„Besonders schlimm“

Blick nach Australien bereitet Sorgen: Kommt ähnliche Grippewelle nach Deutschland?

Aufgrund der Corona-Maßnahmen gab es die letzten Jahre keine richtigen Grippewellen. In Australien zeigen sich nun erste Folgen davon. Deutschland könnte es ähnlich ergehen.

Canberra - Um die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland einzudämmen, wurden in den letzten Jahren besonders in den Herbst- und Wintermonaten teils stark kontakteinschränkende Maßnahmen gezogen - so auch in anderen Ländern. Das hatte jedoch zur Folge, dass nicht nur das neuartige Virus, sondern auch andere Virusarten bekämpft wurden und seit Ausbruch der Pandemie Phänomene wie die Grippewelle nicht mehr richtig auftraten. Australien holt diese Welle deshalb nun schwerer als in den letzten Jahren ein.

Grippe in Australien: Premierministerin spricht von „besonders schlimmer“ Saison

Wie die australische Nachrichtenseite ABC News berichtet, habe die Premierministerin von Queensland, Annastacia Palaszczuk, vor einer „besonders schlimmen“ Grippesaison in diesem Jahr gewarnt. Es sei davon auszugehen, dass sie ähnlich wie bereits im Jahr 2017 verlaufen könnte. Darauf lassen die Zahlen des australischen Gesundheitsministeriums schließen: Im Jahr 2021 wurden bis zum November insgesamt nur 598 bestätige Fälle von Grippeinfektionen in Australien erfasst. In diesem Jahr hingegen sind es bereits knapp über 5.000 Fälle - und das nur bis Mai.

Ein Grund, der in diese Zahlen mit reinspielt, könnte möglicherweise auch auf insgesamt mehr durchgeführten Testungen zurückzuführen sein. Palaszczuk drängt trotzdem zu einem schnellen Handeln, da weiterhin mit weiter steigenden Zahlen gerechnet wird.

Grippewelle in Australien - was erwartet Deutschland?

Nun könnte auch für Deutschland das Risiko im Raum stehen, dass die nächste Grippewelle im Herbst deutlich schwerer ausfallen wird als in den letzten Jahren. Das Paul-Ehrlich-Institut hatte Ende März noch einen Beitrag veröffentlicht, in dem es heißt, dass „derzeit die Anzahl der vorbestellten Impfstoffdosen noch signifikant von dem ermittelten Bedarf für die kommende Grippesaison abweicht“. Wie stark die Grippewelle werden könnte, steht darin jedoch nicht.

Das Robert-Koch-Institut berichtet derweil von einer „gering erhöhten Influenza-Aktivität in Deutschland“ seit Anfang Mai, insgesamt bliebe die Influenza-Aktivität aber niedrig. Damit bleibt erst einmal abzuwarten, was die Aktivität nach den warmen Sommermonaten in Deutschland bringt. (nz)

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Rubriklistenbild: © Peter Kneffel/dpa

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