Neue Einstufung schon ab Sonntag

RKI erklärt beliebte Ferienregion in Südfrankreich zu Hochrisikogebiet – neue Corona-Regeln gelten

Malerisch: Ein Strand bei Saint-Tropez an der französischen Côte d’Azur.
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Malerisch: Ein Strand bei Saint-Tropez an der französischen Côte d’Azur.

Wegen hoher Corona-Infektionszahlen stuft das RKI große Teile Südfrankreichs als Hochrisikogebiet ein - mitten in der Urlaubssaison. Neue Regeln treten in Kraft.

München/Nizza/Saint-Tropez - Frankreich ringt weiter mit der Coronavirus-Pandemie* und führt einen Gesundheitspass ein. Nachteile für Ungeimpfte sowie Massenproteste inklusive. Die Realität: Die Corona-Infektionszahlen sind nach wie vor hoch, selbst im Hochsommer. Und ein Ausweg ist aktuell nicht wirklich in Sicht. Das Robert-Koch-Institut (RKI)* hat nun auf die Entwicklung beim deutschen Nachbarn reagiert.

Corona-Pandemie: RKI stuft Südfrankreich als Hochrisikogebiet ein

So stuft die Bundesregierung größere Teile Frankreichs auf Empfehlung des RKI hin als Corona-Hochrisikogebiet* ein. Von Sonntag an gelte das für die Regionen Okzitanien, Provence-Alpes-Côte d‘Azur sowie die Insel Korsika, teilte das Robert Koch-Institut an diesem Freitag (6. August) mit. Zur Region Provence-Alpes-Côte d‘Azur gehören unter anderem auch die beliebten Urlaubs- und Ferienziele Aix-en-Provence, Nizza, Cannes und Saint-Tropez an der französischen Riviera.

Die neue Einstufung zieht auch neue Corona-Regeln nach sich: Menschen, die aus einem Hochrisikogebiet nach Deutschland einreisen, müssen eine digitale Einreiseanmeldung ausfüllen. Rückkehrer, die nicht geimpft oder genesen sind, müssen in Deutschland in Quarantäne. Ein sogenanntes Freitesten mit einem frischen Negativ-Nachweis ist frühestens nach fünf Tagen möglich.

Im Video: Französischer Verfassungsrat billigt „Corona-Pass“

Wer nach Südfrankreich fliegen will, muss der Airline vor Abflug nun verpflichtend einen negativen Testnachweis oder einen Genesenen- oder Impfnachweis vorlegen. Wer mit dem Auto vor dort zurück nach Deutschland fährt, muss bei einer Kontrolle durch die Bundespolizei ebenfalls einen entsprechenden Nachweis über eine Genesung oder eine Impfung gegen das Coronavirus* erbringen. Oder, wenn weder geimpft noch genesen, einen negativen Test vorzeigen.

Coronavirus-Pandemie: Gesundheitspass - Frankreich reagiert entschieden auf Corona-Infektionszahlen

Erst am Donnerstag (5. August) hatte Frankreich entschieden auf die Corona-Lage im Land reagiert. Konkret: Trotz teils heftiger Proteste auf der Straße hat der französische Verfassungsrat die Verschärfung der Corona-Restriktionen im Land gebilligt. Die Ausweitung der Regelungen zum Gesundheitspass (pass sanitaire) und die Impfpflicht für Gesundheitspersonal können damit wie geplant am Montag (9. August) in Kraft treten.

Anders ist die Bewertung der Corona-Situation in den Niederlanden: Nach einem Rückgang der Infektionszahlen gilt der nordwestliche deutsche Nachbar dann nicht mehr als Hochrisikogebiet. (pm/dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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