Porno-Filesharing kann teuer werden

Urteil: 123 Euro Strafe für illegal geteilte Pornofilme

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Düsseldorf/Berlin - Wer urheberrechtlich geschützte Pornos zum Download anbietet, muss mit einer Geldstrafe rechnen. Es gibt allerdings Unterschiede zwischen privaten und kommerziellen Lizenznehmern.

Urheberrechtlich geschützte Filme zum Download anbieten kann teuer werden - auch bei Pornos. Landet die Sache vor Gericht, muss man damit rechnen, pro Titel mit gut 120 Euro Schadensersatz herangezogen zu werden. Diese Summe hat zumindest das Amtsgericht Düsseldorf als angemessene Entschädigung für den Urheber eines illegal geteilten Pornofilms erachtet (Az.: 57 C 16445/13). Die Filmproduzentin hatte sogar auf knapp 1300 Euro Schadenersatz geklagt und sich dabei an jenen Gebühren orientiert, den ein ordentlicher Lizenznehmer für das Streaming dieses Films und vergleichbarer Werke gezahlt hatte. Dieser Argumentation schloss sich das Gericht aber nicht an.

Bei der Bemessung des Schadenersatzes könne man einen privaten Filesharer nicht mit einem kommerziellen Lizenznehmer nach den Grundsätzen der Lizenzanalogie gleichsetzen, da ihm das wirtschaftliche Interesse fehle, hieß es in der Urteilsbegründung. Die klagende Filmproduzentin hätte keinen derart hohen Pauschalbetrag geltend machen dürfen. Auf dieser Grundlage berechnete das Gericht den Schadenersatzanspruch neu und kam auf einen Betrag von 123 Euro. Auf die Entscheidung des Amtsgerichts weist die Arbeitsgemeinschaft IT-Recht im Deutschen Anwaltverein hin.

dpa

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