wir sollten das als Diskussion in Deutschland tun, mit der Bundesregierung gemeinsam, aber auch über Bundesländergrenzen.“

Waldbrand in der Sächsischen Schweiz: Wasserabwurf durch Bundespolizeihubschrauber.

Waldbrand in Sächsischer Schweiz: Hunderte Einsatzkräfte vor Ort – „brauchen Regen“

Update vom 2. August, 9.02 Uhr:  Beim Waldbrand in der Sächsischen Schweiz hat sich die Lage auch in der zweiten Woche noch nicht entspannt. Das Feuer bricht immer wieder aus, teilte der Sprecher des Landratsamtes Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Thomas Kunz, am Dienstag mit. Bei steigenden Temperaturen und Trockenheit werde auch die Flammenbildung stärker. „Für eine Entspannung der Lage brauchen wir Regen“, sagte er.

Die Feuerwehrleute bekämpfen demnach weiterhin die Glutnester und das im Boden kriechende Feuer. Gelegentlich steigen Rauchsäulen aus dem Boden auf oder offene Flammen entstehen, so Kunz. Bei Wind könne sich die Glut zudem schnell verbreiten. Um das zu verhindern, werden zwischen Winterberg und Zschand weiterhin Barrieren im Boden errichtet.

Am Dienstagmorgen waren den Angaben nach 300 Feuerwehrleute im Einsatz, im Laufe des Tages werden etwa 550 erwartet. Schwerpunkte der Arbeiten liegen am Grenzweg bis zur Schwarzen Schlüchte, an der Richterschlüchte und den Bärenfangwänden. Im nördlichen Bereich des Kirnitzschtals werden zudem Wasserwerfer der Polizei Sachsen und aus Bayern eingesetzt. Sie verteilen Wasser auf den Randstreifen der Wege, damit die Glut sich weniger stark ausbreitet.

Waldbrand in der Böhmischen Schweiz unter Kontrolle

Das Feuer war am Wochenende vor einer Woche im Nationalpark Böhmische Schweiz in Tschechien ausgebrochen und griff dann auf den Nationalpark Sächsische Schweiz über. Der Waldbrand in der Böhmischen Schweiz ist nach Einschätzung der Behörden unter Kontrolle.

Waldbrand in Sächsischer Schweiz: Lage „unverändert angespannt“ – Hunderte Einsatzkräfte vor Ort

Update vom 1. August, 22.40 Uhr: Der Bund will Sachsen bei der Bekämpfung des Waldbrandes weiter unterstützen. Auch mehrere Hubschrauber der Bundeswehr sind im Einsatz. „In einer solchen Situation sind Kosten noch nie abgerechnet worden. Und von daher sehe ich auch keine Veranlassung, dass man davon abweicht“, betonte Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) bei einem Besuch in Schmilka.

Ein Sprecher des Landratsamts Sächsische Schweiz-Osterzgebirge erklärte auf Anfrage: „Die Lage ist stabil, es werden aber immer wieder Glutnester entdeckt.“ Lambrecht zeigte sich sehr beeindruckt von Präzision und Qualität bei dem Löscheinsatz. Die Hubschrauber sollen noch bis Sonntag zur Verfügung stehen.

Nach einem Erkundungsflug über das Brandgebiet erklärte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU): „Das Feuer hat eine klaffende Wunde hier in den Nationalpark gerissen.“ Natürlich werde die Natur diese Wunde auch wieder heilen, „aber wir werden lange damit zu tun haben“.

Update vom 1. August, 16 Uhr: Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer macht sich erneut ein Bild von der Lage im Waldbrandgebiet Sächsische Schweiz. Am frühen Nachmittag ist auch die Bundesverteidigungsministerin Christine Lamprecht (SPD) in Bad Schandau eingetroffen.

Seit einer Woche brennt es im Nationalpark Sächsische Schweiz. Löschhubschrauber sind im Einsatz.

Waldbrand in Brandenburg: Kreis Elbe-Elster beendet Großschadenslage

Update vom 1. August, 9.26 Uhr: Der Verwaltungsstab des Kreises Elbe-Elster hat am Morgen die Großschadenslage aufgehoben. Die Lage im Waldbrandgebiet bei Falkenberg sei nach einer Woche stabil, teilt der Landkreis am Montag mit. Die Sperrung der Bundesstraße B183 zwischen Kötten und Marxdorf soll wieder aufgehoben werden. Tagelang war die B183 für Einsatzfahrzeuge gesperrt.

