Krise in Europa spitzt sich zu

Jüngster Coronavirus-Toter Europas: Teenager litt unter einer Hauterkrankung

Das Coronavirus hat Europa fest im Griff. In Zypern und in Griechenland sind zwei Deutsche gestorben - und nun auch ein 14-jähriger Junge in Portugal.

Update vom 29. März, 22.25 Uhr: In Portugal soll ein 14-jähriger Junge an den Folgen der neuartigen Lungenkrankheit Covid-19 verstorben sein. Besonders erschreckend: Er soll im Verlauf der Krankheit weitgehend keine Symptome gezeigt haben. Wie Portugals Gesundheitsministerin Marta Temido am Sonntag erklärte, sei der Junge positiv auf das Coronavirus getestet worden, habe aber auch an einer Vorerkrankung gelitten.

Allerdings litt der junge Portugiese lediglich an einer chronischen Hauterkrankung (Schuppenflechte), die nichts mit der Coronavirus-Infektion zu tun gehabt haben soll, berichtet das Nachrichtenportal oe24. Weitere Untersuchungen sollen nun zeigen, was die genaue Todesursache ist. Der portugiesische Teenager wäre damit das bislang jüngste Coronavirus-Todesopfer Europas. Vor seiner Infektion soll er keine großen gesundheitlichen Probleme gehabt haben. 

Corona in Europa: Norwegen will bald auch Menschen ohne Covid-19-Symptome testen lassen

Update vom 29. März, 19.04 Uhr: Um ein besseres Bild von der Zahl der Coronavirus-Infektionen im Land zu erhalten, will Norwegen bald auch Menschen ohne Symptome testen. Die norwegischen Gesundheitsbehörden bereiteten sich darauf vor, solche zufälligen Tests in die Wege zu leiten, berichtete der norwegische Rundfunksender NRK am Sonntag. 

Derzeit werde abgeklärt, wie dies durchgeführt und finanziert werden solle, sagte ein Vertreter des nationalen Gesundheitsinstituts dem Sender. Ziel solcher Zufallstests soll sein, die tatsächliche Ausbreitung des Coronavirus besser einschätzen zu können. Vorbild soll dabei Island sein, das in Rekordzeit die an der Einwohnerzahl gemessen meisten Tests weltweit auf die Beine gestellt hatte. Bis Mitte der Woche sind auf der Nordatlantik-Insel nach Angaben der isländischen Regierung 12 000 der rund 360 000 Einwohner getestet worden, darunter Tausende, die symptomfrei gewesen sind. Ziel soll es letztlich sein, die gesamte Bevölkerung zu testen. 

Bis Sonntag wurden in Norwegen nach Behördenangaben 4102 Infektionen nachgewiesen. 22 Menschen sind bislang nach einer Coronavirus-Infektion gestorben, ihr Durchschnittsalter lag bei 84 Jahren. Rund 85 000 Menschen wurden bis dato auf Sars-CoV-2 getestet, was bedeutet, dass die Tests bei etwa vier Prozent positiv ausgefallen sind.

Corona: Deutscher stirbt im Zypern-Urlaub - Dozent muss in Griechenland beerdigt werden

Update vom 29. März, 18.53 Uhr: Die Corona-Krise hat zur Folge, dass auf den Autobahnen wenig bis gar nichts mehr los ist. Das wiederum verführt Raser, etwas über die Stränge zu schlagen. So warnen die belgischen Behörden, die freien Straßen zum Rasen zu missbrauchen. Die Rettungsdienste hätten mit der Versorgung von Covid-19-Kranken bereits genug Arbeit, erklärte die wallonische Verkehrsbehörde AWSR am Sonntag.

In Belgien gelten zur Eindämmung des Coronavirus umfassende Ausgangsbeschränkungen. Der Verkehr sei um 97 Prozent zurückgegangen, meldete die AWSR unter Berufung auf aktuelle Zahlen. Da sei die Versuchung groß, das Tempolimit - 120 Kilometer pro Stunde auf Autobahnen - zu überschreiten. In der Covid-19-Krise bitte man um verantwortungsvolles Verhalten, um Unfälle zu vermeiden. Derzeit habe die AWSR nur eine Botschaft: „Bleiben Sie zu Hause, und wenn Sie unbedingt unterwegs sein müssen, tun Sie es so sicher wie möglich."

