Protest

Klimastreik: Baerbock demonstriert - Laschet und Scholz kommentieren

In Köln findet heute wie in anderen deutschen Städten der Klimastreik statt. Auch Annalena Baerbock ist vor Ort.
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In Köln findet heute wie in anderen deutschen Städten der Klimastreik statt. Auch Annalena Baerbock ist vor Ort.

Am Freitag demonstrieren zahlreiche Menschen für eine neue Klimapolitik in Deutschland: In vielen Städten organisiert Fridays for Future den Protest.

+++ 14.45 Uhr: Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet hat angesichts der Demonstrationen der Initiative Fridays for Future mehr Tempo beim Klimaschutz versprochen. Laschet sagte am Freitag in einer Botschaft auf Instagram, Fridays for Future sei heute an vielen Orten für das Klima unterwegs. „Für die CDU ist ganz klar, nicht erst seit heute: Deutschland muss beim Klimaschutz schneller und besser werden.“ Das Ziel sei, weltweit so schnell wie möglich Klimaneutralität zu erreichen. Dies sei eine Aufgabe, die nur global gelöst werden könne.

„Wir in Deutschland müssen zeigen, dass wir die schnellsten sind, dass wir die besten sind, dass wir die besten Technologien haben, um unsere gesamte Wirtschaft umzustellen auf Klimaneutralität.“ Zugleich müssten Arbeitsplätze erhalten werden. Laschet verwies außerdem darauf, dass Deutschland aus der Braunkohle aussteige. Im nächsten Jahr würden weitere Kraftwerke abgeschaltet. „Auch hier brauchen wir mehr Tempo.“

Klimastreik: Laschet und Scholz äußern sich

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat die Proteste für mehr Klimaschutz als richtig bezeichnet. Scholz schrieb am Freitag auf Twitter, er sei dankbar für das Engagement von Fridays for Future. Sie hätten mitgeholfen, dass Klimaschutz oben auf der Agenda stehe. „Ich sage ausdrücklich: Dass heute #Klimastreik ist, ist richtig.“ Klimapolitik gehöre zu den wichtigen Themen, über die bei der Wahl entschieden werde. Die Aktivisten von Fridays for Future haben für diesen Freitag zu einem weltweiten Protest für mehr Klimaschutz aufgerufen. Sie gehen auf die Straße, um von den politisch Verantwortlichen eine ambitioniertere Klimaschutzpolitik zu fordern. Auch in Deutschland setzen die Klimaschützer zwei Tage vor der Bundestagswahl ein deutliches Zeichen.

+++ 13.00 Uhr: Annalena Baerbock* hat an der Demonstration von Fridays for Future in Köln teilgenommen. Die Grünen*-Kanzlerkandidatin kam unangekündigt zu einem der Treffpunkte für den sogenannten Klimastreik der Umweltbewegung. Am Nachmittag wird Baerbock zum bundesweiten Wahlkampfabschluss ihrer Partei in Düsseldorf erwartet.

Bundesweit hat die Organisation etwa 450 Aktionen geplant – so auch in Hamburg: Dort sind Tausende dem Aufruf von Fridays for Future zu einer Großdemonstration für wirksame Maßnahmen zur Bewältigung der Klimakrise gefolgt. Sie versammelten sich am Mittag auf der Willy-Brandt-Straße, von wo aus ein Demonstrationszug unter dem Motto „#AllefürsKlima“ durch die Innenstadt führen sollte. Angemeldet waren bis zu 20.000 Teilnehmer. Unterstützt wurden die jungen Klimaschützer unter anderem von prominenten Musikern wie Zoe Wees, Jan Delay, AnnenMayKantereit, die bei der Auftakt- und Abschlusskundgebung auftreten sollen.

Klimastreik: Hunderte Demonstrationen in Deutschland - Greta Thunberg spricht in Berlin

Erstmeldung vom Freitag, 24.09.2021, 9.00 Uhr: Berlin/Frankfurt – Die Bewegung Fridays for Future ruft am Freitag (24.09.2021) zum Klimastreik kurz vor der Bundestagswahl 2021* auf. An rund 400 Standorten in Deutschland sollen laut Angaben der Organisation Demonstrationen stattfinden. Starten sollen diese gegen Mittag. Gegen 12.00 Uhr werden beispielsweise rund 20.000 Menschen in Berlin vor dem Reichstagsgebäude erwartet. Dort ist Klimaaktivistin Greta Thunberg* als Rednerin angekündigt.

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Auch in Frankfurt wollen sich zahlreiche Menschen für den Klimastreik versammeln.* Zudem sind Veranstaltungen in Hamburg und München geplant. Dass viele Schülerinnen und Schüler am Freitag für das Klima demonstrieren, sieht der deutsche Lehrerverband kritisch: „Wir lehnen es ab, dass die Schulpflicht zugunsten politischer Aktionen - etwa im Rahmen eines sogenannten Klimastreiks - aufgehoben wird“, sagte Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Verbandes, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Er begründete dies mit der Gefährdung der politischen Neutralität des Staates, der für den Schulbetrieb verantwortlich sei.

Klimastreik in Deutschland: Lehrerverband kritisiert Demonstrationen

Es stelle sich ansonsten die Frage, für welche politischen Aktionen man schulfrei bekommen würde und für welche nicht, erklärte Meidinger. „Darf man dann auch bei einer Demo gegen den Welthunger [...] schulfrei nehmen?“, fragte er. „Die Schule darf nicht zwischen „guten“ erlaubten und „schlechten“ unerlaubten Aktionen unterscheiden.“ (tu/ebb mit dpa/AFP/epd) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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