Waldbrand in Sachsen: Neue Feuerstellen nach Drohnenflug entdeckt

Update vom 1. August, 8.01 Uhr: Eine Woche nach dem Ausbruch des Waldbrands in der Sächsischen Schweiz gehen die Löscharbeiten weiter. Am Montag sollen die Glutnester im Boden eingedämmt werden, wie der Pressesprecher des Landratsamts Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Thomas Kunz, am Montag mitteilte. Dabei werde der Boden umgewälzt und aus der Luft ein Schaumteppich ausgebreitet. So sollen Barrieren gebildet werden, damit sich das Feuer nicht in der Humusschicht ausbreitet. Die geplanten Einsatzorte befinden sich am Großen Winterberg und im Zschandgebiet. Am Sonntagabend wurde per Drohnenflug zudem eine vermutete Feuerstelle bestätigt. Dort werden am Vormittag Hubschrauber zum Einsatz kommen.

Unzählige Hubschrauber sind zur Bekämpfung der Waldbrandes in der Sächsischen Schweiz im Einsatz (Foto vom 31. Juli 2022).

Es seien rund 200 Feuerwehrleute mit 50 Fahrzeugen vor Ort. Am Vormittag kommen laut Kunz noch 150 weitere hinzu, im Laufe des Tages sollen insgesamt etwa 550 Kräfte im Einsatz sein. Die Bundeswehr unterstützt die Löscharbeiten. Zudem werde Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) das Waldbrandgebiet am Montag besuchen.

Waldbrand in Sächsischer Schweiz: Feuer in die Humusschicht eingedrungen

Update vom 31. Juli, 21.35 Uhr: Der Sprecher des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Thomas Kunz, zog am Abend der Deutschen Presse-Agentur in Berlin gegenüber eine Zwischenbilanz. Das Feuer sei zwar mittlerweile eingegrenzt und „den eingegrenzten Bereich könne[…] [man] überblicken“, es träten aber immer wieder neue Glutnester auf, so Kunz.

560 Kräfte seien am Sonntag (31. Juli 2022) an der tschechischen Grenze im Einsatz gewesen, zudem zwölf Hubschrauber und ein Wasserwerfer der Polizei aus Bayern. Die von den Bränden betroffene Fläche liegt den Behörden zufolge mittlerweile stabil bei einer Größe zwischen 140 und 150 Hektar.

Sorge bereite den Einsatzkräften laut Kunz, dass das Feuer in die Humusschicht eingedrungen sei. „Der Brand breite[..] sich“ dadurch „unter den Füßen der Feuerwehr aus.“ Barrieren im Boden, die mit einem speziellen Schaum gefüllt werden, könnten das Erdreich zwar abkühlen, die weitere Entwickelung hänge aber von der Witterung ab. Für diesen Montag sei Regen vorhergesagt. Wie ergiebig dieser ausfalle, jedoch noch unklar.

Waldbrand in Sächsischer Schweiz: Lage unverändert angespannt - Hunderte Einsatzkräfte vor Ort

Update vom 31. Juli, 20.10 Uhr: Die Flammen in der Sächsischen Schweiz sind nicht nur äußerst hartnäckig, sondern auch gefährlich. Das „dynamische Brandgeschehen“, wie der Sprecher des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Thomas Kunz, sich ausdrückt, wird mittlerweile von 500 Einsatzkräften bekämpft. Zusätzlich seien Mitarbeiter von Sachsenforst dabei, Totholz aus angrenzenden Waldstücken auseinander zu ziehen und Ranger des Nationalparks Sächsische Schweiz vor Ort, um mit ihrer Ortskenntnis Einsatzkräfte zu unterstützen.  

Auf tschechischer Seite sind 750 Feuerwehrleute aus dem ganzen Land im Einsatz gegen die Flammen. „Wegen des anspruchsvollen Terrains schreiten die Arbeiten relativ langsam voran“, sagte eine Sprecherin der Einsatzkräfte am Sonntag, 31. Juli 2022, im öffentlich-rechtlichen Fernsehen CT. Acht Einsatzkräfte wurden bisher auf tschechischer Seite verletzt, mehrere davon schwer. In Sachsen erlitten vier Menschen im Kampf gegen die Flammen Verletzungen, zwei von ihnen mussten stationär behandelt werden. Wie gefährlich ein Waldbrand sein kann, zeigt auch das momentane Feuer im französischen Aubais, etwa auf halber Strecke zwischen Nîmes und Montpellier. Hier wurden ebenfalls vier Feuerwehrleute verletzt.

