Opferzahl bei über 7.000

Nepal: Versorgung der Opfer weiter schwierig

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Helfer in Nepal versuchen weiter auf verschiedenen Wegen die Erbebenopfer zu erreichen.

Kathmandu - Die Versorgung der von dem Erdbeben in Nepal betroffenen Menschen gestaltet sich weiter als schwierig. Die Zahl der Opfer steigt auf über 7.000.

Mehr als eine Woche nach dem verheerenden Himalaya-Erdbeben müssen viele Menschen in Nepal weiter unter freiem Himmel schlafen. Sie seien dringend auf gute Zelte und Werkzeuge zur Reparatur von Unterkünften angewiesen, teilte das UN-Büro für Katastrophenhilfe (Ocha) mit. Am Sonntag wurden die ersten Rettungsteams in Deutschland zurückerwartet. Unterdessen wurden zahlreiche im Himalaya-Gebirge festsitzende Touristen ausgeflogen. Auch vom Mount Everest zogen sich quasi alle Expeditionsteams zurück.

In den am schwersten betroffenen Distrikten Gorkha und Sindupalchowk seien bis zu 90 Prozent der Häuser zerstört worden, berichtete Ocha weiter. Diese bestünden meist aus Lehm und Steinen. In anderen Distrikten seien es 80 Prozent. Es seien inzwischen 7040 Todesopfer registriert worden, teilten die Behörden in der Hauptstadt Kathmandu am Sonntag mit. Die Zahl der Verletzten wurde unverändert mit mehr als 14.000 angegeben.

Die Mitglieder des deutschen Einsatzteams sollten in Frankfurt auf ein Notfall-Nachsorge-Team treffen. Das sechsköpfige Team der Feuerwehrleute von @fire und ihre zwei Rettungshunde hatten in den Dorfregionen nordöstlich von Kathmandu nach Überlebenden gesucht. „Unser Team und unsere Spürhunde sind für die Rettung von Überlebenden ausgebildet, nicht für die Bergung von Toten“, sagte ein Sprecher. Viele entlegene Dörfer seien nur in tagelangen Fußmärschen erreichbar. „Die Suche nach Überlebenden ist hoffnungslos.“

Wer derzeit noch am Mount Everest sei, packe in den kommenden Tagen zusammen, sagte der belgische Bergsteiger Damien François der Deutschen Presse-Agentur aus dem Basislager. Das Lager sehe durch die Lawine aus „wie nach einem Tsunami“. Derzeit räumten die wenigen verbliebenen Bergsteiger und ein Team der indischen Armee die Überreste zusammen, die durch die Druckwelle bis zu einen Kilometer weit geschleudert wurden.

Bei dem gewaltigen Erdbeben am vergangenen Samstag hatten sich im Mount-Everest-Massiv zahlreiche Lawinen gelöst. Dabei kamen mindestens 18 Menschen ums Leben. Die Regierung Nepals erklärte zunächst, den Berg von der Südseite nicht schließen zu wollen. China hingegen hatte schnell alle Klettertouren auf der Nordseite während der Frühlingssaison verboten.

dpa

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