Hannover: Hausbesitzer erschießt mutmaßlichen Einbrecher

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Nur ein Schuss fiel. Foto: Christian Elsner

Ein Hausbesitzer hört Geräusche auf seinem Grundstück und stößt auf drei Unbekannte. Er bemerkt eine Waffe und schießt dann selbst. Ein junger Mann stirbt.

Hannover (dpa) - Ein Werkstattinhaber hat in Hannover einen 18-jährigen mutmaßlichen Einbrecher erschossen. Der 40-Jährige hatte in der Nacht zum Dienstag laut Polizei nach eigenen Angaben Geräusche auf seinem Grundstück gehört.

Draußen war er demnach auf drei Unbekannte gestoßen, von denen einer bewaffnet gewesen sein soll. Daraufhin holte er seine eigene Waffe aus dem Haus und gab einen Schuss ab. Der Mann wurde vorläufig festgenommen. Seine Vernehmung sollte klären, ob er aus Notwehr handelte oder ob Untersuchungshaft wegen des Verdachts auf Totschlag beantragt wird, wie Oberstaatsanwalt Thomas Klinge mitteilte.

Der 40-Jährige habe als Sportschütze legal über mehrere Waffen verfügt, sagte Klinge. Der Schütze war zusammen mit seiner Lebensgefährtin und einem Kind in seinem Haus, das unmittelbar an die Werkstatt in einer ehemaligen Tankstelle angrenzt.

Die unbekannten mutmaßlichen Einbrecher flüchteten zu Fuß in verschiedene Richtungen. Der Werkstattinhaber alarmierte nach dem Griff zur Waffe die Polizei. Der angeschossene 18-Jährige rannte den Angaben zufolge noch in eine nahe gelegene Straße und brach dort zusammen. Er wurde reanimiert und in einem Krankenhaus operiert, wo er kurz darauf starb.

Von den anderen beiden mutmaßlichen Einbrechern fehlte auch am Dienstagnachmittag noch jede Spur. Die Polizei suchte sie mit einem Großaufgebot und einem Hubschrauber. "Wir hoffen, dass sie sich melden, um Licht ins Dunkel zu bringen", sagte Klinge. Für die Justiz war das Opfer ein unbeschriebenes Blatt, ebenso wie der Werkstattinhaber.

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