Nach Tanzverbot

Corona-Inzidenz: Griechenland verbannt Ungeimpfte aus Restaurants

Griechenland führt Impfpflicht für Gesundheitspersonal ein und lässt nur noch Geimpfte in Innenräume von Restaurants und Lokalitäten. Was bedeutet das für Urlaub?

Athen – Ungeimpften Urlaubern könnte der griechische Wein bald im Halse stecken bleiben. Denn aufgrund der zunehmenden Inzidenz in Griechenland kommen neue Corona-Maßnahmen auf Touristen und Einheimische zu, die noch keine vollständige Covid-19-Impfung in ihrem digitalen Impfpass nachweisen können.

Land:Griechenland
Hauptstadt:Athen
Fläche:131.957 km²
Bevölkerung:10,72 Millionen (2019) Eurostat
Inseln (Inselchen, Eilande, Felseninseln, Felsen und Riffe): 3054

Soll heißen: Ungeimpften bleibt der Eintritt in Innenräumen von Restaurants und Kulturhäusern versagt. Somit könnte sich das Lauschen von griechischer Musik und das Speisen von traditionellen Gerichten ab sofort schwierig gestalten. Glücklicherweise spielt sich das Leben im sonnenverwöhnten Griechenland aber größtenteils draußen ab. Dennoch ist dieser Schritt auch für Party-affine Urlauber ein Corona-Schlag ins Gesicht, obwohl das Tanzverbot für Urlauber und Einheimische in Bars und Clubs bereits beschlossene Sache war.

Inzidenz in Griechenland: Premierminister Kyriakos Mitsotakis präsentiert neue Corona-Regeln – Impfpflicht für Gesundheitspersonal

Die neue Corona-Regelung präsentierte der griechische Premierminister Kyriakos Mitsotakis (53) noch am Montagabend, 12. Juli 2021. Darüber hinaus erklärte er, dass sich Beschäftigte im Gesundheitssektor und in der Altenpflege wie in Frankreich zudem künftig verpflichtend einer Covid-19-Impfung unterziehen müssen. Falls das nicht der Fall sein sollte, könnte einer Freistellung von der Arbeit drohen.

„Wir werden das Land wegen der Haltung einiger nicht wieder schließen“, machte der Premier bei seiner Ansprache im Staatsfernsehen klipp und klar, dass eine Null-Toleranz-Schiene gegenüber Impfverweigerern gefahren wird.

Impfpflicht für Mitarbeiter im Gesundheitssektor: Premier Mitsotakis gibt Begründung und spricht von doppelter Bedrohung

Die Begründung folgte direkt auf dem Fuße. Einleuchtend und sinnvoll gleichermaßen: Die Patienten auf den Intensivstationen seien „zu 99 Prozent nicht geimpft“, erläuterte Mitsotakis die Entscheidung. Denn Griechenland sehe sich wie auch andere Länder einer doppelten Bedrohung ausgesetzt: der aggressiveren Delta-Variante des Coronavirus* und ungeimpften Menschen. „Dabei ist nicht Griechenland gefährdet, sondern die Ungeimpften sind es“, machte Mitsotakis seinen Standpunkt deutlich.

Die Impfpflicht gilt künftig übrigens auch für alle Wehrpflichtige.

Corona-Lockerung zurückgenommen: Die Entwicklung der Inzidenz in Griechenland trägt Verantwortung

Die Aufhebung der erst kürzlich beschlossenen weitreichenden Corona-Lockerungen war notwendig gewesen, da die Inzidenz in Griechenland sich in den vergangenen zehn Tagen in einem deutlichen Aufwärtstrend befindet. Die Zahl der Neuinfektionen beläuft sich am Dienstag, 13. Juli 2021, auf 2063, während die Inzidenz 133,4 beträgt. Hinzu kamen 10 Todesfälle, die im Zusammenhang mit Covid-Sars-2 standen.

Auf der einen Seite hören sich diese Corona-Infektionszahlen nicht so dramatisch an, jedenfalls im Vergleich mit dem Vereinigten Königreich, den Niederlanden oder Spanien. Denn obwohl Großbritannien eine Inzidenz von weit über 320 aufweist, hat die Regierung um Premierminister Boris Johnson die Aufhebung von fast allen Corona-Maßnahmen beschlossen.

Griechenland: Club-Eintritt nur noch für Geimpfte. (kreiszeitung.de Montage)

Ein Beispiel, dem die griechische Regierung nicht folgt, sondern einen ähnlichen Weg einschlägt wie zwei andere europäische Länder, die mit einer ähnlichen Entwicklung bei der Inzidenz zu kämpfen haben. Die Niederlande beispielsweise macht wieder dicht, während in Spanien beziehungsweise die Region Katalonien inklusive der Metropole Barcelona nachts Strände und Bars schließt.

Inzidenz in Griechenland steuert auf die kritische 200er-Marke zu – Quarantänepflicht nach Urlaub auf Kreta, Korfu oder Rhodos?

Noch ist die kritische 200er-Marke bei der Inzidenz in Griechenland nicht erreicht, aber der Trend steuert mit Sieben-Meilen-Stiefeln darauf zu, wenn man die Entwicklung der vergangenen Tage ins Auge fasst. Deshalb sollten Griechenland-Urlauber das jetzt wissen*. Denn schließlich könnte es auch für deutsche Griechenland-Urlauber auf den Sonneninseln wie Kreta, Korfu, Rhodos sowie Santorin deutlich unangenehmer werden.

In der heimischen Bundesrepublik könnte schließlich nach dem Urlaub in Griechenland die angeordnete Quarantänepflicht der Gesundheitsämter warten. Auch, wenn eine Portugal-Urlauberin gerade erst erfolgreich vor dem Verwaltungsgericht dagegen geklagt hatte. * kreiszeitung.de und wa.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Naki Kouyioumtzis/Andrey Popov/IMAGO

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