Waldbrand in Sächsischer Schweiz: Bundesverteidigungsministerin kündigt sich an

Update vom 31. Juli, 17.50 Uhr: Am Montag, 01. August 2022, will nun Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) in die Sächsische Schweiz reisen, um sich ein eigenes Bild von dem Brandgeschehen zu machen. Geplant sei unter anderem ein Hubschrauberflug über das betroffene Gebiet in der Region Schmilka. Nach Angaben der Staatskanzlei in Dresden wird sie dabei von Sachsens Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) und Bundeswehr-General Carsten Breuer begleitet werden. Ab 14.30 Uhr ist mit Lambrecht zu rechnen, ein Pressestatement ist für 15.35 Uhr angesetzt worden.

Die Gletscher schmelzen – Wie der Klimawandel die Erde verändert

Die Erde erwärmt sich, die Gletscher schmelzen. Links zu sehen ist der Okjökull-Gletscher auf dem Gipfel des Vulkans Ok auf Island im September 1986. Im August 2019 (rechtes Bild) ist von dem einstigen Gletscher nur noch ein kleiner Eisfleck übrig geblieben.
Die Erde erwärmt sich, die Gletscher schmelzen. Links zu sehen ist der Okjökull-Gletscher auf dem Gipfel des Vulkans Ok auf Island im September 1986. Im August 2019 (rechtes Bild) ist von dem einstigen Gletscher nur noch ein kleiner Eisfleck übrig geblieben. © dpa/NASA/AP
„Zieht die Notbremse“ steht auf dem Schild, das ein Mädchen in Island trägt. Sie ist unterwegs zu einer Gedenkveranstaltung für den früheren Gletscher Okjökull. Forschende zeigen immer wieder, dass die Zeit drängt: Die Eismassen der Erde schmelzen immer schneller, der Meeresspiegel steigt und die Ozeane werden warm und sauer.
„Zieht die Notbremse“ steht auf dem Schild, das ein Mädchen in Island trägt. Sie ist unterwegs zu einer Gedenkveranstaltung für den früheren Gletscher Okjökull. Forschende zeigen immer wieder, dass die Zeit drängt: Die Eismassen der Erde schmelzen immer schneller, der Meeresspiegel steigt und die Ozeane werden warm und sauer. © Felipe Dana/dpa
Wichtige Gletscherteile des Titlisgletschers werden vor dem Sommer 2018 mit Vlies bedeckt, um sie in den warmen Sommermonaten vor dem Schmelzen zu schützen. Rund 6000 Quadratmeter Vlies sollen bis zum Herbst die Eishöhe von bis zu anderthalb Metern schützen.
Wichtige Gletscherteile des Titlisgletschers werden vor dem Sommer 2018 mit Vlies bedeckt, um sie in den warmen Sommermonaten vor dem Schmelzen zu schützen. Rund 6000 Quadratmeter Vlies sollen bis zum Herbst die Eishöhe von bis zu anderthalb Metern schützen. © Urs Flueeler/dpa
Der Nevado Huascarán ist mit 6768 Metern der höchste Berg Perus. Das Eis am Gipfel des Bergs ist tausend Jahre alt und soll Forschenden Informationen rund um den Klimawandel liefern. Bei einer Expedition im Jahr 2019 wurden Eisproben entnommen.
Der Nevado Huascarán ist mit 6768 Metern der höchste Berg Perus. Das Eis am Gipfel des Bergs ist tausend Jahre alt und soll Forschenden Informationen rund um den Klimawandel liefern. Bei einer Expedition im Jahr 2019 wurden Eisproben entnommen. © Oscar Vilca/INAIGEM/afp
Auch der Rhonegletscher, der älteste Gletscher der Alpen, wird durch spezielle Decken vor dem Schmelzen geschützt. So soll verhindert werden, dass die Gletscher in den Alpen verschwinden.
Auch der Rhonegletscher, der älteste Gletscher der Alpen, wird durch spezielle Decken vor dem Schmelzen geschützt. So soll verhindert werden, dass die Gletscher in den Alpen verschwinden. © Urs Flueeler/dpa
Ein Eisberg schwimmt im Juni 2019 durch die Bonavista Bay in Neufundland. Wasser von Eisbergen gilt als „rein“ und wird für bestimmte Produkte vermarktet – unter anderem für Wodka, Likör, Bier und Kosmetik. Gleichzeitig schmilzt das Eis dieser Erde immer schneller – eine schlechte Kombination.
