Vor der Küste Kaliforniens

Katastrophe auf Schiff: 34 Tote nach Feuer-Drama - Crew machte verhängnisvollen Fehler

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34 Menschen kamen bei einem Bootsbrand ums Leben: Jetzt soll ermittelt werden, wie das Unglück geschehen konnte. 

Nach einem verheerenden Feuer auf einem Schiff vor der US-Küste wurden nun alle 34 Leichen geborgen. Die Ursache für den Brand ist weiter unklar. Die Crew verstieß aber gegen eine Vorschrift.

Update vom 13. September, 11.53 Uhr: Bei Ausbruch des verheerenden Feuers auf einem Taucherboot in den USA Anfang September mit 34 Toten hat die gesamte Besatzung einem vorläufigen Ermittlungsbericht zufolge geschlafen. Ein Besatzungsmitglied sei von einem Geräusch erwacht und habe die anderen geweckt, teilte die Verkehrsbehörde NTSB mit. Die Crew habe dann versucht, die unter Deck in einer Kajüte schlafenden Passagiere zu wecken. Sie sei aber „vom Feuer blockiert“ worden und über Bord gesprungen.

Den Vorschriften zufolge muss ein solches Schiff ein Besatzungsmitglied als Nachtwache haben, wie NTSB-Chef Robert Sumwalt dem US-Sender CNN sagte. In dem vorläufigen Bericht wird keine Ursache des Brandes genannt.

Verheerendes Feuer auf Schiff: Letzte der 34 Leichen gefunden

Update vom 12. September, 7.17 Uhr: Eineinhalb Wochen nach dem verheerenden Bootsfeuer mit 34 Toten vor der Küste Kaliforniens ist nun auch die letzte Leiche entdeckt worden. Damit gibt es keine Vermissten mehr, wie die örtliche Polizeibehörde am Mittwoch via Twitter bestätigte. Bei sieben der geborgenen Leichen müssten allerdings noch DNA-Tests vorgenommen werden, um die Identität der Toten zweifelsfrei zu bestätigen. 

Von den 39 Menschen an Bord des Taucherbootes „Conception“ hatten sich nur fünf Besatzungsmitglieder durch einen Sprung ins Wasser retten können. Das Ausflugsschiff befand sich auf einer dreitägigen Taucherreise und hatte in einer Bucht vor der Insel Santa Cruz geankert. In der Nacht brach aus bislang ungeklärter Ursache ein Feuer an Bord aus. Die Flammen schlossen die in einer Kajüte unter Deck schlafenden Passagiere ein.

Die Ermittler erhoffen sich Aufschluss von der Untersuchung des rund 30 Meter langen Wracks, das aufgrund des schlechten Wetters bislang nicht geborgen werden konnte.

Verheerendes Feuer auf Schiff: 20 Leichen geborgen - Ermittler stehen vor erschreckender Frage

Update vom 3. September, 16.43 Uhr: Bei dem tragischen Brand auf einem Tauchboot vor der Küste Kaliforniens sind mindestens 20 Menschen gestorben. Für 14 weitere Vermisste gibt es kaum Überlebenschancen. Jetzt beginnt die Suche nach den Ursachen für das verheerende Bootsfeuer. 

Dabei geht es nicht nur darum, wo und warum das Feuer mitten in der Nacht ausbrach. Offen ist auch die Frage, warum sich fünf Crewmitglieder des Ausflugsschiffes hatten retten können, für die zahlreichen anderen Taucher an Bord aber scheinbar keine Chance bestand. Die meisten Passagiere hatten unter Deck geschlafen, als die „Conception“ am Montag (Ortszeit) vor der Insel Santa Cruz Island in Flammen aufging.

Verheerendes Feuer auf Schiff: 20 Leichen geborgen - Erste Details über Opfer bekannt 

Update vom 3. September, 10.04 Uhr: Bis zum späten Abend seien 20 Leichen geborgen worden, berichteten US-Medien unter Berufung auf Polizei und Küstenwache. Für 14 Vermisste gab es demnach kaum noch eine Überlebenschance.

Das Boot war nur 20 Meter vom Strand der Insel Santa Cruz entfernt vor Anker gegangen. Zunächst seien die Leichen von zwei Männern und zwei Frauen geborgen worden. Sie könnten nur mit Hilfe von DNA-Tests identifiziert werden, sagte US-Sheriff Bill Brown. Weitere Leichen hätten die Suchteams auf dem Meeresboden in knapp 20 Metern Tiefe entdeckt, aber noch nicht an Land bringen können. Für die Rettungstaucher sei es gefährlich, das völlig ausgebrannte Bootswrack zu durchsuchen.

