Hohe Geldstrafe

Dreamworld-Betreiber nach Wildwasserunfall verurteilt

Der Park wurde nach dem Unglück für einige Monate geschlossen, die Unglücksbahn wurde abgerissen. Foto: Dave Hunt/AAP/epa/dpa
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Der Park wurde nach dem Unglück für einige Monate geschlossen, die Unglücksbahn wurde abgerissen. Foto: Dave Hunt/AAP/epa/dpa

Es soll ein ausgelassener Ausflug werden - doch der Spaß auf einer Wildwasserbahn in einem australischen Freizeitpark endete 2016 in einer Katastrophe. Jetzt wurden die Betreiber verurteilt.

Brisbane (dpa) - Vier Jahre nach dem tödlichen Wildwasserbahn-Unfall im australischen Freizeitpark "Dreamworld" sind die Betreiber zu einer Geldstrafe von 3,6 Millionen australischen Dollar (2,2 Millionen Euro) verurteilt worden.

Bei der Tragödie waren im Oktober 2016 vier Menschen ums Leben gekommen. Die Justiz im Bundesstaat Queensland hatte die Parkbetreiber bei dem Verfahren vor allem beschuldigt, die Anlagen nicht genügend gesichert und instandgehalten zu haben. Im Juli hatten sich die Angeklagten in allen Punkten schuldig bekannt.

Die Höchststrafe für jeden der drei Anklagepunkte betrug 1,5 Millionen australische Dollar (920.000 Euro). Der Anwalt der Muttergesellschaft Ardent Leisure, Bruce Hodgkinson, entschuldigte sich am Montag vor Gericht bei den Angehörigen der Opfer und sprach ihnen im Namen des Unternehmens "tiefstes Mitgefühl für ihren enormen Verlust und ihr anhaltendes Leiden" aus.

Familienmitglieder der Toten waren zur Urteilsverkündung angereist und erzählten vor Gericht in emotionalen Wortmeldungen von ihrer Trauer und den Spätfolgen der Tragödie. Ein Mann, der seine Schwester bei der Unglücksfahrt verloren hatte, sagte, er sei nur noch "eine leere Hülle meines früheren Ichs". Eine Tante des Opfers betonte: "Zu wissen, dass ihr Tod hätte vermieden werden können, ist inakzeptabel und zum Verzweifeln."

Der zuständige Staatsanwalt Aaron Guilfoyle hatte der Richterin Pamela Dowse zuvor empfohlen, Ardent Leisure hart zu bestrafen. "Die Ausfälle traten nicht nur am Tag des Unglücks auf, sondern es gab sie schon lange vorher - und das hat letztendlich zu dem geführt, was passiert ist."

© dpa-infocom, dpa:200928-99-736843/3

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