Ein Eisberg schwimmt im Juni 2019 durch die Bonavista Bay in Neufundland. Wasser von Eisbergen gilt als „rein“ und wird für bestimmte Produkte vermarktet – unter anderem für Wodka, Likör, Bier und Kosmetik. Gleichzeitig schmilzt das Eis dieser Erde immer schneller – eine schlechte Kombination. © Johannes Eisele/afp
Ein Eisberg an der südöstlichen Küste Grönlands kalbt: Eine große Eismasse bricht vom Apusiajik-Gletscher ab und stürzt ins Wasser.
Ein Eisberg an der südöstlichen Küste Grönlands kalbt: Eine große Eismasse bricht vom Apusiajik-Gletscher ab und stürzt ins Wasser. © Jonathan Nackstrand/afp
Der Aletsch-Gletscher ist der größte Gletscher in den Alpen. Wenn nichts getan wird, um den Klimawandel aufzuhalten, könnte er bis zum Ende des Jahrhunderts komplett verschwinden, hat eine Studie im Jahr 2019 gezeigt.
Der Aletsch-Gletscher ist der größte Gletscher in den Alpen. Wenn nichts getan wird, um den Klimawandel aufzuhalten, könnte er bis zum Ende des Jahrhunderts komplett verschwinden, hat eine Studie im Jahr 2019 gezeigt. © Fabrice Coffrini/afp
Das Foto stammt aus dem Jahr 2007, doch an der Situation hat sich seitdem nicht viel geändert: Die massiven Gletscher Tibets leiden unter dem Klimawandel und schmelzen. In den vergangenen Jahrzehnten sei das Eis in dieser Region zehnmal schneller geschmolzen als in den Jahrhunderten davor, heißt es in einer Studie aus dem Jahr 2019. Seit der letzten kleinen Eiszeit seien zwischen 400 und 600 Kubikkilometer Eis verschwunden – das entspricht dem gesamten Eisvolumen der europäischen Alpen, des Kaukasus und von Skandinavien.
Das Foto stammt aus dem Jahr 2007, doch an der Situation hat sich seitdem nicht viel geändert: Die massiven Gletscher Tibets leiden unter dem Klimawandel und schmelzen. In den vergangenen Jahrzehnten sei das Eis in dieser Region zehnmal schneller geschmolzen als in den Jahrhunderten davor, heißt es in einer Studie aus dem Jahr 2019. Seit der letzten kleinen Eiszeit seien zwischen 400 und 600 Kubikkilometer Eis verschwunden – das entspricht dem gesamten Eisvolumen der europäischen Alpen, des Kaukasus und von Skandinavien. © Peter Parks/afp
Der Gletscher Nr. 12 im Laohugou-Tal im westlichen Teil des Qilian-Gebirges in der nordwestchinesischen Provinz Gansu ist der längste Gletscher im Qilian-Gebirge. Da er aufgrund des Klimawandels schrumpft, sind Ausflüge zu dem Gletscher verboten.
Der Gletscher Nr. 12 im Laohugou-Tal im westlichen Teil des Qilian-Gebirges in der nordwestchinesischen Provinz Gansu ist der längste Gletscher im Qilian-Gebirge. Da er aufgrund des Klimawandels schrumpft, sind Ausflüge zu dem Gletscher verboten. © imago/Xinhua
Im Sommer 2010 ist vom Petermann-Gletscher vor der Nordwestküste Grönlands ein gewaltiger Eisbrocken abgebrochen. Das Bruchstück hat etwa zweieinhalb Mal die Fläche der Insel Sylt, mit dem Wasser, aus dem der Eisbrocken besteht, könnte der gesamte Wasserverbrauch der USA für vier Monate gestillt werden.
Im Sommer 2010 ist vom Petermann-Gletscher vor der Nordwestküste Grönlands ein gewaltiger Eisbrocken abgebrochen. Das Bruchstück hat etwa zweieinhalb Mal die Fläche der Insel Sylt, mit dem Wasser, aus dem der Eisbrocken besteht, könnte der gesamte Wasserverbrauch der USA für vier Monate gestillt werden.  © NASA Earth Observatory/Jesse Allen und Robert Simmon/United States Geological Survey/dpa
Während seiner Zeit als Bundesaußenminister besucht Heiko Maas (l., SPD) Gletscher bei Pond Inlet in der kanadischen Arktis. Die Erderwärmung ist in dieser Region zwei bis drei Mal so stark wie in anderen Weltregionen.
Während seiner Zeit als Bundesaußenminister besucht Heiko Maas (l., SPD) Gletscher bei Pond Inlet in der kanadischen Arktis. Die Erderwärmung ist in dieser Region zwei bis drei Mal so stark wie in anderen Weltregionen. © Kay Nietfeld/dpa