Zwei der fünf Crewmitglieder wurden bei der Flucht aus der Flammenhölle leicht verletzt. Mit einem kleinen Beiboot konnten sie nachts ein Fischerboot in der Nähe erreichen. Die Gruppe sei völlig verstört gewesen, sagten die Bootsleute Shirley und Bob Hansen laut „Los Angeles Times“. Einer der Männer hätte ihnen weinend erzählt, dass seine Freundin noch unter Deck an Bord sei. Ein anderer berichtete, dass sie am Abend auf dem Boot die Geburtstage von drei Passagieren gefeiert hätten, darunter ein 17-jähriges Mädchen, das von seinen Eltern auf der Tauchreise begleitet worden sei.

Update vom 3. September, 9.12 Uhr: Acht Leichen konnten inzwischen geborgen werden. Man würde sich auf „den schlimmsten Ausgang“ vorbereiten, erklärte Captain Monica Rochester von der Küstenwache am Montagnachmittag (Ortszeit). Für 26 Vermisste gab es demnach kaum noch eine Überlebenschance.

USA/Kalifornien: Verheerendes Feuer auf Schiff: Vier Leichen geborgen

News vom 2. September: 21.36 Uhr: Nach dem tragischen Brand auf dem Tauchboot „Conception“ haben die Rettungscrews erste Todesopfer aus dem Wasser geborgen. Bisher wurden vier Leichen geborgen. Das meldet abc News. Die Retter hoffen verzweifelt, wenigstens einige der vermissten 29 Menschen noch lebend zu finden. 

Ein Teil des Notrufs von der „Conception“ wurde inzwischen veröffentlicht. Das berichtet CNN vor. Der Mitarbeiter der Küstenwache fragt, ob das „Conception“-Crewmitglied zurück an Bord gehen und die Tür zu den Kajüten der Gäste unter Deck öffnen könne. Das zweimalige Nachfragen nach Feuerlöschern lässt vermuten, dass solche nicht an Bord waren. „Sie haben nichts zum Feuerlöschen an Bord? Keine Feuerlöscher oder ähnliches?“, zitiert CNN die Aufzeichnung. Die Antworten des Crewmitglieds seien auf dem Band aber nicht zu hören, so CNN

Der Mitarbeiter der Küstenwache fragte außerdem nach einem Notausgang oder einer Lucke, durch die sich die Menschen unter Deck in Sicherheit bringen sollten. Aber scheinbar gab es eine solche nicht. Die Passagiere waren demnach von den Flammen eingeschlossen. 

USA/Kalifornien/Santa Cruz: Bilder von dem tragischen Brandunglück

Das Ausmaß des tragischen Bootsunglücks für der kalifornischen Küste hat ein Reporter des Nachrichtensenders NBC gefilmt. Meterhoch schlagen die Flammen von dem Tauchboot „Conception“ in den pechschwarzen Nachthimmel. Rettungskräfte haben am frühen Montagmorgen versucht, das Feuer auf dem Touristenschiff vor der Küste Kaliforniens zu löschen. Den Berichten der Rettungskräfte zufolge, brannte das Feuer so heiß, dass sie nicht an Bord gehen konnten. 34 Menschen werden weiterhin vermisst. Die Behörden befürchten eine hohe Zahl an Todesopfern. 

Tragischer Brand vor Santa Cruz: Das Schiff ist gesunken - Viele Tote befürchtet

20.29 Uhr: Nach dem tragischen Brand auf dem Tauchschiff „Conception“ rechnen die Behörden nicht mehr damit, viele Überlebende zu finden. Das Touristenboot ist vor der Kalifornischen Küste gesunken. Bisher konnten nur fünf Überlebende geborgen werden. 34 weitere Menschen, die sich an Bord des Tauchschiffes befanden, sollen unter Deck geschlafen haben, als das Feuer ausbrach. 

Ein Sprecher des Bezirks Ventury County befürchtet viele Tote. Das sagte er gegenüber dem Fernsehsender CNN. Das rund 22 Meter lange Touristenboot, mit dem Tauchausflüge organisiert wurden, war den Angaben zufolge in der Nähe der Insel Santa Cruz in Brand geraten. Laut dem Chef der Küstenwache war das Feuer so intensiv, dass die Einsatzkräfte trotz ihres Löscheinsatzes nicht an Bord gehen konnten. Das Boot sank noch während die Feuerwehrleute versuchten, den Brand zu löschen.

Sprecher der Küstenwache berichten über den Einsatz. 

