Debatte im Landtag

Corona in Bayern: Grüne prangern Söders Vorpreschen an - Holetschek beschwört Pflege-Reform

München könnte kurz vor weiteren Öffnungen stehen. Die Stadt erreicht einen wichtigen Grenzwert. Gesundheitsminister Holetschek gibt eine Regierungserklärung ab. News-Ticker für Bayern.

  • Gibt es langsam etwas Entspannung, was die Corona*-Lage in Bayern angeht?
  • In München könnte es schon bald Corona-Lockerungen geben, die Inzidenz ist auf einen wichtigen Grenzwert gesunken (siehe Update vom 5. Mai, 6.32 Uhr).
  • Gesundheitsminister Klaus Holetschek hält eine Regierungserklärung im Bayerischen Landtag (siehe Update vom 5. Mai, 12.49 Uhr) und freut sich über den guten Impffortschritt (siehe Update vom 5. Mai, 13.31 Uhr).
  • Dieser Ticker ist beendet. Die Fortsetzung finden Sie hier.

Update vom 5. Mai, 14.31 Uhr: Für die SPD tritt ans Pult die Gesundheitsexpertin Ruth Waldmann. Sie greift als erstes den bayerischen Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler), der gesagt haben soll, „Corona hat seinen Schrecken verloren“. Er sende mit solchen Aussagen ein falsches Signal an die Bürger. Außerdem wundere sie sich, dass man nicht schon früher an den Fakt gedacht habe, dass es bald Geimpfte im Land geben werde. Warum müsse man jetzt so abrupt Lockerungen beschließen, man hätte bereits früher reagieren können. Zuletzt fordert sie ein Sonder-Impfprogramm für die jungen Menschen. Nach dem Vorbild der Grenzregionen müsse man dort reagieren, wo es am meisten brenne.

Waldmann folgt der Fraktionsvorsitzende der FDP, Martin Hagen. Er finde es gerechtfertigt, dass die CSU für ihre Politik mit den schlechten Umfragewerten bestraft werde. „Das haben sie sich verdient“. Für solche Selbstverständlichkeiten, die sie beschlossen haben, sollten sie keinen Applaus noch Dank erwarten, gibt sich Hagen kämpferisch. Außerdem wirft er der Regierung vor, immer wieder wissenschaftliche Erkenntnisse zu ignorieren, sollten sie nicht in ihr Konzept passen. Er fordert: „Menschen sollen nicht daheim bleiben. Sie sollen ins Freie gehen.“ Die FDP stehe dafür alle Regeln im Freien aufzuheben.

Update vom 5. Mai, 14.07 Uhr: Mit Roland Magerl geht der Vertreter der AfD an das Rednerpult. Er freut sich, dass die Regierung endlich zugegeben hat, dass sie den Menschen ihre Grundrechte genommen hat. Er forderte nun die sofortige Rückgabe aller Grund- und Freiheitsrechte für alle Bürger. Außerdem verurteilte er die angebliche Verharmlosung der 1.-Mai-Krawallen und die Verteufelung der Corona-Proteste.

Ihm folgte der Vertreter der Freien Wähler, Fabian Mehring. „Ein Stück der Zuversicht kehrt nach Bayern zurück“, beginnt er seine Rede. Er unterstützt die Maßnahmen der Regierung und spricht von der „Zielgerade in der Bewältigung der Pandemie“. Er sei außerdem froh, dass vor allem seine Fraktion den Schülern, den Genesenen und Geimpften sowie der Gastronomie und der Kultur helfen konnte, mit den neuen Beschlüssen und Lockerungen.

Regierungserklärung von Gesundheitsminister Holetschek: Die Grünen kritisieren das zu schnelle Vorpreschen der Regierung

Update vom 5. Mai, 13.54 Uhr: Als nächstes an Pult tritt Beate Merk von der CSU-Fraktion. „Bayern sei keine Insel wie Neuseeland“, ging sie auf Katharina Schulze ein, die ihre Rede mit einem Gespräch mit einer Abgeordneten der Grünen-Fraktion aus Neuseeland begonnen hatte. Bayern hatte viele Hoch-Inzidenz-Gebiete um sich herum, daher könne man den Freistaat nicht mit einer Insel vergleichen. Außerdem sei ein schnelles Handeln in Bezug auf Geimpfte und Genesene ein „Zeichen der Glaubwürdigkeit“. Man wolle so schnell wie möglich, die Grundrechte der Menschen wiederherstellen.

