Schuld sei die Automobilproduktion

Großkonzern plant Stellenabbau: Müssen 200 Mitarbeiter bald gehen?

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Bis zu 200 Stellen will BASF an seinem Standort in Münster bis 2021 abbauen. 

Acht Prozent müssen gehen: Der Chemiekonzern "BASF Coatings" in Münster entlässt demnächst bis zu 200 seiner rund 2500 Mitarbeiter – trotz eines Milliardenumsatzes im Vorjahr. 

Münster – "Der BASF-Unternehmensbereich Coatings plant, bis zu 200 Positionen an seinem Standort in Münster bis Ende 2021 abzubauen", heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens am Donnerstag. Schuld sei die globale Automobilproduktion, wie msl24.de* berichtet

Die hatte mit 97,3 Millionen produzierten Fahrzeugen laut der Entwicklung der weltweiten Automobilproduktion von Statista bereits 2017 ihren Höhepunkt erreicht. 2018 stieg zwar der Bau von Nutzfahrzeugen an, die Gesamtzahl rutschte jedoch auf 95,6 Millionen ab. Dieser Abwärtstrend ist auch 2019 zu spüren, besonders auf dem europäischen Markt – und hat Auswirkungen auf zahlreiche Unternehmen wie BASF in Münster.

Trotz Milliardenumsatz: Stellenabbau bei BASF in Münster

Der Unternehmensbereich Coatings (zu deutsch: Beschichtungen) machte 2018 einen Umsatz von 3,86 Milliarden – und ist nach eigenen Angaben einer der größten, chemischen Lieferanten für Lacke in der Automobilindustrie. Am Standort in Münster werden Fahrzeugserienlacke und Autoreparaturlacke hergestellt, doch wenn weniger Autos produziert werden, dann müssen auch weniger Fahrzeuge beschichtet werden. Dadurch sinken die Einnahmen bei BASF Coatings. 

Um "in diesem schwierigen Marktumfeld wettbewerbsfähig zu bleiben", sollen bei BASF Coatings bis Ende 2021 bis zu 200 Stellen an dem Standort in Münster (Glasuritstraße 1, Hiltrup) abgebaut werden. Derzeit sind dort rund 2.450 Mitarbeitern beschäftigt. 

Münster: Freiwilligenprogramm bei BASF geplant

Diese Anzahl der Stellen bei BASF in Münster ist – abgesehen von ein paar Schwankungen – in den letzten Jahren konstant geblieben, trotz zahlreicher Aufschwünge und Abwärtstrends in der Automobilproduktion. Nun aber müssen einige Positionen abgeschafft, Ausgaben verringert werden. 

Das Unternehmen will seine "Kunden in den Mittelpunkt stellen, sparen, wo es nötig ist, und gleichzeitig in die Zukunftsfähigkeit unseres Standortes investieren". Das soll über ein Freiwilligenprogramm, welches eng mit dem Betriebsrat von BASF abgestimmt ist, funktionieren. Dieses soll alle Arbeitsbereiche des Standorts in Münster betreffen. Genauere Details sind derzeit allerdings noch nicht bekannt.

Erst vor Kurzem sorgten Zahlen aus der Domstadt für deutschlandweite Aufmerksamkeit: Bei der Europawahl bekam die AfD in Münster nur 4 Prozent – und das zum wiederholten Male. 

Außerdem kam es neulich zu einem schlimmen Unfall bei zwei Verletzten, als eine Frau in Münster ihr Auto wenden wollte – und dabei völlig den Gegenverkehr übersah.

*msl24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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