Update vom 28. März, 16.09 Uhr: Für den Kampf gegen die Corona-Pandemie in Europa ist am Samstag ein Flugzeug mit knapp vier Millionen Schutzmasken im spanischen Getafe in der Nähe von Madrid gelandet. 

Das Material soll in Spanien, Deutschland, Frankreich und Großbritannien verteilt werden, wie der Luftfahrtkonzern Airbus mitteilte. Die Maschine des Typs A330-200 sei am Donnerstag in Spanien gestartet, am Freitag in Tianjin im Nordosten Chinas gelandet und mit den Masken beladen umgehend nach Spanien zurückgekehrt. 

Bereits in den vergangenen Tagen habe das Unternehmen Flüge zwischen Europa und China organisiert, um zahlreiche europäische Krankenhäuser mit Masken auszurüsten, hieß es.

Corona: Deutscher stirbt im Zypern-Urlaub - Dozent aus Bremen (42) muss in Griechenland beerdigt werden

Update vom 28. März, 12.14 Uhr: Ein 67-jähriger Tourist aus Deutschland ist auf Zypern an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Dies habe das Krankenhaus im türkisch besetzten Nordteil der Insel mitgeteilt, berichtete das zyprische Staatsfernsehen (RIK) am Samstag. 

Bereits am 25. März war auf der griechischen Insel Kreta ein 42 Jahre alter Deutscher an einer Lungenembolie als Folge einer Corona-Infektion gestorben. Der Mann war wissenschaftlicher Mitarbeiter der Uni Bremen und wollte in Heraklion sein Wissen in Seminaren an Studenten der Uni Kreta weitergeben, wie die Bild berichtet. Unterdessen breitet sich das Coronavirus auch in Russland immer weiter aus.*

Corona: Deutscher Dozent stirbt auf Kreta - Überführung der Leiche nicht erlaubt

Die Universität bestätigte den Tod des Postdoktoranden aus dem Fachbereich Physik/Elektrotechnik. Griechischen Medienberichten zufolge dürfe der Leichnam nicht überführt werden, weshalb der Wissenschaftler nun auf Kreta in einem versiegelten Zinksarg beerdigt werde.

Hierzulande stehen die Beatmungsgeräte weiter im Fokus. In Österreich plant man offenbar drastische Maßnahmen und US-Präsident Donald Trump wurde bei einer Komplett-Lüge eiskalt vorgeführt

Corona: Jahrelange Haft für Quarantäne-Sünder - Einige Länder greifen zu drakonischen Strafen 

Update vom 27. März, 16.23 Uhr: Die Coronavrius-Pandemie greift in Europa weiter um sich. In vielen Ländern des Kontinents herrscht ein sogenannter Lockdown - also eine Ausgangssperre. Hier bekommen Sie einen Überblick über die Corona-Regelungen in den Nachbarländern Deutschlands*. Auch das Balkanland Serbien ist betroffen. Dort greift die Regierung zu drakonischen Strafen gegen Quarantäne-Sünder. Ein Mann wurde nun zu einer Haftstrage von drei Jahren verurteilt. 

Ein Gericht in der ostserbischen Stadt Dimitrovgrad verurteilte am Freitag einen Mann wegen des Verstoßes gegen seine Quarantäneauflagen zu einer Haftstrafe von drei Jahren, wie die Webseite des staatlichen serbischen Fernsehens RTS am Freitag unter Berufung auf das Justizministerium berichtete.

Es ist das erste Urteil dieser Art, seitdem Serbien am 16. März wegen der Corona-Pandemie den Ausnahmezustand verhängt und das Strafrecht im Zusammenhang mit den Quarantänebestimmungen verschärft hatte.

Bis zum Freitag waren in Serbien 458 Menschen nachweislich mit dem Virus infiziert, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann. Bislang wurden acht Tote gemeldet.

