Infektionszahlen sinken weiter

Corona in Deutschland: Einreise nach Deutschland aus Nicht-EU-Ländern bald wieder möglich

Die bundesweite 7-Tagesinzidenz nimmt ab. Während sich die Virusvariante Delta stärker ausbreitet, lockert Deutschland die Einreisebedingungen. Der News-Ticker.

  • Die bundesweite 7-Tages-Inzidenz bei Corona-Infektionen sinkt weiter.
  • Ab dem 25. Mai dürfen Geimpfte aus Nicht-EU-Ländern wieder nach Deutschland einreisen (sie Update von 18.32 Uhr)
  • Derweil verkündet das Tübinger Unternehmen CureVac* eine Hiobsbotschaft (siehe Ursprungsmeldung).
  • Dieser News-Ticker wird regelmäßig aktualisiert.

Update vom 17. Juni, 18.32 Uhr: Auch wer nicht aus der EU kommt darf mit einer vollständigen Corona-Impfung in Zukunft nach Deutschland einreisen. Informationen der deutschen Presseagentur zufolge, soll das schon ab 25. Juni wieder möglich sein, egal ob als Geschäftsreisende, Touristen, Studenten oder einfach für einen Besuch. Bisher war das nur in Ausnahmefällen möglich.

Bundespolizei und Fluggesellschaften sollen den Nachweis der Impfung bei der Einreise prüfen. Um Fälschung und Betrug zu vermeiden, legt die neue Regelung genau fest, wie der Impfnachweis aussehen muss. Außerdem werden lediglich die Impfstoffe anerkannt, die das Paul-Ehrlich-Institut auf seiner Internetseite aufzählt. Das sind derzeit die Produkte von Biontech*, Moderna*, Astrazeneca* und Janssen.

Corona in Deutschland: Wütende Menschen in Freibad-Schlange - Ordnungsamt macht dicht

Update vom 17. Juni, 13 Uhr: Wütende Menschen in einer langen Schlange vor einem voll besetzten Freibad in Kaiserslautern haben für einen Polizeieinsatz gesorgt. Sie seien gegenüber dem Personal verbal aggressiv geworden und hätten sich nicht an die Abstandsregeln gehalten, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Letztlich entschieden das Ordnungsamt und der Betreiber des Schwimmbades nach den Vorfällen vom Mittwochnachmittag, an diesem Tag keine Besucher mehr einzulassen.

Laut Polizeiangaben hatten etwa 150 Menschen am Eingang des Schwimmbads gewartet, in dem die maximal zulässige Besucheranzahl bereits erreicht gewesen war. „Ich hoffe, dass das eine Ausnahme war“, sagte Oberbürgermeister Klaus Weichel (SPD). Ansonsten könnten mehr Sicherheitspersonal oder die Rückkehr zur Vorabbuchung von Online-Tickets die Folgen sein.

Update vom 17. Juni, 12.50 Uhr: Der Rückschlag der Tübinger Biopharmafirma Curevac bei der Entwicklung eines Corona-Impfstoffs bringt die Impfkampagne in Deutschland laut Bundesregierung nicht durcheinander. „Eine Auswirkung auf das Tempo unserer Impfkampagne hat diese Mitteilung nicht“, sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums am Donnerstag in Berlin. Die Nachrichten über vorläufige Studienergebnisse könne das Ministerium nicht kommentieren.

Curevac hatte mitgeteilt, dass sein Impfstoffkandidat in einer Zwischenanalyse nur eine vorläufige Wirksamkeit von 47 Prozent gegen eine Covid-19-Erkrankung erzielt habe. Damit habe er vorgegebene Kriterien nicht erfüllt. Ursprünglich hatte das Tübinger Unternehmen den Impfstoff schon im Juni zugelassen spritzen wollen.

Corona in Deutschland: Apps sollen schon bald um wichtiges Detail erweitert werden

Update vom 17. Juni, 11.50 Uhr: Die Corona-Warn-App (CWA) und die CovPass-App sollen den Alltag mit der Pandemie in Deutschland erleichtern. So können unter anderem Nachweise über vollzogene Impfungen digital hinterlegt werden. Ab Ende Juni können dann auch von Covid-19 Genesene ihren Status in den Apps hinterlegen. Ab dann sollen auch Genesene mit Impfung ihren Schutzstatus digital nachweisen können, erklärte das Bundesgesundheitsministerium (BMG) der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag.

