Kein Kontakt

26 Vermisste nach Bergwerksunglück in Russland

Workuta - Nach einer Methangasexplosion in einem russischen Bergwerk wächst die Sorge um 26 noch vermisste Arbeiter. Seit dem Unglück in dem Bergwerk fehle jeder Kontakt zu den Vermissten.

Das teilten die Behörden am Freitag mit. Durch die Explosion war am Donnerstag ein Schacht eingestürzt, vier Bergarbeiter wurden bislang tot geborgen, 80 weitere Kumpel konnten gerettet werden.

Nach Angaben eines Sprechers des Katastrophenschutzministeriums suchten hunderte Bergungskräfte am Freitag nach den Vermissten. Sie sollten im Laufe des Tages weitere Verstärkung erhalten.

Der Betreiberfirma Workutaugol zufolge wurde das Unglück durch eine Methangasexplosion in mehr als 700 Metern Tiefe ausgelöst. Nach Angaben von Katastrophenschutzminister Wladimir Puschkow, der noch am Donnerstag zu dem nördlich des Polarkreises gelegenen Unglücksort geflogen war, arbeiteten die Rettungsteams unter lebensgefährlichen Bedingungen und so gut wie ohne Sicht.

Was genau zu der Explosion führte, war zunächst unklar. Präsident Wladimir Putin beauftragte die Regierung, eine Sonderkommission zu dem Unglück einzuberufen, zudem leiteten Ermittler strafrechtliche Untersuchungen zu möglichen Verletzungen der Sicherheitsbestimmungen ein.

Tödliche Unfälle kommen in russischen Bergwerken häufig vor. Oft sind veraltete Anlagen oder Verstöße gegen Sicherheitsauflagen die Ursache. Im Februar 2013 waren bei einer Explosion in einer anderen Mine in Workuta 18 Menschen ums Leben gekommen.

AFP

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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