Corona: Extremer Anstieg der Infizierten-Zahl in Spanien - Mangelhafte Tests im Umlauf

Update vom 26. März, 21.06 Uhr:  Spanien hat im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie mangelhafte Testkits gekauft. Man habe die 9000 Stück inzwischen zurückgegeben, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag (26. März) mit. Die Vorwürfe der konservativen Opposition, die linke Regierung habe beim Kauf fahrlässig gehandelt, wies das Ministerium zurück. Das Material sei für den gesamten europäischen Raum zugelassen gewesen, hieß es.

Die Diagnosekits hatten nach Angaben von Ärzten und von Experten der konservativ regierten Region Madrid eine Genauigkeit von nur 30 Prozent. Als akzeptabel gelten 80 Prozent. Tests mit dem mangelhaften Material hätten deshalb leicht zu falschen Ergebnissen führen können. Die Verteilung der Kits hatte das Ministerium zuvor bereits aufgenommen. Die Regierung dementierte auch Berichte, das Material sei in China gekauft worden. Man habe es vielmehr von einem spanischen Lieferanten bezogen. 

Während Experten immer wieder betonen, breit angelegte Tests in der Bevölkerung seien unerlässlich, um der Pandemie Herr zu werden, herrscht in Spanien ein Mangel an Testkits. 

Nach Italien ist Spanien mit über 56.000 Infektionen und über 4000 Toten das vom Coronavirus am schwersten betroffene Land Europas.

Corona: Lage in Portugal spitzt sich zu - 60 Todesopfer gemeldet

Update, 17.41 Uhr: Die Coronavirus-Krise spitzt sich auch in Portugal zu. Die Zahl der Todesopfer kletterte am Donnerstag (26. März) um 17 auf insgesamt 60, wie die Gesundheitsbehörden mitteilten. Das ist ein Anstieg von fast 40 Prozent in nur 24 Stunden. Die Zahl der Bürger, die sich mit dem Virus Sars-CoV-2 infizierten haben, stieg unterdessen um 18 Prozent auf mehr als 3500.

Von den Infizierten lagen am Donnerstag den amtlichen Angaben zufolge insgesamt 252 Covid-19-Kranke in Krankenhäusern - davon 61 auf Intensivstationen. Gesundheits-Staatssekretär António Sales macht sich Sorgen um die Kapazitäten der Krankenhäuser. „Es ist immens wichtig, dass nicht alle Infizierten gleichzeitig krank werden“, sagte er. Die Behörden betonten aber, die Lage sei immer noch unter Kontrolle.

Zur Eindämmung der Krise hatte das Land am Mittwoch voriger Woche erstmals in Demokratie-Zeiten den Ausnahmezustand verhängt. 

Erschreckende Nachrichten aus Frankreich: Das Elsass gilt als das Corona-Epizentrum in Frankreich. In den Krankenhäusern herrschen offenbar erschreckende Zustände. Nun soll die Bundeswehr helfen. Unterdessen spitzt sich auch die Lage in Italien weiter zu. Die Zweifel an die italienischen Fallzahlen werden größer. Auch eine neue Theorie zum Ausbruch des Coronavirus lässt aufhören.

Corona-Krise in Spanien: Gesundheitsbehörden vermelden drastische Zahlen

Update von 16.50 Uhr: Fußball-Superstar Cristiano Ronaldo unterstützt seine Heimat Portugal im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie. Der fünfmalige Weltfußballer - und sein Berater Jorge Mendes - unterstützen mit einer riesigen Geldsumme Krankenhäuser der Städte Lissabon und Porto. Die Kliniken werden mit dem Geld die Kapazitäten ihrer Intensivstationen aufstocken. Im Vergleich zu Ländern wie Italien oder Spanien wurde das iberische Nachbarland mit bislang knapp über 60 Toten noch vergleichsweise verschont.

