Discounter und Supermärkte greifen durch

Bei Aldi, Lidl und Co. gelten knallharte Regeln beim Einkaufen - wer sie missachtet, wird im Zweifel rausgeworfen

Hinweisschilder zum Corona-Schutz an Schaufenstern. (Symbolbild)
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Die Corona-Pandemie verändert das Einkaufen.

Seit dem Lockdown-Light gelten verschärfte Regeln. Das betrifft auch den Einzelhandel. Discounter treffen zum Teil härtere Corona-Maßnahmen.

Neckarsulm/Berlin - Die Corona-Pandemie hat vieles verändert (*BW24 berichtete): Die Art wie wir uns begrüßen, wo wir uns aufhalten, aber auch wie wir einkaufen. Je mehr Menschen sich mit dem Coronavirus infizieren*, desto mehr steigt die Angst. Das zeigt sich in vermehrten Hamsterkäufen in deutschen Supermärkten und Discounterketten*. Der seit 2. November geltende Teil-Lockdown* hat viele Wirtschaftszweige in eine schwierige Lage gebracht - auch im Einzelhandel gelten verschärfte Regeln.

Aldi Süd: Kunden ohne Mund-Nasen-Schutz müssen den Markt verlassen

In zahlreichen Supermarktketten gilt nach wie vor die Maskenpflicht* für Kunden und zum Teil auch für Mitarbeiter. Zudem müssen Mindestabstände gewährleistet werden, falls nicht, kommt es zu Eingangsbeschränkungen vor den Märkten. Das führt oft zu langen Warteschlangen. Die sollen jedoch verhindert werden. Eine Auflage schreibt vor, dass Ansammlungen vor Geschäften aufgelöst werden sollen. Die Maskenpflicht könnte deshalb beispielsweise auch bis auf die Parkplätze ausgeweitet werden. Aldi Süd kontrolliert den Einlass daher mit einer digitalen Zählmethode. Kunden, die keine Maske tragen, müssen den Markt verlassen.

In sämtlichen Discountern darf sich nur maximal ein Kunde pro zehn Quadratmeter aufhalten. Kunden müssen untereinander zwei Meter Abstand halten. Lidl bittet auf seiner Website die Kunden, dass jeweils „alle einen Einkaufswagen zu benutzen“, um den Mindestabstand einzuhalten.

In einer 1000 Quadratmeter großen Filiale haben schätzungsweise 40 Personen Platz, wobei das Personal abgezogen wird - somit dürfen rund 30 Kunden gleichzeitig einkaufen. Ein Einkauf mit Großfamilie dürfte sich somit als schwierig erweisen.

Corona: Selbstbedienungs-Automaten außer Betrieb

Da sich das Coronavirus auch durch Schmierinfektionen verbreitet, soll der direkte Kontakt mit den Händen weiterhin vermieden werden*. Deshalb stellen viele Supermärkte und Discounter ihren Mitarbeitern und Kunden Desinfektionsstationen zur Verfügung, wo Hände und Einkaufswägen desinfiziert werden können. Aldi-Kunden müssen etwa bei der Pfandrückgabe nicht mehr auf die Tasten drücken, um den Pfandbon zu erhalten. Wenn keine weiteren Flaschen mehr in den Automaten geworfen werden, druckt er nämlich innerhalb von fünf Sekunden einen Bon aus. Nach Möglichkeit sollen die Kunden bargeldlos zahlen, heißt es außerdem bei Lidl.

Die Kunden werden auch gebeten, keine Hamsterkäufe zu tätigen - Lidl hatte dazu eine Werbekampagne ins Leben gerufen*. Kaffeeautomaten, die am Eingang oder Ausgang einer Filiale stehen, werden bei Aldi und Lidl seit Frühjahr sukzessive abgebaut.

In vielen weiteren Supermarktketten wie Rewe werden die Selbstbedienungstheken wieder geschlossen, wie aus einem Bericht von Chip.de hervorgeht. In einer Münchner Edeka-Filiale würden Schilder die Kunden zudem dazu auffordern, angefasste Ware auch zu kaufen. *BW24 ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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