Schlag gegen die Cosa Nostra

Mafia-Verdacht: 1,6 Milliarden Euro beschlagnahmt

Rom - Hinter einem sizilianischen Familienunternehmen stand in Wirklichkeit die berühmt-berüchtigte Cosa Nostra. Und die muss jetzt einen äußerst schweren finanziellen Verlust hinnehmen.

Die italienische Polizei hat Vermögen einer mutmaßlichen Mafia-Familie im Wert von 1,6 Milliarden Euro sichergestellt. Dies sei "einer der größten jemals beschlagnahmten Werte", teilte die Anti-Mafia-Behörde am Mittwoch in Palermo mit. Betroffen seien unter anderem Unternehmen, Immobilienbesitz und Bankguthaben der sizilianischen Familie Virga.

Die im Visier der Ermittler stehenden Verdächtigen sind alle fortgeschrittenen Alters. Es handelt sich den Angaben zufolge um den 66-jährigen Carmelo Virga, seine 78 und 71 Jahre alten Brüder Vincenzo und Francesco sowie seine Schwestern Anna und Rosa im Alter von 76 beziehungsweise 68 Jahren. Ihr Familienunternehmen soll von der Mafia unterstützt worden und mit deren Hilfe beispielsweise an lukrative öffentliche Bauaufträge gekommen sein.

Mit Hilfe des Mafia-Clans machten die Virgas nach Informationen des Fernsehsenders RaiNews rasante Karriere. Noch in den 80er Jahren seien die Geschwister alle einfache Landarbeiter gewesen.

afp

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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