Ermittlungen nach Befreiung von eingesperrter Frau

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Beamte der Spurensicherung vor dem Haus in Rosenheim: Die Polizei hatte hier eine völlig verwahrloste, geistig behinderte Frau aus einer Wohnung befreit. Foto: Sven Hoppe

Rosenheim (dpa) - Einen Tag nach der Befreiung einer völlig verwahrlosten, geistig behinderten jungen Frau aus einer Wohnung in Rosenheim steht die Polizei vor langwierigen Ermittlungen.

"Die Kripo untersucht nun die Hintergründe der Tat", sagte Polizeisprecher Stefan Sonntag.

Vor allem müsse herausgefunden werden, wie lange die inzwischen 26-Jährige auf diese Weise in der Dachgeschosswohnung lebte "und ob sie tatsächlich eingesperrt war", sagte Sonntag. Beamte hatten gestern das verschlossene Zimmer der Frau aufgebrochen, nachdem sich die Mutter unmittelbar vor der Zwangsräumung ihrer Wohnung im Treppenhaus in die Tiefe gestürzt hatte. Sie war nach Auskunft von Oberstaatsanwalt Jürgen Branz die gerichtlich bestellte Betreuerin ihrer kranken Tochter.

Die Kripo ermittelt wegen Verdachts der Freiheitsberaubung gegen die 54-Jährige, die schwer verletzt im Krankenhaus liegt. Die Tochter wurde in eine psychiatrische Klinik gebracht. Beide waren zunächst nicht vernehmungsfähig. Der deutlich jüngere Bruder der 26-Jährigen, der ebenfalls in der Wohnung lebte, wurde andernorts untergebracht.

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