Update vom 5. Mai, 13.41 Uhr: Als erste darf auf die Regierungserklärung die Oppositionsführung antworten - die Grünen. Ans Pult tritt Katharina Schulze. Sie prangert an, dass in Bayern immer die Taktik „Windhund“ verfolgt wird. Also so schnell wie möglich etwas beschließen, ohne die Konsequenzen zu bedenken. Aber es brauche die Taktik „Kommunikation“. Man könne nur etwas umsetzen, wenn „alle mit ins Boot geholt werden“ und nicht einfach etwas beschlossen wird. Außerdem müsse Bayern immer noch besser werden in Sachen Kontaktverfolgung und Testen. Dort gebe es immer noch Verbesserungspotenzial. Außerdem sei Corona ein weltweites Problem. Man könne die Krankheit nur hinter uns lassen, wenn man auch den ärmeren Ländern unter die Arme greife.

Regierungserklärung von Gesundheitsminister Holetschek: „Eine Zäsur im Kampf gegen Corona“

Update vom 5. Mai, 13.31 Uhr: Die Regierungserklärung von Klaus Holetschek ist zu Ende. Er sprach von einer „Zäsur im Kampf gegen Corona“. Von jetzt an werde es nach vorne gehen. Man habe die Einschränkungen einführen müssen, um Menschen zu schützen. Jetzt sei es an der Zeit die Grundrechte wieder zurückzugeben. Er sprach von „Signalen der Zuversicht“. Er bestätigte noch einmal, dass das „Impfen das Mittel der Wahl“ bleibt. „Am heutigen Tag wurde 4,8 Millionen Menschen in Bayern geimpft.“ Das bedeutet, dass 30 Prozent der Bevölkerung in Bayern geimpft wurde. Die vulnerablen Gruppen seien jetzt geimpft, jetzt soll es „flexibel und pragmatsich weitergehen“.

Jetzt sei es an der Zeit, Kontakte wieder zu ermöglichen. Tourismus und Geselligkeit solle in Bayern wieder einen Platz finden, so Holetschek. Am Ende seiner Rede beschwor der Gesundheitsminister eine Pflege-Reform. „Diese Menschen leisten so viel, da ist es das Mindeste, das wir Danke sagen. Aber das reicht nicht!“, so Holetschek.

Update vom 5. Mai, 13.11 Uhr: Bevor Gesundheitsminister Holetschek an das Rednerpult geht, griff Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) ein wichtiges Thema auf. Sie ging noch einmal auf die Verabschiedung der Bundesnotbremse ein. Anschließend gab es zahlreiche Anfeindungen und Morddrohungen gegen Politiker im Netz. Sie verurteilte dieses Vorgehen vehement. Und forderte alle Menschen auf, sich gegen Hetze und Gewalt im Netz entgegenzustellen.

Update vom 5. Mai, 12.49 Uhr: In wenigen Minuten - genauer gesagt um 13 Uhr - wird Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) eine Regierungserklärung im Bayerischen Landtag zur Lage der Corona-Pandemie halten. Sie können die Übertragung der Rede live bei uns mitverfolgen.

Hier können Sie sich die Rede zur Regierungserklärung noch einmal in voller Länge anhören (Video)

Coronavirus in Bayern: München ist unter entscheidenden Inzidenzwert gerutscht

Update vom 5. Mai, 6.32 Uhr: Gibt es in München bald Corona-Lockerungen? Laut Angaben des RKI liegt die Inzidenz am Mittwochmorgen bei 99. Somit knackt der Wert endlich wieder die wichtige Grenze von 100. Für Öffnungen bräuchte es jedoch weiter eine stabile Entwicklung. Insgesamt fünf Tage lang müsste die Inzidenz dafür unter 100 bleiben. Dann jedoch könnten sich die Münchner wieder über weitreichende Lockerungen freuen - allen voran der Wegfall der Ausgangssperre. Außerdem würde es für die Schüler wieder zurück in den Wechselunterricht gehen und das Testen vor dem „Click & Meet“-Einkauf würde entfallen.

Auch die Corona-Zahlen im Freistaat sind weiter gesunken. Im Vergleich zur Landeshauptstadt ist der Freistaat vom 100er-Wert jedoch noch etwas entfernt: Laut RKI liegt die Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwoch bei 131. 37.

