Corona-Pandemie

Risikogebiet Dänemark: Was für Urlauber gilt

Die Bundesregierung hat Dänemark als einfaches Corona-Risikogebiet eingestuft. Damit einhergehen weitreichende Einschränkungen bis hin zu Quarantäne nach der Rückkehr.

Kopenhagen – Die Corona-Inzidenzen in ganz Europa kennen in den vergangenen Wochen nur noch die Richtung: nach oben. Da war es nur eine Frage der Zeit, doch jetzt hat auch die Bundesregierung erkannt und gehandelt: Ab Sonntag, 25. Juli 2021, wird Nachbarland Dänemark (mit Ausnahme von Grönland) als Risikogebiet ausgewiesen. Das gab das Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitag, 23. Juli 2021, bekannt. Ebenfalls am Freitag stufte die Bundesregierung Spanien ebenso wie die Niederlande als Hochinzidenzgebiet ein. 

Generell gilt bei einer Einreise nach Dänemark, dass man entweder genesen oder geimpft sein muss. Andernfalls kann auch ein negativer Coronatest vorgelegt werden. Die Infektionszahlen in Dänemark* schießen seit Tagen in die Höhe.

Land in der Europäischen Union:Königreich Dänemark
Staatsoberhaupt:Königin Margrethe II.
Regierungschef:Ministerpräsidentin Mette Frederiksen
Fläche:42.921 Quadratkilometer (ohne Grönland und Färöer)
Einwohner:Kernland 5.840.045 (Stand: 1. Januar 2021, ohne Grönland und Färöer)

Am Freitag lag die 7-Tage-Inzidenz, also Anzahl der Infektionen im Zusammenhang mit Sars-CoV-2 hochgerechnet auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, bei 104,0. Am Samstag fiel der Wert wieder knapp unter 100 – auf 97,9. Zwar hatte Dänemark bereits am 20. Juli 2021 einen Inzidenzwert von 120 überschritten, da aber die Neu-Einstufungen durch das RKI immer freitags erfolgen, wird Dänemark nun am Sonntag zum Risikogebiet. Trotzdem wurde in Dänemark ordentlich gelockert*.

Im Zuge dessen wurde am Freitag bekannt, dass eine komplette deutsche Feriengruppe in dem skandinavischen Land nach einem Coronaausbruch unter Quarantäne* gestellt worden ist. 71 von rund 100 Teilnehmern einer von einem Hamburger Träger organisierten Ferienfreizeit wurden positiv auf das Coronavirus getestet.

Dänemark als Risikogebiet: Was gilt jetzt für deutsche Reisende, Touristen und Urlauber?

Somit wird Urlaubern durch das Auswärtige Amt spätestens ab Sonntag davon abgeraten, eine touristische Reise nach Dänemark zu unternehmen. Wer trotzdem dort urlaubt, der muss nach seiner Rückkehr für fünf bis zehn Tage in Quarantäne. Es sei denn, er ist geimpft oder genesen. Doch Achtung für Genesene: Die Infektion mit dem Coronavirus darf nicht länger als sechs Monate zurückliegen und muss schriftlich belegt werden durch einen PCR-Test.

Bereits vor der Einreise nach Deutschland muss auch eine digitale Einreiseanmeldung ausgefüllt werden. Die nötige Quarantäne kann durch einen negativen Corona-Test (PCR- oder Antigen-Schnelltest) vor dem Grenzübertritt oder spätestens 48 Stunden danach vorzeitig beendet werden, erklärt dazu der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC). Der ADAC weist auch darauf hin, dass sämtliche Grenzübergänge zwar geöffnet sind, es aber stichprobenartige Kontrollen geben kann.

Inzidenz in Dänemark steigt – neue Einreiseverordnung könnte zum 1. August 2021 in Kraft treten

Aber Achtung, auch hier gibt es mal wieder keine Regel ohne Ausnahmen: Neuerdings können bei der Flugeinreise in Deutschland spontane Schnelltests verfügt werden. Das gilt für alle Urlauber ab 6 Jahren.

Doch es kann sich bald einiges ändern. Die Bundesregierung arbeitet derzeit an einer neuen Einreiseverordnung. Diese soll, so die aktuelle Planung, ab dem 1. August 2021 gelten. Wie es momentan aussieht, sollen Risikogebiete dann völlig entfallen, das sind derzeit immerhin mehr als 80 Länder die von Deutschland in diese Klassifizierung eingeordnet werden.

Das Robert-Koch-Institut hat Dänemark als einfaches Risikogebiet ausgewiesen. Die Einstufung tritt am Sonntag um Mitternacht in Kraft.

