Mehr als ein Viertel der Inder von Dürre betroffen

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Indische Frauen müssen derzeit weite Wege zurück legen, um an Wasser zu kommen. Große Teile Südasiens und auch Südostasiens leiden derzeit unter einer der schlimmsten Dürreperioden seit Jahrzehnten. Foto: Divyakant Solanki

Neu Delhi (dpa) - Rund 330 Millionen Menschen in Indien sind neuen Regierungszahlen zufolge von einer schweren Dürre betroffen. Das ist mehr als ein Viertel der Bevölkerung des Subkontinents.

Die Bewohner der ausgetrockneten Gebiete hätten weder ausreichend Wasser zum Trinken noch für ihre Felder und Tiere, sagte Avik Saha, Anwalt der politischen Organisation Swaraj Abhiyan. Die Organisation erfuhr die Zahlen von der Regierung in Neu Delhi in einer gerichtlichen Anhörung.

Große Teile Südasiens und auch Südostasiens leiden derzeit unter einer der schlimmsten Dürreperioden seit Jahrzehnten. In Indien fahren Hunderte Tanker und sogar mit Wasser beladene Züge in die Dürreregionen. Allerdings sind bereits 256 von 678 Indiens Distrikten von der Wasserknappheit betroffen. Die Regenzeit beginnt erst in anderthalb bis zweieinhalb Monaten.

Große Teile Indiens sind derzeit von einer gewaltigen Hitzewelle betroffen. Die Temperaturen steigen an zahlreichen Orten auf mehr als 40 Grad, im Osten des Landes oft sogar auf mehr als 45 Grad - und das viel früher als normalerweise.

Dutzende Menschen kamen bereits wegen Dehydrierung und Hitzschlag ums Leben. Ein zwölfjähriges Mädchen etwa sei zusammengebrochen und wenig später gestorben, als es zum Wasserholen stundenlang an einer Handpumpe angestanden habe, berichtete der indische Sender NDTV.

Aktuelles Wetter und Temperaturen in Indien

Bericht der "Times of India"

Bericht von NDTV

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