News-Ticker

Corona in Deutschland: Inzidenz setzt Anstieg weiter fort – doch Zahl der Toten sinkt

Am zweiten Tag in Folge liegt die Corona-Inzidenz in Deutschland über 30. Dafür ging die Zahl der Todesfälle im Vergleich zur Vorwoche zurück. Der News-Ticker.

  • Die Corona*-Lage in Deutschland entspannt sich noch nicht.
  • Die Sieben-Tage-Inzidenz* übertrifft wie schon am Vortag den Grenzwert von 30. Bei den Todeszahlen* sinkt der Wert im Vergleich zur Vorwoche deutlich.
  • Der Chef der Bundesagentur für Arbeit fordert unterdessen Impf-Angebote in Jobcentern (siehe Update vom 14. August, 9.22 Uhr).
  • Dieser News-Ticker zum Thema Corona in Deutschland wird regelmäßig aktualisiert.

Update von 14. August, 12.17 Uhr: Am Freitag (13. August) gab das Bundesgesundheitsministerium via Twitter an, dass man „inzwischen allen Bürgerinnen und Bürgern ein Impfangebot“ machen kann. Gesundheitsminister Jens Spahn meldete sich einen Tag später zu Wort. Er twitterte, dass in Deutschland inzwischen 52,5 Millionen Menschen mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft wurden. Das entspricht 63,1 Prozent der Gesamtbevölkerung. Vollständigen Corona-Impfschutz haben 47,4 Millionen Bundesbürger (57 Prozent).

Update von 14. August, 10.44 Uhr: Die Impfkampagne verlor in Deutschland zuletzt an Geschwindigkeit. Vom Vorstandsvorsitzenden der Bundesagentur für Arbeit (BA) kam nun ein Vorschlag, wie die Corona-Impfungen wieder an Fahrt aufnehmen könnten. Mit Impf-Angeboten in Jobcentern will BA-Chef Detlef Scheele die Zahl der Geimpften erhöhen.

Demnach könnte den kommunalen Impfzentren helfen, „in die Jobcenter zu gehen und dort Impfungen anzubieten“, meinte Scheele im Interview mit den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Dadurch würde man unter Umständen auch Menschen von einer Corona-Impfung überzeugen können, „die sonst schwer zu erreichen sind“. In Hamburg und anderen Städten wird dies bereits erfolgreich praktiziert.

Corona in Deutschland: Inzidenz setzt Anstieg weiter fort – doch Zahl der Toten sinkt

Erstmeldung vom 14. August, 9.22 Uhr: Berlin – Die Corona-Entwicklung der letzten Tage setzt sich weiter fort. Auch am zweiten Tag nacheinander übertraf die Sieben-Tage-Inzidenz den Wert von 30. Laut Daten des Robert Koch-Instituts* (RKI) vom Samstagmorgen lag sie bei 32,7. Am Freitag hatte der Wert 30,1 betragen, noch vor einer Woche lag er nur bei 21,2.

Bislang diente die Inzidenz in der Pandemie als oberste Grundlage für viele Corona*-Einschränkungen. So gründete unter anderem die Ende Juni ausgelaufene Bundesnotbremse auf dem Inzidenzwert. In Zukunft sollen aber auch andere Parameter stärkere Berücksichtigung finden. Dazu zählen die Krankenhauseinweisungen.

Das hatten auch die Intensivmediziner von Bund und Ländern gefordert. „Neben dem reinen Inzidenzwert müssen die Zahlen der Krankenhausaufnahmen, Neuaufnahmen auf die Intensivstationen und die Auslastung bei der Intensivbettenbelegung mit Covid-19-Fällen eine zentrale Rolle spielen“, äußerte sich Gernot Marx, Präsident der Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, gegenüber der Rheinischen Post. Nach Ansicht von Marx und seinen Kollegen kann die Sterberate nur dann gesenkt werden, „wenn sich noch mehr Menschen durch eine vollständige Impfung schützen.“

Corona in Deutschland: Zahl der ans RKI gemeldeten Neuinfektionen steigt stark an

Das RKI bekam von den Gesundheitsämtern in Deutschland binnen eines Tages insgesamt 5644 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Diese Zahlen vom Samstagmorgen ergeben sich aus den Daten des RKI-Dashboards (Stand: 04.27 Uhr). Damit stieg auch dieser Wert im Vergleich zur Vorwoche an, da betrug die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen* 3206.

Das RKI hatte zum Thema Ansteckung mit dem Coronavirus in seinem Wochenbericht eine interessante Feststellung gemacht. Demnach steckt sich eine Altersgruppe ganz besonders häufig an*.

Corona in Deutschland: RKI meldet weniger Todesfälle als in der Vorwoche

In Deutschland wurden nach RKI-Angaben innerhalb von 24 Stunden 11 Todesfälle verzeichnet. Dieser Wert lag vor einer Woche mit 24 Todesfällen mehr als doppelt so hoch. Insgesamt zählte das RKI seit Beginn der Corona-Pandemie 3.816.285 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Allerdings dürfte die tatsächliche Gesamtzahl deutlich höher liegen, weil viele Infektionen nicht erkannt werden.

Laut RKI liegt die Zahl der Genesenen bei 3.677.800. An oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 starben in Deutschland den RKI-Daten zufolge 91.864 Menschen. (kh) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Peter Kneffel/dpa

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