Hohe Geldstrafe droht

Wer seinen Hund vegetarisch ernährt, riskiert in England eine Gefängnis-Strafe

Ein Hund bekommt eine Möhre
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So mancher Hund gönnt sich auch mal eine Möhre.

Für seinen Hund tut so mancher Mensch fast alles. Doch nicht immer ist gut gemeint auch gut gemacht. In England gibt es daher für Hundehalter ein hartes Gesetz.

London – Schon im 16. Jahrhundert soll der niederländische Gelehrte Erasmus von Rotterdam in einem seiner Texte den Hund* als besten Freund des Menschen bezeichnet haben. Dass viele Hundehalter ihren Liebling mitunter sehr vermenschlichen, ist häufig zu beobachten.

Doch nicht alles, was für den Menschen gut ist, sollte auch einem Hund zuteilwerden. In England* müssen Hundehalterinnen und Hundehalter auf der Hut sein. Denn wer dort in Sachen Ernährung seine eigenen Essgewohnheiten auf sein Haustier überträgt, könnte dafür so richtig zur Kasse gebeten werden. Zumindest dann, wenn man seinen Hund zum Vegetarier machen möchte.

Schon seit dem Jahr 2007 kommt in England (wie auch in Wales) der sogenannte „Animal Welfare Act“ zur Anwendung. Das Gesetz stellt den Tierschutz sicher, neben anderen Aspekten wird hier auch die richtige Ernährung von Hunden* geregelt.

Hund vegetarisch ernähren? In England droht per Gesetz eine Geldstrafe von 20.000 Pfund

Laut „Animal Welfare Act“ müssen Hundebesitzerinnen und -besitzer ihren Vierbeinern ein „angemessenes“ Futter besorgen. Eine rein vegetarische Ernährung fällt dem Gesetzestext zufolge nicht darunter. Wer seinem Hund trotzdem kein Fleisch zu futtern gibt, muss mit einer Geldstrafe rechnen – und die kann mit bis zu 20.000 Pfund (umgerechnet knapp 23.700 Euro) äußerst hoch ausfallen. Im schlimmsten Fall droht dem Hundebesitzer sogar der Knast, wenn Hunde kein Fleisch bekommen.

Anmerkung der Redaktion

Dieser Artikel wurde ursprünglich am 22. Oktober 2021 veröffentlicht. Da er für unsere Leser noch immer Relevanz besitzt, hat die Redaktion ihn aktualisiert.

Eine Mitarbeiterin des britischen Tierarztverbandes klärte über die genauen Hintergründe auf. Zwar sei die vegetarische Ernährung eines Hundes grundsätzlich in Ordnung, sagte Tierärztin Daniella Dos Santos LADbible.com. Allerdings besser nur in Maßen. Nicht jede Rasse komme ganz ohne Fleisch aus.

Hunde-Futter: Besser ausgewogen ernähren als ganz ohne Fleisch

Bei einigen Hunderassen könnte eine fleischlose Ernährung zu Verdauungsprobleme führen. Aufgrund des Umstandes, dass Hunde einen kurzen Darmtrakt haben, ergeben sich für die Tiere mitunter Probleme, Nahrung mit viel Ballaststoffen gut zu verdauen. Im Vergleich zu Fleisch dauert bei Hunden die Nährstoffaufnahme bei Obst und Gemüse deutlich länger.

Um seinem Hund gerecht zu werden, sollte man also eher auf eine ausgewogene Ernährung setzen. Bekommt der Hund ausschließlich vegetarisches Futter, setzt dies laut Veterinärin Dos Santos ein hohes Maß an Kenntnissen bei Halterin oder Halter voraus. Fehler sind ähnlich wie bei der Hundeerziehung* schnell gemacht, auch unbeabsichtigt. Dem will das Tierschutzgesetz vorgreifen. Aus diesem Grund ist die rein vegetarische Hunde-Ernährung per Strafe verboten. Zum Wohl der Tiere. (kh) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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