Corona in Bayern: Söder verkündet auf Pressekonferenz einige Lockerungen

Update vom 4. Mai, 17.52 Uhr: Am Dienstagmittag verkündete Ministerpräsident Markus Söder auf einer Pressekonferenz einige Lockerungen (siehe vorherige Updates). Die Münchner Caritas hat von der bayerischen Staatsregierung verlangt, die Corona Vorschriften auch für Altenheime zu lockern. „Wir fordern die Staatsregierung erneut auf, die restriktiven Vorgaben auch für die Alten- und Pflegeheime aufzuheben und den Menschen dort ihre Freiheitsrechte wieder uneingeschränkt zurückzugeben.“ Das sagte Gabriele Stark-Angermeier vom Diözesan-Caritasvorstand am Dienstag. „Warum sollen sich zweifach geimpfte Besucher oder Mitarbeitende noch testen lassen oder eine FFP2-Maske aufsetzen, wenn sie auf zweifach geimpfte Bewohner treffen?“

Das bayerische Kabinett hatte zuvor entschieden, dass vollständig Geimpfte und Genesene ab diesen Donnerstag von vielen Corona-Beschränkungen befreit werden. In den Pflegeheimen in Bayern sollen die bisherigen Einschränkungen für die Senioren aber weiter gelten.

Update vom 4. Mai, 15.45 Uhr: Gastronomie, Tourismus und Kultur - in diesen Bereichen finden in Bayern Lockerungen statt*. Doch wie sieht es mit den Regelungen in Kindergärten aus - hat sich dort etwas verändert? Auch wenn der Inzidenzwert für Distanzunterricht für Grundschulen von 100 auf 165 angehoben wurde, bleibt in den Kitas zunächst alles beim Alten* - das Familienministerium äußerte sich.

Söder verkündet massive Lockerungen für Geimpfte ab Donnerstag - Durchbruch bei Biergärten und Urlaub

Update vom 4. Mai, 14.56 Uhr: Gute Nachrichten für Bayern: Mit den möglichen Öffnungen der Außengastronomie bei einer Inzidenz unter 100 (siehe Update vom 4. Mai, 13.15 Uhr), steht auch möglichen Biergarten-Besuchen in stabilen Regionen ab kommendem Montag nichts mehr im Weg - abgesehen vielleicht vom Wetter*.

Die geplanten Lockerungen in Bayern sorgen in der Wirtschaft für verhaltene Zuversicht. „Wir freuen uns, dass es wieder losgeht“, äußerte sich der Dehoga-Landesgeschäftsführer Thomas Geppert. Zwar werde es schwierig, alleine mit Außengastronomie ein wirtschaftliches Arbeiten hinzubekommen, „aber es ist eine Perspektive - auch für die Mitarbeiter“.

Die bayerischen Brauer bezeichnete die Öffnung der Außengastronomie als „ersten Schritt in die richtige Richtung“. Allerdings dürfe niemand glauben, dass damit für Wirte und Brauer alles wieder in Ordnung sei. Die Volksfestabsagen träfen die Brauwirtschaft schwer. Bis die Gastronomie wieder auf Vorkrisenniveau sei, werde es noch Monate dauern. Aktuell mahnt der Brauerbund außerdem, die Öffnung der Außengastronomie müsse „handhabbar ausgestaltet und kurzfristig auch von der Inzidenzentwicklung abgekoppelt werden“. Nach der Entscheidung in Bayern stehen jetzt auch andere Bundesländer vor der Entscheidung - mitziehen oder abwarten? Auch in NRW steht CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet* vor einer schweren Entscheidung.

Corona in Bayern: Lockerungen auf für einmal Geimpfte? Söder lehnt Österreich-Modell ab

Update vom 4. Mai, 14.25 Uhr: Bayern ist in Sachen Corona laut Markus Söder „vorsichtig optimistisch“. Der Ministerpräsident kündige Lockerungen an (siehe Update vom 4. Mai, 13.15 Uhr), unter anderem auch Freiheiten für zweimal Geimpfte*. Dem österreichischen Modell, bei welchem Menschen schon nach einer von zwei Corona-Impfdosen bereits Lockerungen zugesprochen werden, will Söder aber nicht folgen.