Waldbrände in Deutschland: Nur 15 Minuten Regen – „Lage weiter sehr angespannt“

Update vom 31. Juli, 13.30 Uhr: Die Lage bei den Waldbränden in der Sächsischen Schweiz sei „unverändert angespannt“. Das teilt das Landratsamt Pirna am Sonntag mit. Das Feuer wandere in der Humusschicht des Waldbodens in teilweise 40 bis 50 Zentimetern Tiefe. Um das Feuer weiter einzugrenzen, soll ein Schaumteppich entstehen. Dafür würde der Boden mit Hacken und Dunggabeln per Hand aufgerissen und Hubschrauber ein spezielles Wasser-Netzmittel-Gemisch abwerfen. 12 Löschhubschrauber unterstützen demnach aus der Luft die rund 360 Kräfte am Boden. Im Laufe des Tages solle die Einsatzkräfte auf 500 aufgestockt werden.

Waldbrände in der Sächsischen Schweiz: Super Puma im Einsatz

Update vom 31. Juli, 11.13 Uhr: Vier Super Puma sind aktuell bei den Löscharbeiten im Nationalpark Sächsische Schweiz im Einsatz. Das twittert die Bundespolizei am Sonntagvormittag. Dazu teilt die Bundespolizei ein kurzes Video aus der Sicht eines Operators. Szenen in dem kurzen Clip sind allerdings nur etwas für schwindelfreie Menschen. Zu sehen ist nämlich die Perspektive direkt aus dem Hubschrauber, wie die Feuerlöschbehälter („Bambi Buckets“) Wasser aus der Elbe aufnehmen und es dann über dem Waldbrandgebiet (bis zu 2.000 Liter) abwerfen.

Neue Brandherde in Sächsischer Schweiz: Sprecher des Landkreises zieht düstere Bilanz

Update vom 31. Juli, 11.03 Uhr: In der Sächsischen Schweiz sind zahlreiche neue Brandherde registriert worden, berichtete der MDR. Ihre Zahl liege derzeit höher als die der gelöschten Feuer, sagte der Sprecher des Landkreises demnach zum Sender. Einsatzkräfte hätten begonnen, Schneisen zu schlagen und natürliche Barrieren zu schaffen, um eine Ausbreitung der Flammen vor allem über die tieferen Schichten des Waldbodens zu verhindern. Von derzeit 360 auf 500 sollen die Einsatzkräfte im Laufe des Tages aufgestockt werden. 14 Hubschrauber würden die Löscharbeiten aus der Luft unterstützen.

Waldbrand in der Böhmischen Schweiz in Tschechien – So ist die Lage am Sonntag

Update vom 31. Juli, 9.23 Uhr: Dichter Nebel macht aktuell den Einsatz von Löschhubschraubern und Löschflugzeugen im Böhmischen Nationalpark unmöglich. Die tschechische Einsatzleitung der Feuerwehr bleibt jedoch optimistisch. Sechs Hubschrauber und fünf Flugzeuge können am Sonntag starten, teilt sie auf Twitter mit. Die Flugbedingungen sollen der tschechischen Polizei zufolge gut sein.

In der Böhmischen Schweiz, auf der tschechischen Seite, konnte die Feuerwehr den Waldbrand seit fünf Tagen in einem Bereich halten, twitterte der Feuerwehr- und Rettungsdienst der Region Ústí. Schwer zugängliche Stellen des Nationalparks sollen am Morgen weiter gelöscht werden.