Update von 11.36 Uhr: Nach zwölf Tagen Corona-Ausnahmezustand in Spanien sind die Zahlen binnen 24 Stunden weiter drastisch gestiegen. Wie die Gesundheitsbehörden mitteilten, gibt es 8.500 Neuinfektionen und damit sind mehr als 56.000 Corona-Fälle  bekannt. 4000 Menschen starben bisher an Covid-19. Allein am Mittwoch seien 650 Tote gemeldet worden. Viele Krankenhäuser sind völlig überfordert.

Die Polizei verfolgt die Ausgangssperre konsequent. Die Einsatzkräfte verstehen absolut keinen Spaß mehr und greifen drastisch durch, wie ein Twitter-Post demonstriert. Ein Mann, der mit einem Huhn an der Leine spazieren geht, wurde laut Polizei verurteilt.

Corona in Europa: Ausgangssperre in Spanien verlängert

Update vom 26. März 2020, 10.54 Uhr: Angesichts der kritischen Corona-Lage sind die strengen Ausgangssperren in Spanien um zwei Wochen bis zum 11. April verlängert worden. In Spanien ist die Zahl der Corona-Infizierte auf 49.515 gewachsen, 3.647 Todesfälle sind nach Angaben der Johns Hopkins Universtität (Stand: 11 Uhr) zu beklagen.  

In Frankreich gibt es demnach 25.233 Covid-19-Fälle und 1.331 Tote. Unter den Todesopfern ist erstmals ein Gendarm. Der Unteroffizier (51) war wegen Verdachts auf Covid-19 krankgeschrieben, berichten Medien. 

Corona: Frankreich schließt Flughäfen

Update vom 26. März 2020: Zwei der drei großen internationalen Flughäfen von Paris werden wegen der Corona-Krise vorübergehendgeschlossen. Wie Behörden und Betreiber am Mittwoch mitteilen, machen die Airports Orly und Beauvais-Tillé dicht. Als Grund wurde der drastisch gesunkene Betrieb infolge der Reisebeschränkungen genannt. Geöffnet bleibt aber der Flughafen Charles de Gaulle, der größte Airport der französischen Hauptstadt.

Die Schließung des zweitgrößten Pariser Flughafens Orly gilt ab dem 31. März. Sie ist nicht vollständig: Regierungsflüge und Rettungsflüge dürfen weiterhin von dort und dorthin stattfinden. Auch sind Umleitungen von Flügen in Notfällen nach Orly weiterhin erlaubt.

Corona: Mehr Tote in Spanien als in China - Mehrere Krankenwagen mit Steinen attackiert

Update vom 25. März, 21.45 Uhr: In Südspanien kam es im Zusammenhang mit einem Krankentransport zu einer Steinwurf-Attacke. Mehrere Krankenwagen, die insgesamt 28 Corona*-Patienten fortgeschritteneren Alters transportierten, sollen in La Línea de la Concepción angegriffen worden sein. Das berichtete die spanische Polizei am Mittwoch.

Dutzende Menschen versuchten demnach zu verhindern, dass Infizierte sowie zum Teil an Covid-19 erkrankte Rentner, die aus einer anderen Gemeinde stammen, in ein Heim der andalusischen Stadt verlegt und dort unter Quarantäne gesetzt werden.

Corona in Spanien: Massive Proteste gegen Verlegung von Corona-Inizierten

Die protestierenden Personen hätten zudem versucht, die Krankenwagenkolonne mit einem quergestellten Fahrzeug und Barrikaden an einer Weiterfahrt zu hindern. In der Nacht zum Mittwoch protestierten erneut rund 50 Menschen, diesmal vor der Residenz. Sie setzten Müllcontainer in Brand und sprachen Drohungen aus. Sogar Sprengkörper sollen aus den Nachbarhäusern auf das Wohnheim geworfen worden sein. Infolgedessen nahm die Polizei zwei Männer fest.

Die betroffenen Rentner waren zuvor aus ihrem Wohnheim in der Gemeinde Alcalá del Valle evakuiert worden. Der Grund war die massive Ausbreitung des Virus im Heim. Drei Bewohner starben, zudem wurde mindestens die Hälfte der Mitarbeiter der Residenz positiv auf das Virus getestet. 

