Schifffahrt

Tunesien: Gesunkener Frachter ohne Diesel an Bord

Gesunkener Frachter
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Das gesunkene Handelsschiff „Xelo“ vor der Südostküste Tunesiens.

Vor einer Woche geriet ein Schiff bei schlechtem Wetter vor Tunesiens Küste in Seenot und sank - befürchtet wurde eine Umweltkatastrophe. Nun gibt es Entwarnung.

Tunis - Nach Befürchtungen über eine Umweltkatastrophe vor Tunesiens Küste durch ein gesunkenes Schiff mit womöglich großen Mengen Treibstoff an Bord haben die Behörden nun Entwarnung gegeben.

Der Frachter habe entgegen früherer Berichte doch kein Diesel geladen gehabt, hieß vom tunesischen Umweltministerium sowie von der Marine. Laut Armee hatte die Besatzung des Schiffs die tunesischen Behörden über die Fracht informiert. Warum die Angaben der Crew nicht stimmten, war zunächst unklar.

Das Schiff war vor einer Woche auf seinem Weg von der ägyptischen Hafenstadt Damietta nach Malta bei schlechtem Wetter in Seenot geraten. Es sank rund sieben Kilometer vor Tunesiens Küste im Golf von Gabès. Die siebenköpfige Besatzung wurde von Bord gerettet und für Befragungen vorläufig in Gewahrsam genommen. Tunesische Behörden äußern inzwischen Zweifel an der Seetauglichkeit sowie den tatsächlichen Aktivitäten des Schiffes.

Ursprünglichen Angaben zufolge sollte der Frachter rund 750 Tonnen Diesel geladen haben. Um eine Umweltkatastrophe zu verhindern, wollten Retter den Treibstoff absaugen. Diese Aktion wird laut Armee nun eingestellt. Das Schiff selbst solle bald geborgen werden.

Im Golf von Gabès liegt auch die bei Urlaubern beliebte Insel Djerba. Nach Angaben der Umweltschutzorganisation WWF ist das Gebiet seit Jahrzehnten Verschmutzungen durch Chemikalien aus Fabriken ausgesetzt. dpa

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