Kampf gegen Waldbrände: Sächsischer Schweiz und Böhmischer Schweiz bringt Regen keine Entspannung

Erstmeldung vom 31. Juli 2022

Bad Schandau/Falkenberg – Seit sieben Tagen brennt der Wald im Nationalpark Sächsische Schweiz und auch auf der tschechischen Seite, der Böhmischen Schweiz. Es ist ein gewaltiger Kraftakt. Allein am Samstag kämpften 560 Einsatzkräfte gegen die Flammen. 13 Hubschrauber und Löschflugzeuge unterstützen die Löscharbeiten aus der Luft. Eine Entspannung der Lage ist momentan nicht in Sicht.

Es habe nur 15 Minuten ergiebig geregnet, sagte der Sprecher des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Thomas Kunz, am Samstagabend der Deutschen Presse-Agentur. Die einzige Wirkung sei gewesen, dass wegen des Niederschlags Rauch aus Glutnestern aufgestiegen sei und diese so sichtbar geworden seien. „Sollte sich die Wetterlage nicht ändern, gibt es keine Chance auf Besserung“, sagte Kunz. Ein Ende des Einsatzes sei nicht in Sicht. „Wir rechnen nicht mehr in Tagen, wir rechnen in Wochen“, sagte er. „Die Lage ist weiter angespannt.“ In der Sächsischen Schweiz brennt etwa 150 Hektar Wald. Auch auf der tschechischen Seite sind die Feuerwehren im Dauereinsatz. Dort brennt eine Fläche von 1060 Hektar.

Waldbrände in der Sächsischen Schweiz und in der Böhmischen Schweiz (Tschechien)

  • Sächsische Schweiz: Etwa 150 Hektar Wald sind von Waldbränden betroffen – ein Gebiet fast so groß wie die Insel Helgoland. 
  • Böhmische Schweiz: Dort brennt eine Fläche von 1.060 Hektar.

Verletzte bei Waldbränden in der Böhmischen Schweiz und in der Sächsischen Schweiz

Nach Angaben der deutschen Behörden sind bisher vier Feuerwehrleute bei dem Einsatz verletzt worden. Zwei von ihnen mussten stationär behandelt werden. Verletzte unter der Bevölkerung gebe es bislang nicht. Im tschechischen Waldbrandgebiet wurde ein Feuerwehrmann am Samstagnachmittag von einem umstürzenden Baum erfasst und schwer verletzt. Seit Beginn der Waldbrände sind bisher 37 Feuerwehrleute verletzt worden.

Seit Tagen brennt es im Nationalpark Sächsische Schweiz und in der Böhmischen Schweiz. Löschhubschrauber sind im Einsatz.

Waldbrand im Elbe-Elster-Kreis in Brandenburg: Weitere Einsatzkräfte sind angefordert worden

Im Waldbrandgebiet im Süden Brandenburgs haben die Einsatzkräfte unterdessen Verstärkung angefordert. Weil Sommer-Temperaturen ohne nennenswerten Niederschlag vorhersagt seien, seien weitere Brandschutzeinheiten aus dem Land angefordert worden, teilte der Landkreis Elbe-Elster am Samstagabend mit. „Diese Situation birgt das Risiko aufflammender Feuer.“ (ml mit Material der dpa)

Die bisherigen Entwicklungen zu den Waldbränden in Deutschland können Sie hier nachlesen.

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Oberarzt über RSV-Welle: „Kinder sterben, weil wir sie nicht mehr versorgen können“
Oberarzt über RSV-Welle: „Kinder sterben, weil wir sie nicht mehr versorgen können“
Oberarzt über RSV-Welle: „Kinder sterben, weil wir sie nicht mehr versorgen können“
Einbrecher stehlen Goldschatz im Millionenwert aus Museum
Einbrecher stehlen Goldschatz im Millionenwert aus Museum
Einbrecher stehlen Goldschatz im Millionenwert aus Museum
Warntag am 8. Dezember: Muss man Cell Broadcast auf dem Smartphone aktivieren?
Warntag am 8. Dezember: Muss man Cell Broadcast auf dem Smartphone aktivieren?
Warntag am 8. Dezember: Muss man Cell Broadcast auf dem Smartphone aktivieren?
Ergebnis der heutigen Newsletter-Umfrage
Ergebnis der heutigen Newsletter-Umfrage

Kommentare