„Wir würden das jetzt nicht machen“, äußerte er sich laut dpa-Informationen. Die Praxis sei mit hohen Risiken verbunden, auch wenn die Erstimpfung bereits einen erhöhten Schutz biete. Das Modell werde hierzulande derzeit nicht näher diskutiert. In Österreich soll schon bald eine Corona-Erstimpfung als Eintrittskarte für Restaurants, Veranstaltungen und Hotels gelten.

Söder verkündet Lockerungen für Geimpfte und Genesene - Regel-Neuerungen zusammengefasst

Update vom 4. Mai, 13.15 Uhr: Auf der Pressekonferenz hat Markus Söder den weiteren Corona-Fahrplan für Bayern bekannt gegeben (Live-Ticker, siehe unten). Das Wichtigste noch einmal zusammengefasst: Einige Erleichterungen kommen - „mit gutem Gewissen“, wie der Ministerpräsident sagt. Ab kommendem Montag (10. Mai) soll in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 die Außengastronomie, also auch Biergärten, bis 22 Uhr öffnen dürfen. Theater, Konzert- und Opernhäuser sowie Kinos dürfen dann ebenfalls öffnen. Zu Beginn der Pfingstferien am 21. Mai soll in Regionen mit niedrigen Corona-Zahlen auch Tourismus wieder möglich sein. Ebenfalls bei einer Inzidenz unter 100 sollen dann Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze wieder aufmachen dürfen.

Bereits von diesem Donnerstag an (6. Mai) werden in Bayern vollständig gegen Covid-19 geimpfte* Menschen mit negativ Getesteten gleich gestellt. Unter anderem sollen Menschen mit vollständiger Corona-Impfung von Testpflichten und von den nächtlichen Ausgangsbeschränkungen befreit werden. Bei der Zahl der maximal erlaubten Kontakte werden vollständig Geimpfte nicht mitgezählt.

Corona in Bayern: Söder verkündet Erleichterungen für Geimpfte - und weitere Regel-Neuerungen

13.06 Uhr: Die Pressekonferenz ist nun beendet.

13.04 Uhr: Wie geht es mit den Kitas und kleinen Kindern weiter? Wäre für Eltern mit kleinen Kindern ein Impf-Angebot möglich? „Wenn wir von der Priorisierung abweichen“, antwortet Holetschek. Bei den Kindergärten habe man sich bewusst für „Umgebungstestungen“ entschieden. Tests für Kinder werden weiter ausgerollt. „Es ist etwas ärgerlich, zu warten, bis Zulassungen erfolgen“, merkt Söder noch an. Schneller gehe es aktuell aber nicht.

13.03 Uhr: Was genau bedeute eine „stabile Inzidenz“, lautet eine weitere Frage. Dabei handle es sich um eine „Wochenschau“, so Holetschek. Nicht jede kleine Veränderung solle in Anspruch genommen werden. Der Wochenzeitraum sei der „Beurteilungsmaßstab“.

12.57 Uhr: Nun folgen noch die Fragen der Journalisten. Wie genau müssen die Nachweise für Genese aussehen, lautet eine Frage. „Man brauche möglichst schnell digitale Lösungen - ebenso wie für den Impfpass“, sagt Holetschek. Der positive PCR-Test sei eines der Mittel, sagt er. Auch ein Nachweis durch das Gesundheitsamt sei möglich. Dies werde noch genauer kommuniziert werden.

12.55 Uhr: Klaus Holetschek spricht. „Doppelt geimpft und 15 Tage - oder Genesen nach sechs Monaten“ - dann würden die neuen Regelungen gelten. Beim Impfen stehen die Zeichen positiv, sagt er.

12.51 Uhr: Aiwanger hoffe, dass die Zahlen bis zum 21. Mai weiter sinken werden. „Insgesamt würde ich die heutige Entscheidung mit der Überschrift ,Perspektive geschaffen‘ überschreiben wollen“, sagt er. Für die Wirtschaft gebe es natürlich weiter Einschränkungen, räumt er ein. Trotz der schwierigen Situation gebe es in Bayern aber einen wahren „Auto-Boom“ - ebenso wie einen „Bau-Boom“. Es sei wichtig, dass auch im Gastro- und Hotelbereich bald wieder Fuß gefasst werden könne.