Die Funktionen würden mit der nächsten Entwicklungsstufe beider Apps nachgelegt. Auch das Austellungssystem für die Zertifikate bei Apotheken, Impfzentren und Arztpraxen soll dann diesen Fall abbilden können. Aktuell können Betroffene noch nicht auf regulärem Weg an einen digitalen Nachweis kommen. Grund dafür sind nach Angaben des BMG zunächst einmal technische Fragen. Genesene mit Impfung seien bei der europäischen Lösung von Anfang an mitbedacht worden, erklärte ein Sprecher. Es sei aber noch nicht geklärt, auf welche Art in diesem Fall ein Nachweis erbracht werden kann.

Das liege laut BMG unter anderem auch daran, dass innerhalb Europas mit Genesenen beim Impfen nicht einheitlich verfahren werde. Während sie in Deutschland momentan für nur eine Impfung vorgesehen seien, erhielten sie in manchen anderen europäischen Ländern zwei Impfdosen.

Corona in Deutschland: Inzidenz sinkt weiter – Delta-Variante breitet sich aus

Ursprungsmeldung: Berlin - Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz* bei den Corona-Infektionen ist weiter gesunken - und liegt aktuell bei 11,6. Zum Vergleich, am Vortag war der Wert bei 13,2, in der Vorwoche bei 19,3. Weiter meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) am Donnerstagmorgen 1330 Corona-Neuinfektionen sowie 105 neue Todesfälle binnen eines Tages.

Die Virus-Variante Delta nimmt in Deutschland weiter zu. Binnen einer Woche hat die erstmals in Indien aufgetretene Mutation ihren Anteil an Neuinfektionen mit dem Coronavirus* deutlich gesteigert. Mit 6,2 Prozent in der Kalenderwoche 22 (31. Mai bis 6. Juni) bleibe sie aber weiter relativ selten, heißt es im jüngsten Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI). In der Woche zuvor (KW 21) hatte der Anteil der Delta-Variante an den untersuchten Proben samt Nachmeldungen noch bei 3,7 Prozent gelegen

Corona in Deutschland: Delta-Variante auf dem Vormarsch, Immunologe beschwichtigt zu vierter Welle

Mit einem Anteil von gut 86 Prozent an den untersuchten Proben löste die Variante Alpha (B.1.1.7, entdeckt in Großbritannien) in der ersten Juniwoche bundesweit jedoch weiter den Großteil der Infektionen aus. Ihr Anteil sinkt allerdings langsam. Die weiteren besorgniserregenden Varianten Beta und Gamma spielen weiter eine untergeordnete Rolle.

Der Dortmunder Immunologen Carsten Watzl schätzt, dass die deutliche Zunahme bei der Delta-Variante noch kein Indikator für eine drohende vierte Welle sei. „Wir müssen aber aufpassen, dass die Inzidenzen nicht durch leichtsinnige Öffnungen wieder nach oben gehen“, twitterte er. Weiter gab er sich zuversichtlich, dass bei guter Impfquote bis zum Herbst von über 80 Prozent Deutschland trotz dann wahrscheinlich dominierender Delta-Variante gut durch den Winter kommt. Die Delta-Variante sei wegen ihrer schnelleren Übertragbarkeit ernst zu nehmen, sagt auch der Berliner Physiker Dirk Brockmann vom Institut für Biologie der Humboldt-Universität im rbb-Inforadio.

Rückschlag für Impfstoffhersteller Curevac

Derweil kommt es zu einem Rückschlag für das Tübinger Pharmaunternehmen CureVac, das als Hoffnungsträger der deutschen Impfkampagne galt. Nun hat die Fima im Rennen um die Markteinführung ihres Impfstoffes einen empfindlichen Dämpfer publik gemacht. Das Unternehmen musste am späten Mittwochabend in einer Pflichtbörsenmitteilung einräumen, dass der eigene Impfstoffkandidat CVnCoV in einer Zwischenanalyse nur eine vorläufige Wirksamkeit von 47 Prozent gegen eine Corona-Erkrankung „jeglichen Schweregrades“ erzielt habe. Damit habe er die vorgegebenen statistischen Erfolgskriterien nicht erfüllt. (aka/dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Felix Schröder

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