Prozess in Heilbronn:

Pfleger soll behinderte Frau vergewaltigt haben

Heilbronn - Ein ehemaliger Pfleger steht wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung einer behinderten Frau vor dem Amtsgericht Heilbronn. Der Beschuldigte gibt zu, mit der Frau Sex gehabt zu haben, dies sei aber auf ihren Impuls hin passiert.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 32-Jährigen vor, sein Betreuungsverhältnis bewusst ausgenutzt zu haben, um sich an seinem Schützling zu vergreifen. Er habe die Frau an drei Abenden zu Geschlechtsverkehr gezwungen. Der Angeklagte bestritt die Vorwürfe. „Ich war nicht der persönliche Betreuer der Geschädigten“, sagte der Mann. Zwar habe er im Oktober 2013 vermehrt Sex mit der Frau gehabt, dies sei aber auf ihren Impuls hin geschehen. „Ich habe niemals den Eindruck gehabt, dass ich ihr etwas Schlechtes tun würde.“

Er sei „aus allen Wolken gefallen“, als die Frau ihm vorwarf, dass er sie vergewaltigt habe, sagte der Mann. Während des Geschlechtsverkehrs sei er jeweils angetrunken gewesen. Mittlerweile ist er den Angaben zufolge wegen Alkoholsucht in Behandlung. Der Mann hatte von August bis November 2013 als Pfleger in einer Einrichtung in Heilbronn gearbeitet.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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