Sturmtief "Heini" zahmer als angekündigt

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Im Flachland richtet "Heini" bisher kaum Schäden an. Foto: Patrick Pleul

Berlin (dpa) - Sturmtief "Heini" hat Deutschland weitgehend verschont. Vereinzelt stürzten Bäume, Baugerüste und Verkehrsschilder um.

Größere Schäden gab es nicht. Nun hat sich "Iwan" angesagt: Dieses Tief soll am Donnerstag erneut kräftigen Wind und Regen bringen. Die Temperaturen bleiben vorerst noch mild, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) vorhersagt.

Auf dem Brocken im Harz erreichte "Heini" Geschwindigkeiten von 170 Kilometern pro Stunde. Über andere Mittelgebirge fegte der Sturm nach Angaben eines Meteorologen ebenfalls mit voller Orkanstärke, aber mit gut 120 Kilometern pro Stunde langsamer.

Auf dem Erfurter Domplatz stürzte der 28 Meter hohe Weihnachtsbaum um und stürzte auf eine Krippe. Die wertvollen Unikate der Figuren standen laut Marktleitung aber noch nicht darin. Ein Kran richtete die Rotfichte wieder auf.

In einigen Städten waren Flüchtlinge vor dem Unwetter in Sicherheit gebracht worden: In Bremen mussten rund 1400 Asylbewerber über Nacht kurzfristig von Zeltlagern in Schulen umziehen. Die Zelte, in denen die Menschen untergebracht waren, halten nach Herstellerangaben höchstens Windstärke 10 aus, erwartet wurden aber Sturmböen bis zu Stärke 11. Auch in Dresden und Berlin wurden mehrere hundert Flüchtlinge aus Zelten, in denen sie wohnten, oder in denen sie auf einen Termin bei Behörden warteten, in andere Unterkünfte gebracht.

Bis zum Wochenende strömt deutlich kältere Luft nach Deutschland: Meteorologen kündigen gebietsweise frühwinterliche Verhältnisse an. "Wenn wir also ab dem Wochenende in weißer Landschaft aufwachen, sollten wir uns nicht allzu sehr wundern", sagte Meteorologe Christoph Hartmann vom Deutschen Wetterdienst (DWD). So sollen die Temperaturen in Bayern am Ende der Woche höchstens noch vier Grad erreichen, ab 500 Metern Höhe sind Schneefälle möglich.

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