Komplizierte Ermittlungen

Nadeln in Erdbeeren versteckt: Hauptverdächtige bleibt in Haft

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Eine Frau versteckte in Australien Nadeln in Supermarkt-Erdbeeren.

Eine Mitarbeiterin einer Erdbeerplantage soll Nadeln in Erdbeeren versteckt haben. Ihr drohen bis zu 15 Jahre Haft. 

Brisbane - Nach dem Fund von Nadeln in Supermarkt-Erdbeeren in Australien ist die Hauptverdächtige am Montag in Haft genommen worden. Medienberichten zufolge lehnte es ein Gericht in Brisbane im Bundesstaat Queensland ab, die Frau gegen Kaution auf freien Fuß zu setzen - aus Sorge, es könne gegen sie Repressalien geben.

Die Polizei hatte die 50-jährige Vorarbeiterin einer Erdbeerplantage in Queensland nach eigenen Angaben nach "komplizierten und umfassenden Ermittlungen" am Sonntag festgenommen. Am Montag wurde sie einem Richter vorgeführt. Wie die Zeitung "The Australian" berichtete, warf ihr die Staatsanwaltschaft vor, Anfang September Erdbeeren aus "Böswilligkeit" und "Rache" mit Nadeln versehen zu haben. Ein Ermittler sagte vor Journalisten, es gebe "starke" Hinweise auf die Schuld der Festgenommenen, darunter DNA-Spuren.

Mehr als hundert Funde von Nadeln in Erdbeeren in Australien

Steck- und Nähnadeln in Erdbeeren und in anderem verpackten Obst sorgen in Australien seit Wochen für Aufregung. Im September war in Queensland ein Mann nach dem Verzehr von Erdbeeren mit Bauchschmerzen ins Krankenhaus eingeliefert worden. In seinem Magen wurden Stecknadeln gefunden. Landesweit wurden daraufhin mehr als hundert Nadel-Funde in Erdbeeren gemeldet. Es gab sogar einen Fall im benachbarten Neuseeland.

Australische Supermärkte nahmen Erdbeeren daraufhin aus dem Handel, die Früchte landeten tonnenweise auf dem Müll. Der Bundesstaat Queensland setzte eine Belohnung in Höhe von 100.000 australischen Dollar (61.000 Euro) für Hinweise auf den oder die Täter aus. Die australische Regierung verschärfte die Gesetze für solche Taten. Vorgesehen sind nun bis zu 15 Jahre Haft.

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AFP

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