Corona in Bayern: Pressekonferenz mit Markus Söder live - Neuerungen für Geimpfte kommen

12.50 Uhr: Nun spricht Hubert Aiwanger. „Endlich geht es in die richtige Richtung“, sagt er. Die Öffnung der Außengastronomie mit einer Inzidenz von unter 100 ab 10. Mai sei ein richtiger Schritt. Unter 100 dürften außerdem auch körpernahe Dienstleistungsbetriebe öffnen. Auch etwa Hundeschulen dürften dann wieder öffnen.

12.47 Uhr: Außerdem stelle man hundert Beatmungsgeräte für Indien zur Verfügung, erklärt Söder. Ansonsten habe sich die Koalition gut einigt. „Es ist ein gutes Konzept aus Vorsicht und Optimismus. Eine Erleichterung mit gutem Gewissen.“

12.45 Uhr: Bei den Impfungen gehe es weiter voran, erklärt Söder weiter. „Der Trend geht nach oben.“ Fast ganz Bayern sei bereits „in der Prio 3“. Bald könne die Impfpriorität aufgegeben werden. In Alten- und Pflegeheimen sollen noch einmal intensiv Impfangebote gemacht werden. Im Mai werden rund drei Millionen Impf-Optionen freigegeben, so der Ministerpräsident. Auch Firmenimpfungen sollen vorangebracht werden, ebenso wie Gruppenimpfungen für Schüler. Es gebe auch Überlegungen für Impfungen in sozialen Brennpunkten. „Dies alles zusammen stimmt uns optimistisch“, sagt Söder.

Söder verkündet massive Erleichterungen für Geimpfte ab Donnerstag - und weitere Regel-Neuerungen: JETZT live

12.44 Uhr: Wie sieht es mit den Pfingstferien aus? „Wo es über 100 ist, greift weiter die Notbremse.“ Ab Freitag, 21. Mai, können aber in Gebieten unter 100 Hotels, Ferienhäuser und Campingplätze öffnen, so Söder.

12.42 Uhr: Wie geht es mit den Öffnungen weiter? Bei einer Inzidenz von unter 100 können Regionen Anträge stellen, um zu öffnen. Dies gilt für Außengastronomie ab kommender Woche bis 22 Uhr, mit Tests und Maske „bis zum Platz“. Kunst und Kultur sowie Theater und Kino: Auch hier sei diese Regelung möglich, erklärt Söder. Das Gleiche gelte für den Sportbereich für Kinder.

12.41 Uhr: Schule habe weiter Priorität. Es bleibe bei Vorsicht. Wie am Montag angekündigt, bleibt die Regelung für weiterführende Schulen gleich. Es gilt die Inzidenz von 100. Bei Grundschulen sei es anders. Hier gilt künftig die Inzidenz-Regel von 165 für Distanzunterricht. Auch die fünften und sechsten Klassen für Förderschulen seien darin eingeschlossen. Ab 7. Juni, nach den Pfingstferien, sei der Großteil hoffentlich „unter 100“. Auch ansonsten wolle man dann aber die 165-Regel-Angleichung für alle Schulen anwenden.

12.40 Uhr: Zweimal Geimpfte und Genese sollen sich künftig nicht mehr an Kontaktbeschränkungen sowie an Ausgangssperren halten müssen, erklärt Söder. Bereits ab 6. Mai - „eher als der Bund“ - sollen diese Regeln gelten. Ansonsten bleibt die Ausgangssperre wie bisher erhalten. Ab 7. Juni sollen die „Erleichterungen des Bundes mit aufgenommen werden.“

12.35 Uhr: Die dritte Welle „strukturiere sich jetzt positiver als noch vor einigen Wochen“. Das sei „Anlass für vorsichtigen Optimismus“. Der Sicherheitsmaßstab müsse weiter hochgehalten werden - doch „leichte Öffnungen“, verbunden mit Tests und Impfungen, seien möglich. Das Notbremsen-Gesetz der Bundesregierung gelte weiterhin. Man habe sich aber im Kabinett nun auf einen „Kompromiss“ geeinigt. Die neue Verordnung gelte ab nächsten Montag (10. Mai) für vier Wochen. Danach seien wieder neue Perspektiven möglich.

12.30 Uhr: Die Pressekonferenz beginnt. Markus Söder beginnt. Corona bleibt „Dauerthema“, sagt er, doch es gebe „erhellende Nachrichten“. Die Zahlen würden fallen. „Die Tendenz ist eindeutig“, so der Ministerpräsident weiter.

