Besorgniserregende Entwicklung

Corona-Lage „stark verschlechtert“: Urlaubs-Region am Mittelmeer verhängt nun harten Lockdown

Nizza: Mitarbeiter der Stadtverwaltung entfernen die berühmten blauen Stühle auf der „Promenade des anglais“.
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Nizza: Mitarbeiter der Stadtverwaltung entfernen die berühmten blauen Stühle auf der „Promenade des anglais“.

In Deutschland genießen die Menschen derzeit das schöne Wetter. Auch in einer französischen Urlaubsregion zieht es die Menschen nach draußen - mit fatalen Folgen.

Nizza - Mit ihrem mediterranen Klima und den malerischen Landschaften lockt die Côte d‘Azur Jahr für Jahr viele Urlauber an. Die Region in Frankreich zählt zu den beliebtesten Urlaubsregionen Europas.

Auch hier hat allerdings in den letzten Wochen und Monaten das Coronavirus* das öffentliche Leben im Griff. Nun musste man rund um die südfranzösischen Städte Nizza und Cannes die Corona-Maßnahmen verschärfen. Eine extrem hohe Zahl an Neuinfektionen* bereitet den Behörden Sorgen.

Corona an der Côte d‘Azur: Britische Mutation und gutes Wetter machen Probleme

Laut Regionalregierung hat sich die Lage in den Küstengemeinden von Théoule-sur-Mer westlich von Cannes bis Menton an der italienischen Grenze „stark verschlechtert“. Um dem entgegenzuwirken, sollen dort auch die Corona-Impfungen* schneller vorangehen. Zu diesem Zweck wurden nach Behördenangaben zusätzliche Impfdosen bei den Herstellern Pfizer und Astrazeneca bestellt.

Nach offiziellen Berichten war in Nizza die Zahl der Corona*-Neuinfektionen auf mehr als 700 pro 100.000 Einwohner angestiegen. Dies entspricht dem dreifachen des französischen Durchschnittswerts von rund 190. Aus Sicht der Behörden sind die Gründe des sprunghaften Anstiegs vielfältig. Einerseits habe die britische Virus-Mutation* Einfluss genommen. Andererseits habe aber auch das frühlingshafte Wetter die Disziplin der Menschen geschwächt und diese an die Strände gelockt. Der Weltärzte-Chef schlug deshalb bereits Alarm.

Corona an der Côte d‘Azur: Regionalregierung verschärft die Maßnahmen

Nun zog man erste Konsequenzen. Wie Bernard Gonzalez, der Präfekt des Verwaltungsbezirks Alpes-Maritimes, am Montag mitteilte, gelten schon ab dem kommenden Wochenende weitgehende Ausgangsbeschränkungen. Zudem habe man sich entschlossen, die Kontrollen an den Flughäfen und an der Grenze zu Italien deutlich zu verschärfen. So müssen künftig einreisende EU-Bürger den französischen Grenzposten einen negativen PCR-Test* vorweisen.

In der betroffenen Region dürfen die Bewohner ihre Häuser an Wochenenden lediglich für maximal eine Stunde im Umkreis von fünf Kilometern verlassen. Wer sich nicht an die Vorgaben hält, muss mit einem Bußgeld von 135 Euro rechnen.

Darüber hinaus ist in den genannten Regionen an der Côte d‘Azur auch der Einzelhandel von den verschärften Corona-Regelungen betroffen. Ab Dienstag müssen alle Geschäfte mit über 5000 Quadratmetern Verkaufsfläche schließen. Nur Lebensmittelläden dürfen offen bleiben. Die Corona-Maßnahmen sollen zunächst für zwei Wochen gelten. (kh) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes

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