Skrupellose Tat

Frau tötet Verlobten – dann lebt sie zwei Monate mit seiner Leiche

Im US-Bundesstaat Georgia lebte eine Frau zwei Monate mit der Leiche ihres Verlobten zusammen. (Symbolbild)
+
Im US-Bundesstaat Georgia lebte eine Frau zwei Monate mit der Leiche ihres Verlobten zusammen. (Symbolbild)

Eine Amerikanerin tötet ihren fast 40 Jahre älteren Verlobten. Sie bewahrt seinen Körper ganze zwei Monate im gemeinsamen Haus auf.

Hall County – Jeder Mord ist schrecklich. Doch dieser ist ganz besonders skrupellos: Denn nachdem die 46-jährige Tabitha Zelida Wood in Georgia in den USA ihren 82-jährigen Partner Leroy Frankling Kramer Jr. ermordet hatte, lebte sie noch ganze zwei Monate zusammen mit seiner Leiche im Haus.

USA: Frau schläft neben totem Verlobten

Laut wsbtv.com, einer amerikanischen Nachrichten-Seite, wurde die Stieftochter des Ermordeten im Juni 2022, als Erstes auf das Verschwinden des Mannes aufmerksam. Sie hatte bereits einige Monate keinen Kontakt zu Kramer und verständigte daraufhin die Polizei. Die Beamten rückten an, fanden letztlich den leblosen Körper des Mannes. Seine Partnerin jedoch erzählte, dass er bereits in der ersten April-Woche gestorben sei. Seitdem lebe sie mit der Leiche zusammen.

Wie gainesvilletimes berichtet, schlief die 45-Jährige ganze drei Tage neben dem Toten. „Nachdem ich drei Tage neben ihm geschlafen habe, kam ich wieder zu Sinnen. Er ist tot und ich konnte es nicht akzeptieren“, so die Frau.

Makaberer Todesfall vor Gericht: Angeklagte erzählt dramatische Geschichten

Tabitha Wood behauptet vor Gericht, sie hätte ihren Partner nicht getötet. Er hätte sich seit langem gewaltvoll ihr gegenüber verhalten. Misshandlungen mit einem Gürtel wären nicht selten gewesen, um die Frau zu sexuellen Handlungen zu zwingen. Eines Tages eskalierte der Streit und sie gab ihm einen Tritt in die Rippen. Daraufhin hätte der 82-Jährige mit dem Tod gedroht. Wood rannte aus dem Haus und versteckte sich in der Einfahrt, bis es wieder Tag wurde.

Am Morgen, so Wood, hätte sie ihn in derselben Position vorgefunden, wie nach dem Streit. Das Blut rann ihm aus der Nase. Sie hätte Angst gehabt, dass niemand ihr glauben würde und dass die Polizei sie erschießen würde, wenn sie den toten Mann vorfinden. Deshalb hätte sie ihn im Haus versteckt. So erzählt Tabitha Wood die Geschichte jedenfalls in ihrer Aussage vor Gericht.

Obduktion der Leiche: Stumpfe Gewalteinwirkung als Todesursache

Doch die Obduktion ergab eine Tötung. Die Todesursache: stumpfe Gewalteinwirkung. Kann also wirklich ein Tritt in die Rippen der Grund für den Tod des 82-Jährigen gewesen sein? Nein, sagen ganz klar die Verletzungen, die letztlich zum Tod des 82-Jährigen führten. Kramer soll traumatische Verletzungen an Hals und Brust erlitten haben. Außerdem wurden das Zungenbein im Hals des Verstorbenen sowie sein Schilddrüsenknorpel schwer beschädigt.

Auch die Geschichten, die die 46-jährige Wood anderen erzählt hatte, stimmen nicht mit ihren Aussagen vor Gericht überein. Denn mehreren Personen erzählte sie, ihr Verlobter hätte sich das Leben genommen oder er sei umgezogen. Zudem wird sie beschuldigt, den Toten beklaut zu haben. Bankdaten zeigen dies. Letztlich wurde Wood nun schuldig gesprochen – wegen des vorsätzlichen Mordes, des schweren Mordes, der Ausbeutung einer älteren Person, der Verheimlichung des Todes einer Person, des Diebstahls von Finanztransaktionskarten sowie der schweren Körperverletzung einer Person über 65-Jahren.

Damit könnte ihr nun sogar die Todesstrafe drohen, denn im Bundesstaat Georgia ist diese legal. Trotzdem ist sie in der ganzen USA höchst umstritten. Ein Gouverneur will in seinem Bundesstaat derweil keine Hinrichtungen zulassen. Auch in Deutschland schockierte gerade erst ein Mord das ganze Land: die Tötung der 12-jährigen Luise durch Gleichaltrige. Nach Luises Tod wurden die Identitäten der mutmaßlichen Täterinnen trotz aller Warnungen auf TikTok enthüllt.

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Mann versucht, Zehnjährigen vor Zug zu stoßen – Passant wird zum Helden
Mann versucht, Zehnjährigen vor Zug zu stoßen – Passant wird zum Helden
Mann versucht, Zehnjährigen vor Zug zu stoßen – Passant wird zum Helden
Ergebnis der heutigen Newsletter-Umfrage
Ergebnis der heutigen Newsletter-Umfrage
Geheimagenten ertrinken bei Party im Lago Maggiore – war das Touristenboot völlig überladen?
Geheimagenten ertrinken bei Party im Lago Maggiore – war das Touristenboot völlig überladen?
Geheimagenten ertrinken bei Party im Lago Maggiore – war das Touristenboot völlig überladen?
Rostock: Polizei schießt auf Angreifer mit Messer – Schüsse in Bein und Oberkörper
Rostock: Polizei schießt auf Angreifer mit Messer – Schüsse in Bein und Oberkörper
Rostock: Polizei schießt auf Angreifer mit Messer – Schüsse in Bein und Oberkörper

Kommentare