Juan Franco, Bürgermeister von La Línea, kritisierte am Mittwoch die gewalttätigen Proteste, jedoch sei die Verlegung der Senioren „nicht gut geplant“ gewesen. Er selber sei erst im „letzten Augenblick“ informiert worden.

Corona in Spanien: Iberisches Land zählt nun mehr Todesopfer als China

Update vom 25. März, 20.30 Uhr: Spanien ist eines der am stärksten vom Coronavirus* betroffenen Länder und verzeichnete bislang als zweites Land nach Italien mehr Todesopfer als China, dem Ursprungsland des Virus. Nach den gestiegenen Zahlen in Spanien handeln die Iberer nun und bestellten Ausrüstung zur Bekämpfung des Coronavirus im Wert von fast einer halben Milliarde Euro.

Aus China sollen nun 550 Millionen Schutzmasken, 5,5 Millionen Schnelltestkits, elf Millionen Schutzhandschuhe sowie 950 Beatmungsgeräte für insgesamt 432 Millionen Euro nach Spanien geliefert werden. Dies erklärte Gesundheitsminister Salvador Illa am Mittwoch. Die chinesischen Firmen kündigten an, die Lieferungen bereits in dieser Woche aufzunehmen.

Corona in Spanien: Mehr als 400 Millionen Euro für die Virusbekämpfung

„Das ist eine wichtige Anschaffung, aber 950 Beatmungsgeräte sind zum Beispiel nicht genug“, betonte Illa jedoch. Nun soll weiteres Material im Ausland erworben werden. Entscheidend sei auch, die Produktion der Hilfsgüter im eigenen Land voranzutreiben.

Die Opferzahl in Spanien kletterte am Mittwoch auf 3434, am Vortag waren es knapp 2700. Nach Italien ist Spanien damit das zweite Land, das China überholt hat. Die Zahl der Menschen, die positiv auf das Virus getestet wurde, stieg unterdessen auf 47.600 - fast 8000 mehr als noch am Dienstag.

Update vom 25. März, 16.34 Uhr: Frankreichs Regierung hat die Bürgerinnen und Bürger angesichts der Coronavirus-Krise auf eine „lange Anstrengung“ eingeschworen. 

Corona in Frankreich: „Erst am Anfang einer Krise“

„Es ist der Gesundheitsnotstand, der uns heute alle beschäftigt, aber es ist auch - und wird es immer mehr werden - ein wirtschaftlicher und sozialer Schock“, sagte Premier Édouard Philippe am Mittwoch nach der Regierungssitzung unter Vorsitz von Präsident Emmanuel Macron

„Wir sind erst am Anfang der Krise“, so Philippe. Alle müssten sich nun gemeinsam den Anstrengungen stellen, um die Auswirkungen der Krise aufzufangen.

Die Regierung habe 25 Verordnungen in verschiedenen Bereichen während des Ministerrates beschlossen - das sei ein Rekord, sagte der Premier. 

In Frankreich gelten seit gut einer Woche strenge Ausgangsbeschränkungen. Sie waren ursprünglich für 15 Tage angesetzt. „Wir werden in den nächsten Tagen bekannt geben, wie wir die Empfehlungen des Wissenschaftsrates umsetzen wollen“, sagte Regierungssprecherin Sibeth Ndiaye. Dieser hatte Ausgangsbeschränkungen für eine Dauer von sechs Wochen empfohlen.

Corona in Frankreich: Bis zu 6.000 Häftlinge könnten vorzeitig entlassen werden

Justizministerin Nicole Belloubet kündigte an, dass bestimmte Prozesse per Videokonferenz oder Telefon abgehalten werden. Außerdem könnten bis 6000 Häftlinge vorzeitig entlassen werden, um die gesundheitlichen Risiken der Überbelegung in den Gefängnisse während der Coronavirus-Krise zu verringern. Es würde aber keine vorzeitige Entlassung für diejenigen geben, die wegen terroristischer Straftaten, häuslicher Gewalt oder schwerster Verbrechen verurteilt wurden, betonte Belloubet.

