Lauf-Experte: Übertriebener Elternehrgeiz schadet Kindern

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Ein kleiner Junge nimmt am 31.12.2015 mit einem Erwachsenen beim Bambinilauf des Silvesterlaufs in Hannover teil. Foto: Julian Stratenschulte/Archiv

Berlin (dpa) - Übertriebener sportlicher Ehrgeiz von Eltern schadet nach Meinung eines Laufexperten den Kindern und fördert bei ihnen eine Null-Bock-Haltung.

Bei Bambini-Läufen komme es auf etwas anderes an: "Einfach dabei sein, Spaß haben und die Kinder nach ihrem Gusto laufen lassen", sagte einer der erfolgreichsten deutschen Marathon-Läufer, Herbert Steffny, in Titisee-Neustadt der Deutschen Presse-Agentur.

Am vergangenen Wochenende hatte es im österreichischen Linz einen Kinder-Lauf für Drei- bis Vierjährige gegeben, bei dem Eltern ihre unwilligen Sprösslinge ins Ziel zerrten. Nach einem Foto von der Szene und Kritik am Verhalten der Eltern hat der Veranstalter angekündigt, dass es den Lauf in dieser Form nicht mehr geben wird.

"So ein früher Leistungsdruck kann vor allem zur Folge haben, dass die Kids keinen Bock mehr aufs Laufen haben, weil sie da sicherlich schon traumatisiert wurden", sagte Steffny. Ebenso kritisierte er überbehütende Helikopter-Eltern: "Durch das Mama-Taxi kommt das alltägliche Laufen viel zu kurz." Das sei ähnlich problematisch für kleine Kinder wie hoher Erwartungsdruck.

"Kurier"-Bericht

Webseite Herbert Steffny

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