12.25 Uhr: In wenigen Minuten soll die Pressekonferenz mit Markus Söder, Hubert Aiwanger und Klaus Holetschek beginnen.

Bayerns Corona-Plan: Entscheidung aus Kabinettssitzung durchgesickert - Söder-Pressekonferenz live

Update vom 4. Mai, 12.10 Uhr: Erste Informationen aus der Kabinettssitzung: An den weiterführenden Schulen in Bayern soll es bis zu den Pfingstferien beim bisherigen strikteren Grenzwert für Distanzunterricht bleiben, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Grundschulen dürfen ab nächsten Montag (10. Mai) bis zu einer Sieben-Tage-Inzidenz von 165 Wechselunterricht in allen Klassen anbieten.

An weiterführenden Schulen soll es dagegen zunächst beim bisherigen Grenzwert von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen bleiben. Erst nach den Ferien - ab dem 7. Juni - soll auch dort der Grenzwert 165 gelten, wie in der Bundes-Notbremse vorgesehen. Darauf sollen sich nach dpa-Informationen die Koalitionspartner CSU und Freie Wähler verständigt haben. Der endgültige Kabinettsbeschluss stand aber noch aus.

Corona in Bayern: Pressekonferenz mit Markus Söder - Hier im Live-Stream und Ticker

Update vom 4. Mai, 12 Uhr: In etwa einer halben Stunde wird Markus Söder gemeinsam mit Hubert Aiwanger und Klaus Holetschek vor die Presse treten. Auf welche Corona-Lockerungen hat sich das bayerische Kabinett geeignet? Das Ergebnis der Beratungen erfahren Sie ab 12.30 Uhr hier im Live-Stream und Ticker.

Bayerns Corona-Plan: Drängt Aiwanger Söder zu weiteren Lockerungen? Statement nach Kabinettssitzung hier live

Erstmeldung vom 4. Mai, 9.30 Uhr: München - Lockerungen für Grundschulen, Außengastronomie und kulturelle Einrichtungen: Scheint es nun in der Corona*-Krise in Bayern langsam wieder bergauf zu gehen? Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder zeigte sich am Montag (3. Mai) zumindest vorsichtig optimistisch.

Aufgrund der stabilen und zum Teil auch rückläufigen Corona-Zahlen im Freistaat* kündigte er Öffnungsschritte unter bestimmten Voraussetzungen an. Einen Überblick über die Regeln* finden Sie hier. Endgültig beschlossen sind die Maßnahmen allerdings noch nicht. Über die Details muss sich an diesem Dienstag (4. Mai) das bayerische Kabinett einig werden.

Corona in Bayern: Welche Lockerungen kommen? Pressekonferenz mit Markus Söder

Die Beratungen dazu im Kabinett finden ab 10 Uhr statt. Um 12.30 Uhr will Markus Söder dann gemeinsam mit Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger* und Gesundheitsminister Klaus Holetschek vor die Kameras treten. Die Pressekonferenz können Sie hier im Live-Stream und Live-Ticker verfolgen.

Ganz einig waren sich die Koalitionspartner in Sachen Corona-Politik zuletzt nicht. Einer der Streitpunkte war das Thema Schule*. Der letzte Stand hierzu: Söder kündigte an, bis auf Weiteres beim bisherigen Grenzwert 100 für Distanzunterricht bleiben zu wollen - außer bei den Grundschulen. Die Freien Wähler forderten dagegen für alle Schulen den Grenzwert 165, wie in der neuen Bundes-Notbremse vorgesehen.

Corona-Plan für Schule, Gastro und Kultur: Hat Markus Söder noch eine Überraschung parat?

Wie der konkrete Plan für Schulen, Außengastronomie, Kulturstätten und Hotels nun aussieht, wird sich wohl erst auf der Pressekonferenz zeigen. Ebenso bleibt abzuwarten, ob Markus Söder noch weitere Neuerungen für Bayern verkündet wird. Nicht selten überraschte der Ministerpräsident schließlich in der Corona-Krise vor den Kameras bereits mit unerwarteten Wendungen. (nema mit dpa) *Merkur.de/bayern und msl24.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Bei einem anderen Thema ist die Entscheidung bereits gefallen: Das Oktoberfest 2021 wird nicht stattfinden*. Markus Söder und Münchens OB Reiter erklärten die Gründe.

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe/dpa

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