Rettungstaucher von Thailand-Einsatz wütet

Tesla-Chef wollte bei Höhlen-Drama helfen - jetzt soll er sich sein Angebot "dahin schieben, wo es weh tut"

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Die Rettung der in einer thailändischen Höhle gefangenen Fußballer hatte weltweit für Aufsehen gesorgt. Foto: Sakchai Lalit/Thai Navy SEAL Facebook Page/AP

Bergung per Mini-U-Boot? Für dieses Hilfsangebot des milliardenschweren Unternehmers Elon Musk hat ein an dem Höhlendrama in Thailand beteiligter Rettungstaucher nicht mehr als Hohn und Spott übrig.

Bangkok - "Er kann sich sein U-Boot dahin schieben, wo es weh tut", sagte der Brite Vern Unsworth dem US-Nachrichtensender CNN am Samstagabend. Das Angebot Musks sei "nur ein PR-Gag gewesen", während die zwölf Jugendfußballer und ihr Trainer noch um ihr Leben bangten - und habe null Aussichten auf Erfolg gehabt.

"Es bestand absolut keine Chance, dass es funktioniert", sagte Unsworth. "Er hatte keine Vorstellung davon, wie es in der Höhle aussieht." Die steife Außenhülle des bereitgestellten U-Boots sei mit rund 1,70 Metern zu lang gewesen, um Kurven und Hindernisse zu umfahren. "Es wäre nicht einmal 50 Meter weit in die Höhle reingekommen", spottete der Brite, der zu dem internationalen Rettungsteam gehörte, das die eingeschlossene Gruppe nach mehr als zwei Wochen unter der Erde befreien konnte.

Während die Bergungsmission noch lief, verschaffte sich Musk Zutritt zu dem Höhlenkomplex und verkündete via Twitter, das Mini-U-Boot sei auf den Namen "Wild Boar" ("Wildschwein") getauft worden - so heißt das Fußballteam der Jungs. Seine Twitter-Nachricht über das Tauchgerät schloss Musk mit den Worten: "Es wird hier gelassen, falls es in Zukunft von Nutzen sein sollte. Thailand ist so schön."

Das Angebot nahmen die Taucher nicht in Anspruch - im Gegenteil. "Ihm wurde gesagt, er solle sehr schnell gehen", berichtete Unsworth. "Und das hätte er auch tun sollen."

Tweet Musks

CNN-Interview

dpa

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