Bei der Einreise nach Dänemark aus Deutschland wird weiterhin ein negativer Corona-Test verlangt. Der darf höchstens 72 Stunden alt sein, wenn es sich um einen PCR-Test handelt, erklärt der ADAC. Handelt es sich um einen Antigen-Schnelltest, darf dieser maximal 48 Stunden alt sein. Geimpfte oder Genesene sind davon ausgenommen, wenn sie über einen entsprechenden Nachweis verfügen. Diese Regeln gelten für Personen ab 15 Jahren, darunter entfällt die Testpflicht.

Dänemark wird Risikogebiet: Das sind die wichtigsten Corona-Regeln in Dänemark

  • Geschäfte und Shoppinmalls haben geöffnet, allerdings mit Einschränkungen.
  • Zwar haben Museen und andere Freizeiteinrichtungen in Dänemark geöffnet, wer diese aber besuchen möchte, der benötigt einen maximal 72 Stunden alten negativen Corona-Test oder muss nachweisen, dass er geimpft ist.
  • Ebenfalls geöffnet haben in Dänemark die Innenbereiche der Zoos und auch Vergnügungsparks dürfen ihre Pforten öffnen. Ebenfalls geöffnet sind Saunen und Badeanstalten.
  • Für Restaurants, Bars und Café gilt eine Sperrstunde. Das bedeutet, dass sie um 2:00 Uhr schließen müssen. Wer die Gastronomie besuchen möchte, muss einen Tisch reservieren und über einen negativen Corona-Test verfügen. Alternativ gilt auch hier der Impfausweis als Nachweis.
  • Alkoholische Getränke dürfen in Tankstellen oder Kiosken nur bis 2:00 Uhr am Morgen verkauft werden.
  • Viele Hotels, Pensionen oder Ferienwohnung haben zwar in Dänemark wieder geöffnet, aber nicht alle beherbergen Gäste aus dem Ausland. Daher sollte man sich schon vor der Buchung absichern, ob man überhaupt willkommen ist.
  • Die Maskenpflicht wurde in den meisten Bereichen bereits aufgehoben. Im öffentlichen Nahverkehr muss allerdings weiterhin ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Dies gilt aber nur für stehende Mitfahrer. Zum 1. September soll die Pflicht zum Tragen einer Maske vollständig abgeschafft werden.
  • Wer sich mit Personen trifft, die nicht aus dem eigenen Haushalt kommen, muss untereinander mindestens zwei Meter Abstand einhalten.
  • Bis zu 25 Teilnehmer dürfen gemeinsam an der frischen Luft Sport treiben.
  • Für eine Veranstaltung im Innenbereich ist eine maximale Belegung von 100 Personen zulässig, für Outdoor-Veranstaltungen gilt eine maximale Besucherzahl von 500.

Risikogebiet Dänemark: Soll ich meinen Urlaub stornieren?

Ganz generell gilt: Von einer Reise in ein Risikogebiet wird abgeraten. Daher ist es derzeit immer sinnvoll, auch eine Reiserücktrittsversicherung abzuschließen, da es kein generelles Recht auf eine kostenlose Stornierung für Länder mit der Einstufung als einfaches Risikogebiet gibt. Bestenfalls ist man hier auf die Kulanz der Reiseveranstalter angewiesen.

Wichtig ist dabei allerdings, dass sich die versicherten Personen darüber informieren, ob durch die Versicherung auch eine Pandemie abgedeckt ist. Viele tun dies nicht, bei alten Versicherungen gibt es aber oft die Möglichkeit, Pandemien durch ein Upgrade der Versicherung mit aufzunehmen.

Sollte ich für meinen Dänemark-Urlaub Covid-Reiseversicherung und Auslandskrankenversicherung abschließen?

Sollten Sie mit einer Fluggesellschaft reisen, die ihren Passagieren beispielsweise bei Fieber den Zutritt verwehrt, kann es durchaus ratsam sein, einen Covid-Reiseschutz abzuschließen. Dies ist auch zu empfehlen, falls in der Unterkunft in Dänemark der Zutritt bei Corona-Symptomen verweigert wird. Davon können im Prinzip auch geimpfte und genesene Personen betroffen sein.

Generell ist bei einem Urlaub im Ausland eine Auslandskrankenversicherung ratsam. Zwar gilt innerhalb der Europäischen Union auch die deutsche Gesundheitskarte, dennoch kann man sich hier durch den Einsatz von etwa zehn Euro viel Rennerei sparen. * kreiszeitung.de, 24hamburg.de und merkur.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Gregor Fischer/dpa

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