Kurioser Vorschlag

Japan: Politiker will löchrige Präservative an Jungverheiratete verteilen

Mit einem kontroversen Vorschlag zur Anhebung der Geburtenrate hat ein japanischer Politiker für einen Skandal gesorgt.

Der Vertreter der Gemeindeversammlung von Shinshiro, Tomonaga Osada, hatte während einer Sitzung im vergangenen Monat vorgeschlagen, löchrige Kondome an jungverheiratete Paare auszugeben, wie lokale Medien am Freitag berichteten. Zudem schlug er vor, heimische Jamswurzeln zu verteilen, die in Japan als sexuell anregend gelten. Im Rathaus gingen daraufhin empörte Anrufe ein.

In der Zeitung "Mainichi Shimbun" entschuldigte sich Osada für seinen "erbärmlichen" Vorschlag. Auf keinen Fall habe er damit kinderlose Paare kritisieren oder beleidigen wollen, sagte der 49-Jährige.

Erst im vergangenen Monat war eine Lokalpolitikerin in Tokio während einer Verwaltungssitzung wegen ihrer Kinderlosigkeit so heftig angegriffen worden, dass sie in Tränen ausbrach. Japan hat eine der niedrigsten Geburtenraten der Welt. Die Folgekosten der alternden Gesellschaft belasten Wirtschaft und Regierung des Landes gleichermaßen.

AFP

Rubriklistenbild: © picture-alliance / dpa/dpaweb

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