Hochgeschwindigkeitszug bei Testfahrt entgleist

Noch fünf Vermisste nach TGV-Unglück bei TGV-Testfahrt

+
Unglücksstelle in Eckwersheim. Bei dem Zugunglück sind sieben Menschen ums Leben gekommen.

Straßburg - Nach dem bisher schwersten Unglück des Hochgeschwindigkeitszugs TGV wurden noch fünf Menschen vermisst.

Bei dem Unfall während einer Testfahrt auf einer neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke im Elsass starben am Samstag zehn Menschen. Dutzende wurden verletzt. Die genaue Ursache des Unfalls an einer Kanalbrücke nördlich von Straßburg, in der Nähe von Eckwersheim, blieb zunächst unklar. Die Behörden gehen aber von überhöhter Geschwindigkeit aus. Der Zug entgleiste, wie französische Medien berichteten. Der vordere und der hintere Triebwagen des Zugs mit sechs Waggons wurden demnach von der Brücke in den Rhein-Marne-Kanal geschleudert, wie auch Bilder zeigten.

Der Zeitung "Dernières Nouvelles d'Alsace" (DNA) zufolge wurde ein terroristischer Hintergrund ausgeschlossen. Laut "DNA" wurden zwölf Menschen schwer verletzt, 22 leicht.

Das Unglück ereignete sich auf der neuen Strecke, die im Frühjahr 2016 in Betrieb gehen soll. Ab April soll die TGV-Schnellverbindung zwischen Straßburg und Paris nur noch 1 Stunde und etwa 50 Minuten dauern. Zurzeit sind es etwa 2 Stunden 20 Minuten. Auch die Fahrzeiten zwischen Paris und den deutschen Zielen München, Stuttgart oder Frankfurt/Main sollen kürzer werden.

France TV info

Bericht Derniéres Nouvelles d'Alsace

Mehr zum Thema

Kommentare

Meistgelesen

Pinguin aus Gehege in Mannheim gestohlen
Pinguin aus Gehege in Mannheim gestohlen
Frankfurter Flüchtlings-Sexmob war frei erfunden
Frankfurter Flüchtlings-Sexmob war frei erfunden
Singen wir bald die DDR-Hymne mit dem Text des Deutschlandliedes?
Singen wir bald die DDR-Hymne mit dem Text des Deutschlandliedes?
Autotransporter bleibt unter Brücke hängen: 300.000 Euro Schaden
Autotransporter bleibt unter Brücke hängen: 300.000 Euro Schaden
Mund-zu-Schnauze-Beatmung: Hier kämpft Feuerwehrmann um das Leben von „Finchen“
Mund-zu-Schnauze-Beatmung: Hier kämpft Feuerwehrmann um das Leben von „Finchen“