Wegen Schiffsblockade

US-Gericht verhängt Geldbuße gegen Greenpeace

Juneau - Wegen einer Protestaktion gegen den Öl-Konzern Shell in den USA droht der Umweltschutzorganisation Greenpeace eine empfindliche Geldstrafe.

Eine Bundesrichterin im US-Bundesstaat Alaska entschied am Donnerstag, dass die Aktivisten für jede weitere Stunde, die sie die Abfahrt eines Eisbrechers blockieren, 2500 Dollar (2260 Euro) zahlen müssen, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Das Schiff liegt derzeit wegen Reparaturarbeiten im Hafen von Portland im US-Bundesstaat Oregon vor Anker. Mehrere Umweltschützer hatten sich am Mittwoch von einer Brücke abgeseilt, um das Auslaufen des Eisbrechers zu verhindern.

Sollten die Aktivisten ihre Aktion fortsetzen, erhöht sich die Geldbuße kontinuierlich. Von Sonntag an würden dann 10.000 Dollar pro Stunde fällig, wie der Sender KGW News berichtete. Greenpeace hatte angekündigt, dass die Aktivisten, die dem Schiff auch mit Kajaks den Weg versperrten, mehrere Tage durchhalten wollen. Die Umweltschützer wollen Ölbohrungen in der Arktis verhindern. Shell ist dafür auf den Eisbrecher angewiesen, das Schiff hat auch wichtige Teile der dafür nötigen Ausrüstung an Bord.

Umweltschützer lehnen Bohrungen nach fossilen Brennstoffen in der Arktis ab, da sie negative Folgen für die Tierwelt am Nordpol fürchten. Ungeachtet der Proteste hatte die US-Regierung dem Energieriesen Shell im Mai unter Auflagen Öl- und Gasbohrungen in der Arktis erlaubt.

AFP

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