Corona in Spanien: Infizierte Patienten flüchten aus Klinik - mehr Tote als in China

Update vom 25. März, 12.30 Uhr: Nach Italien hat nun auch Spanien mehr Todesfälle durch die Coronavirus-Pandemie als China gemeldet. Bis Mittwochmittag sei dieZahl der Toten auf 3.434 gestiegen, teilten die Gesundheitsbehörden mit. 

Am Vortag waren es noch knapp 2700. In China lag die Zahl am Mittwoch bei rund 3150.

Allein in Madrid, dem Epizentrum der Epidemie in Spanien, stieg die Zahl der Toten innerhalb von 24 Stunden um fast 300 auf mehr als 1800. Mehr als die Hälfte aller Todesfälle wurden somit in der Hauptstadt verzeichnet.

Corona in Spanien: Stadion wird zu Leichenhaus

Update vom 25. März, 9.40 Uhr: Die Lage in Spanien hat sich über Nacht weiter verschlechtert. Nachdem am Dienstagabend knapp mehr als 40.000 Infizierte gezählt und mehr als 2700 Todesopfer gemeldet wurden, nimmt die angespannte Lage im Land ihren weiteren Lauf. 

Zahlreiche Corona-Patienten fliehen aus den Krankenhäusern. Wie Jose Ángel González, Direktor der Nationalpolizei, auf einer Pressekonferenz am Dienstag berichtete, habe es bereits mehrere Fälle in verschiedenen Krankenhäusern gegeben. 

Das bereite den Sicherheitsbehörden unnötigerweise eine „Riesenarbeit“, um diese Patienten ausfindig zu machen und wieder in die Krankenhäuser zu bringen.

Corona in Spanien: 80 Festnahmen in 24 Stunden

Weiter klagte González darüber, dass es neben solchen Patienten auch sonst „ziemlich viele verantwortungslose“ Bürger gebe, die die verhängte Ausgangssperre verletzten. So habe man allein in den vergangenen 24 Stunden im Rahmen des sogenannten Alarmzustandes 80 „verantwortungslose und unsolidarische“ Personen festnehmen müssen, sagte González am Dienstag. 

Das Coronavirus hält Europa in Atem.

Corona in Spanien: Stadion wird zum Leichenhaus - Frankreich zählt nun 1100 Tote

Update von 21.35 Uhr: In Frankreich sind inzwischen 1100 Personen, die positiv auf das Coronavirus* getestet wurden, an dessen Folgen gestorben. Innerhalb der vergangenen 24 Stunden seien laut des französischen Gesundheitsministeriums 240 weitere Personen an der durch das Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 verstorben.

2.516 Patienten liegen laut Jérôme Salomon, Generaldirektor des Gesundheitsministeriums, auf Intensivstationen - 434 mehr Menschen als am Tag zuvor. Insgesamt seien bisher mehr als 10.100 Patienten wegen Covid-19 im Krankenhaus behandelt worden. Die Ausgangssperre in Frankreich wurde aufgrund der steigenden Zahlen ausgeweitet, körperliche Betätigung im Freien ist nur noch unter strengen Auflagen gestattet.

Unterdessen ist Thronfolger Prinz Charles positiv auf das Coronavirus getestet worden, wie merkur.de* berichtet.

Coronavirus in Spanien: Militär bietet NATO um Unterstützung 

Update von 20.35 Uhr:  Spanien ist neben Italien einer der Krisenherde in Europa. Das Land zählt knapp 40.000 mit dem Coronavirus* infizierte Personen, in den vergangenen 24 Stunden verstarben 514 weitere Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19. Nun bat das spanische Militär die Nato um Unterstützung.

Die spanischen Streitkräfte forderten in der kritischen Lage des Landes „internationale Hilfe“ an, um Hilfe bei der Beschaffung medizinischer Versorgung zu erhalten, wie das Militärbündnis am Dienstag erklärte. Madrid bat die Organisation demzufolge um 500.000 Test-Kits, 500 Beatmungsgeräte sowie 1,5 Millionen OP-Masken sowie 450.000 Atemschutzmasken.

Lesen Sie auch: München meldet weiteres Todesopfer - die Zahl der Infizierten steigt täglich weiter an.

