Technik

Apple will das iPhone durch eine neue revolutionäre Technologie ersetzen

Apples Entwicklerkonferenz WWDC
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Apple-Chef Tim Cook kündigt eine technologische Revolution an.

Ohne das Smartphone ist der Alltag für viele Menschen mittlerweile unvorstellbar. Doch in den nächsten Jahren könnte es durch ein anderes Produkt ersetzt werden.

Palo Alto - Das Smartphone hat in den vergangenen Jahren vieles ersetzt: Angefangen bei MP3-Playern über Navigationsgeräte bis hin zu Digitalkameras - mittlerweile gibt es alles in einem Gerät, ohne dass es an Qualität mangelt.

Doch könnte es bald selbst überholt sein und ersetzt werden? Firmen wie Apple arbeiten an der Entwicklung von Augmented Reality-Brillen und liefern sich ein Rennen, wer als Erstes ein massentaugliches Produkt entwickelt. Und zumindest der kalifornische Smartphone-Gigant könnte seine iPhones auf lange Sicht mit Augmented Reality ersetzen wollen, berichtet hna.de*.

Augmented Reality - was ist das überhaupt? Wenn es nach Tech-Firmen geht, könnten wir diesen Begriff in wenigen Jahren schon viel öfter hören. Auf Deutsch heißt das so viel wie „Erweiterte Realität“. Das Prinzip: Nutzer sehen mithilfe eines computergestützten Gerätes, etwa einem Smartphone oder einer Brille, weiterhin ihre reale Umwelt. Die wird jedoch ergänzt durch weitere Elemente.

Zum Beispiel kann man somit testen, ob sich bestimmte Möbelstücke gut in der Wohnung machen würden. Auch das Spiel „Pokémon Go“ arbeitet mit der Technologie. Das Grundkonzept der Augmented Reality (kurz: AR) ist eine zusätzliche Informationsdarstellung. Sie ist vielseitig einsetzbar, denn sie kann verschiedene menschliche Sinnesmodalitäten ansprechen.

Augmented Reality bei Apple: Sind Smartphones bald Geschichte?

Immer mehr Technologie passt auf immer kleinere Flächen - das sehen wir daran, wie schmal etwa Smartphones und Laptops über die Jahre geworden sind und wie viel mehr sie dennoch leisten können. Die Leistung eines Smartphones in einer Brille zu platzieren, mit der man Informationen direkt vor Augen haben könnte, klingt also komfortabel und nicht allzu unrealistisch.

Und auch nicht neu: Vor einigen Jahren hatte Google eine AR-Brille vorgestellt, die „Google Glass“ - eine futuristisch aussehende Brille mit einem kleinen Display vor dem linken Auge. Nutzer sollten sich Informationen wie Uhrzeit, Wetter und empfangene Nachrichten direkt im Blickfeld anzeigen lassen können, ohne das Smartphone in der Hand haben zu müssen.

Allerdings waren auf dem Gerät nur vergleichsweise wenige Funktion nutzbar. Das Interesse war zu gering, weshalb das Projekt - zumindest für die Öffentlichkeit - eingestellt wurde.

Jetzt soll es anders werden - Beobachter der Industrie sowie Insider trauen Apple zu, AR zu revolutionieren, wie es mit dem iPhone auch Smartphones revolutioniert hat. Das Unternehmen arbeitet laut einem Bericht des US-amerikanischen Senders CNBC seit Jahren an Prototypen für AR-Headsets.

Wie unter anderem Bloomberg berichtet, könnte schon 2022 ein solches auf den Markt kommen - für umgerechnet fast 2500 Euro und laut dem Portal Heise potenziell mit Iris-Erkennung und Augen-Tracking.

Augmented Reality: Apple und Co. arbeiten an Produkten

Apple selbst spricht AR eine große Bedeutung zu: „AR verändert, wie du arbeitest, lernst, spielst, einkaufst und mit der Welt um dich herum interagierst. Du kannst damit perfekt Dinge visualisieren, die sonst nicht oder nur umständlich zu sehen wären“, heißt es auf der Website des Unternehmens.

„Was, wenn die Grenze zwischen deiner Vorstellung und der realen Welt nicht existieren würde? Mit Augmented Reality ist das nicht nur möglich, sondern schon Realität“, wird die Technologie beschrieben.

Sollte Apple AR-Brillen auf den Markt bringen, könnte es „das Schicksal der AR-Industrie bestimmen“, sagte der Branchenexperte Mike Boland dem Sender CNBC. Allerdings habe das Unternehmen nie bestätigt, an derartigen Produkten zu arbeiten.

Dennoch deuten Insidern zufolge einige Entwicklungen bei Apple darauf hin, dass an AR-Produkten gearbeitet wird. So sind in einigen iPhone-Modellen, die Ende 2020 auf den Markt kamen, fortschrittliche Lidar-Sensoren (Lidar ist eine Form von Laser-Scanning) in den Kameras verbaut. Die Sensoren können messen, wie weit Objekte von der Kamera entfernt sind und werden derzeit für Filter und andere Foto-Effekte genutzt.

Smartphones und Augmented Reality: Apple kauft einschlägige Firmen

In Verbindung mit einem AR-Headset könnte sich hinter den Sensoren allerdings noch mehr Potenzial verbergen. Wie das Portal Phone Arena zudem anmerkt, könnte eine AR-Brille in Sachen Datenschutz eine größere Akzeptanz erfahren, wenn sie statt eingebauter Kamera mit einem Laser arbeiten würde.

Außerdem hat Apple in der Vergangenheit Firmen aufgekauft, die sich mit den notwendigen Technologien auseinandersetzen, was ebenfalls dafür spricht, dass man sich dort mit der Thematik beschäftigt. Das Unternehmen hat sich außerdem bereits vor Jahren eine Art Smart Ring patentieren lassen - mit dem könnte sich Schätzungen zufolge eine AR-Brille steuern lassen.

Neben Apple strecken freilich noch andere Unternehmen ihre Fühler in den Bereich AR aus. Laut CNBC arbeiten Google, Microsoft, Facebook und Amazon daran, AR-Technologien massentauglich zu machen. Ob derartige Produkte Smartphones tatsächlich verdrängen werden, bleibt abzuwarten. (ial) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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