1,9 Millionen verdient

Krematorium verkauft Zahngold der Toten weiter - Prozess wegen Steuerhinterziehung

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Bestattung

Die Verantwortlichen eines Krematoriums müssen sich vor Gericht verantworten, weil sie Zahngold der Toten weiterverkauft haben sollen. Der Vorwurf: Steuerhinterziehung.

Augsburg - Knapp 1,9 Millionen Euro sollen Verantwortliche eines Krematoriums am Zahngold von Toten verdient haben. Weil sie die Einnahmen angeblich nicht ordnungsgemäß versteuert haben, müssen sich der Geschäftsführer und der Betriebswart des Kemptner Unternehmens vom heutigen Mittwoch (10.00 Uhr) an vor dem Amtsgericht Augsburg verantworten.

Das Zahngold sowie sogenannte Substitutiv-Implantate wie medizinische Prothesen sollen von der Asche getrennt und an eine Verwertungsfirma verkauft worden sein. Zwischen 2014 und 2016 entstand laut Anklage dem Fiskus ein Schaden von knapp 340 000 Euro. Dem Geschäftsführer wird daher Steuerhinterziehung in neun Fällen vorgeworfen, dem Mitangeklagten Beihilfe dazu.

Auch im vergangenen Jahr stand ein Krematorium im Fokus von Ermittlungen: Die Staatsanwaltschaft in Regensburg ermittelte gegen Mitarbeiter des Krematoriums, weil sie Körperteile, aber auch Beutel mit Gewebe- und Blutproben illegal entsorgt beziehungsweise mitverbrannt haben sollen.

dpa

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