Mordprozess in Limburg

Tödliche Geisterfahrt: Angeklagter "von Panik erfasst"

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In diesem Auto starb eine 22-jährige Frau.

Limburg - In einem Mordprozess um eine tödliche Geisterfahrt hat sich der Angeklagte vor dem Landgericht Limburg erstmals zur Tat geäußert.

„Mich erfasste Panik. Ich war nicht mehr in der Lage, klare Gedanken zu fassen“, sagte der 45-Jährige am Mittwoch. Bei der Heimfahrt zur JVA Diez sei er damals zur Kontrolle aufgefordert worden, sagte er. Er sei dann wegen Stresses und einsetzenden Regens in falscher Richtung eingebogen. Auf der Standspur habe er mit der Lichthupe entgegenkommende Autos gewarnt. Plötzlich habe er zwei Scheinwerfer auf sich zukommen sehen. Er habe vergeblich versucht auszuweichen. Sein Verhalten sei unentschuldbar, sagte der Angeklagte. „Ich wollte jedoch niemanden schädigen.“

Der Vorfall ereignete sich Ende Januar. Der Mann war damals Freigänger des Gefängnisses in Diez (Rheinland-Pfalz). Auf der Flucht vor der Polizei raste er auf der Bundesstraße 49 in falscher Richtung in den Gegenverkehr. Bei einem Frontalzusammenstoß starb eine 22 Jahre alte Frau.

Die Staatsanwaltschaft geht dagegen von Mord aus. Nach ihren Ermittlungen war der Mann mit gestohlenen Nummernschildern an seinem Auto und ohne Führerschein unterwegs. Mit der Flucht habe er eine erneute Fahrt ohne Papiere verdecken wollen. Der Angeklagte ist 27 Mal vorbestraft - davon 22 Mal wegen Fahrens ohne Führerschein. Ein Urteil wird noch in diesem Jahr erwartet.

dpa

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