Bewohner können nach Hause

Kriegsbombe in Köln entschärft

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Die Polizei sperrt während der Bombenentschärfung eine Straße in Köln ab. Foto: Roland Weihrauch

Es war eine Mammutaufgabe, die die Stadt Köln zu bewältigen hatte: Wegen eines Bombenfunds in Poll wurden rund 10.000 Menschen aus ihren Häusern evakuiert. Das Ganze dauerte länger als gedacht. Am frühen Donnerstag konnte der Blindgänger endlich entschärft werden.

Köln (dpa) - Nach dem Fund einer 20-Zentner-Kriegsbombe in Köln-Poll ist der Blindgänger in der Nacht zum Donnerstag entschärft worden. Alle Beschränkungen seien aufgehoben, teilte die Stadt mit. Die Anwohner könnten wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Laut Polizei sei auch die Autobahn 4 wieder frei.

Weil sich die Evakuierung mit einem Radius von einem Kilometer als besonders aufwendig erwies, hatte sich der Start der Entschärfung mehrere Male verzögert. Rund 10.000 Bewohner mussten ihre Wohnungen verlassen, darunter auch kranke und alte Menschen, die aus ihren Häusern und Wohnungen transportiert werden mussten. Betroffen waren auch Alteneinrichtungen und Flüchtlingsunterkünfte.

Für die Bewohner hatte die Stadt drei Anlaufstellen eingerichtet: Eine Kaserne und zwei Schulen. Insgesamt wurden 1000 Menschen in den Einrichtungen untergebracht und mit Getränken und Snacks versorgt. Gut 100 Einsatzkräfte des Ordnungs- und Verkehrsdienstes waren vor Ort. Auch das Deutsche Rote Kreuz, die Polizei, Feuerwehr und Bundeswehr unterstützten mit vielen Mitarbeitern die Aktion. Alles sei professionell und routiniert abgelaufen, berichteten Augenzeugen in der Kaserne. Die Stimmung sei entspannt gewesen. Lange Schlangen habe es nicht gegeben.

Die Bundesautobahn A4 war zwischen Vingst und Köln-Süd gesperrt. Außerdem waren die Straßenbahnlinie 7 und eine Güterstrecke von der Sperrung betroffen.

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