Versuchter Mord aus Trennungsschmerz

Harthausen-Prozess: Anklage fordert lebenslang

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Der Angeklagte vor Gericht.

Frankenthal - Er verkraftete eine Trennung nicht, deshalb soll der Angeklagte eine Gasexplosion ausgelöst haben. Jetzt fordert die Staatsanwaltschaft eine hohe Freiheitsstrafe.

Im Prozess um die schweren Gasexplosionen im pfälzischen Harthausen hat die Staatsanwaltschaft für den Hauptangeklagten unter anderem wegen versuchten Mordes eine lebenslange Haftstrafe gefordert. Der 41-Jährige habe auf dem Gelände eines Flüssiggashändlers zwei Lastwagen angezündet und den Tod des Unternehmers und seiner Familie in Kauf genommen, sagte Staatsanwalt Benjamin Mais am Donnerstag vor dem Landgericht Frankenthal.

Nach der Tat kam es am 28. September vergangenen Jahres auf dem Gelände zu mehreren Explosionen und Bränden. 17 Feuerwehrleute wurden verletzt, einige schwer. Die Anklage beruht weitgehend auf den Aussagen der 27-jährigen Mitangeklagten, der Mann schweigt.

Der Angeklagte sei sauer gewesen, weil die Tochter des Gashändlers, die auch auf dem Gelände schlief, sich von ihm getrennt hatte und er sich bei dem Unternehmer deshalb nicht habe ins gemachte Nest setzen können, sagte Mais. Der 41-Jährige habe sich außerdem der Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion und der gefährlichen Körperverletzung in 17 Fällen schuldig gemacht. Für die Mitangeklagte forderte Mais drei Jahre und neun Monate Haft. Sie hatte gestanden, bei der Brandstiftung geholfen zu haben.

dpa

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