Coronavirus in Spanien: 5400 Beschäftige im Gesundheitswesen infiziert

Obwohl vor eineinhalb Wochen eine strikte Ausgangssperre in Kraft trat, steigen in Spanien sowohl die Zahl der Infizierten als auch die der Todesopfer weiter an. Am Dienstag meldete das Land insgesamt fast 2700 Todesfälle. Die vielen Erkrankten hatten das medizinische System an den Rand des Zusammenbruchs gebracht, hinzu kommt, dass rund 5400 Beschäftigte im Gesundheitswesen positiv auf das Virus getestet wurden. Sie machen etwa zwölf Prozent aller Infizierten aus.

Um den dramatischen Entwicklungen entgegenzuwirken, soll nun die landesweite Ausgangssperre bis zum 11. April verlängert werden. Staatsoberhaupt Pedro Sánchez will dem Parlament einen entsprechenden Antrag vorlegen. Es sei „absolut unerlässlich, dass wir das Virus weiter bekämpfen, um diesen Kampf zu gewinnen“, meinte Regierungssprecherin María Jesús Montero. „Dies sind unendlich schwierige Tage“, räumte sie ein.

Seit dem 14. März ist das Verlassen der Wohnung in Spanien nur gestattet, um zum Arbeitsplatz zu gelangen, Einkäufe zu erledigen, Medikamente zu besorgen oder den Hund auszuführen.

Spanien im Bann des Coronavirus: Eishalle wird zum Leichenhaus

Erstmeldung vom 24. März, 17.34 Uhr: Madrid - Die Suche nach einem passenden Medikament gegen das sich weltweit ausbreitende Coronavirus wird immer mehr zum Wettlauf gegen die Zeit. Viele Länder befinden sich kurz vor oder bereits mitten im Ausnahmezustand. Nach Italien sieht sich auch Spanien jetzt schon an seinen Grenzen. Im spanischen Epizentrum Madrid gab es am Dienstag mehr als 12.300 mit Covid-19 infizierte Menschen. Landesweit wurden bereits 2700 Todesfälle wegen Corona gezählt. Mehr als die Hälfte davon waren es allein in Madrid. Die Regierung musste deshalb zutragischen Maßnahmen greifen.

Coronavirus in Spanien: Steigende Anzahl von Toten übermannt das Land

Laut der Deutschen Presseagentur wurde das Eis-Stadion in Madrid wegen der rasant steigenden Zahl der Corona-Toten zum Leichenhaus umfunktioniert. Die ersten Särge würden nach Abschluss der Vorbereitungen dort wohl schon im Laufe des Tages eintreffen, sagte der Bürgermeister der spanischen Hauptstadt, José Luis Martínez-Almeida, am Dienstag dem Fernsehsender RTVE. „Es war eine schmerzhafte Entscheidung, die aber nötig war, weil die Bestattungsunternehmen überlastet sind", so der konservative Politiker. Wie lange die Leichen auf der 1800 Quadratmeter großen Eisfläche des „Palacio de Hielo", des „Eispalastes", aufgebahrt werden müssten, könne man außerdem nicht sagen.

Coronavirus in Spanien: Steigende Anzahl von Toten übermannt das Land

Spanien ist neben Italien in Europa besonders schwer von der Corona-Krise betroffen. Die Zahl der Infizierten steigt jeden Tag unvermindert weiter. In den letzten 24 Stunden seien rund 6500 neue Fälle registriert worden, wodurch die Gesamtzahl auf etwa 40.000 gestiegen sei, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag in seiner täglichen Bilanz mit. 

Die spanischen Behörden hoffen, dass der Höhepunkt der Krise dank der strengen Maßnahmen mit weitreichenden Beschränkungen der Bewegungsfreiheit für die knapp 47 Millionen Spanier schon diese Woche erreicht wird.

In China fürchten sie die zweiten Welle. In Spanien nimmt die Zahl der Todesfälle unterdessen rasant zu. 

jbr mit Material der dpa

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Rubriklistenbild: © dpa / Carlos Gil

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