Das Boot war von dem Küstenort Santa Barbara zu einem Taucherausflug an dem langen Feiertagswochenende gestartet, wie der Sender KTLA berichtet. Es hatte eigentlich am Laborday-Feiertag, am Montagabend, wieder in dem Hafen einlaufen sollen. 

USA/Kalifornien: Passagiere im Schlaf von Brand überrascht - Schiff gesunken

Auf Twitter zeigt der Nachrichtensender CBS Los Angeles Bilder von dem Tauchboot, kurz bevor es sank. Das Bild zeigt, dass das innere der „Conception“ komplett ausgebrannt ist. Wer noch an Bord war, kann nicht überlebt haben. Die Besitzer des Schiffs haben sich noch nicht zu dem dramatischen Brand geäußert. 

USA/Kalifornien: Nach tragischem Brand ist das Schiff gesunken - Verzweifelte Suche nach 34 Menschen geht weiter

18.17 Uhr: Noch immer suchen die Rettungskräfte an der Küste Kaliforniens nach dem dramatischen Brand auf einem Tauchschiff nach Überlebenden. Laut Küstenwache ist die „Conception“ inzwischen gesunken. Fünf der 39 Menschen an Bord wurden vom Rettungstrupp „Gute Samariter“ gerettet. Ersten Angaben der Küstenwache zufolge sind die fünf nur leicht verletzt. 

Die 34 Vermissten sollen unter Deck geschlafen haben, als das Feuer ausbrach. Fünf Crewmitglieder waren an Deck und konnten ins Wasser springen. Monica Rochester, die Kapitänin der Küstenwache Los Angeles, erklärte im Interview mit CNN, dass sich die Rettungsorganisationen noch immer in Bereitschaft halten, um schnell reagieren zu können, falls Vermisste entdeckt würden. Auch blieben noch Rettungsschiffe im Wasser, um nach Überlebenden zu suchen. 

Ein Feuerwehrmann kollabierte indes bei einem Einsatz in Hamburg, wie nordbuzz.de* berichtet. Jetzt sieht er sich mit schlimmen Vorwürfen konfrontiert.

USA/Kalifornien: Mehr als 33 Menschen eingeschlossen - dramatische Situation dauert an

Ursprungsmeldung vom 2. September 2019: Santa Cruz - Vor der Küste Kaliforniens spielen sich aktuell dramatische Szenen ab. Mehr als 30 Menschen werden nach einem verheerenden Feuer auf einem Taucherschiff bei Santa Cruz Island (140 Kilometer westlich von Los Angeles) vermisst, wie die US-Küstenwache am Montag mitteilte. Zahlreiche Todesopfer werden befürchtet, sagte ein Sprecher des Bezirks Ventury County gegenüber CNN.

USA/Kalifornien: Passagiere im Schlaf von Brand überrascht und unter Deck gefangen

Demnach war das rund 22 Meter lange Tauchboot in der Nähe der Insel Santa Cruz in der Nacht in Brand geraten. Die Passagiere wurden nach den Worten von Aaron Bemis, dem Chef der Küstenwache, im Schlaf von den Flammen überrascht und waren unter Deck gefangen.

Bisher seien nur fünf Mitglieder der Crew gerettet worden. Sie hätten sich einem Bericht von CNN zufolge auf dem Deck des Bootes befunden. 34 weitere Personen werden derzeit vermisst, teilte der Sender unter Berufung auf Behörden im Bezirk Santa Barbara mit. Das bestätigte die Feuerwehr von Santa Barabara auch gegenüber ABC News. Derzeit bestehe aber die Hoffnung, dass einige Menschen an Land schwimmen konnten.

Das Boot war am Samstag zu einem dreitägigen Taucherausflug ausgelaufen. Am Montag sollte es an die Küste von Kalifornien zurückkehren. Die Inselgruppe vor Santa Barbara ist ein beliebtes Ausflugsziel für Taucher und Segler.

USA/Kalifornien: Zahlreiche Rettungs- und Löschboote vor Ort

Laut Bemis war das Feuer so intensiv, dass die Retter auch nach dem Löschen nicht an Bord gehen konnten. Die Löscharbeiten dauern derzeit noch an. Zahlreiche Rettungs- und Löschboote seien nach Angaben der Behörden an der Unfallstelle.

USA/Kalifornien: Schiff brennt - Menschen von Flammen umzingelt

Fox News berichte zwischenzeitlich unter Berufung auf die lokale Feuerwehr bereits von 34 Todesopfern. Diese Angaben waren allerdings bisher nicht offiziell bestätigt.

Video: US-Nachrichten-Sender CBS2 berichtet über brennendes Schiff

va/dpa

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