News-Ticker

Corona-Inzidenz steigt den vierten Tag in Folge: Spahn mit Einschätzung zur Impf-Quote - „Reicht noch nicht“

In Deutschland steigt die Corona-Inzidenz weiter an. Derweil wird über die Aufhebung weiterer Maßnahmen diskutiert. Ist das Ende der Pandemie in Sicht? Der News-Ticker.

  • Die Ausbreitung der Delta-Mutation* in Deutschland sorgt für Streit. Das Robert-Koch-Institut* verzeichnet steigende Zahlen (siehe Erstmeldung).
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn gibt nun ein Update zur aktuellen Impf-Lage (Siehe Update vom 10. Juli, 14.59 Uhr).
  • Europäische Gesundheitsbehörde ECDC meldet erstmals Corona-Fälle in Deutschland in Verbindung mit der EM (siehe Update vom 10. Juli, 12.36 Uhr).
  • Dieser News-Ticker zu Corona* in Deutschland ist beendet. Eine Fortsetzung finden sie hier.

Update vom 11. Juli, 7.30 Uhr: Erstmals seit rund zwei Wochen ist die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland wieder über den Wert von 6,0 geklettert. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntagmorgen lag sie bei 6,2 (Vortag: 5,8; Vorwoche: 5,0). Die Gesundheitsämter haben dem RKI demnach 745 neue Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 559 Ansteckungen gelegen. Sechs Todesfälle wurden innerhalb von 24 Stunden gemeldet. Vor einer Woche waren es sieben Tote gewesen.

Update vom 10. Juli, 22.02 Uhr: Mitten in der Reisesaison steigen vielerorts wieder die Infektionszahlen. Auch in Deutschland beginnt eine neue Debatte über das richtige Maß der Corona-Maßnahmen. Einige Länder in der EU sind schon einen Schritt weiter: Die Niederlande, Griechenland oder Spanien haben Lockerungen zurück genommen. Was bedeutet das für die Urlaubssaison?

Nach Einschätzung der EU-Kommission ist sie nicht in Gefahr. „Wir müssen uns jetzt vor zu großer Aufregung hüten und Überreaktionen vermeiden“, sagte Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag). Die Lage müsse nicht automatisch gefährlicher werden. Vor allem eine gute Impfquote könne dabei hilfreich sein.

Corona in Deutschland: Mehr als 42 Prozent der Bevölkerung sind vollständig geimpft

Update vom 10. Juli, 14.59 Uhr: In Deutschland sind inzwischen mehr als 42 Prozent der Gesamtbevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Samstag (Stand: 10.35 Uhr) betrug die Quote am Freitag 42,1 Prozent. An dem Tag wurden demnach wie schon zuvor knapp 700.000 Impfungen gezählt. Insgesamt haben bisher 48,4 Millionen Menschen (58,2 Prozent) mindestens eine Impfdosis erhalten, rund 35 Millionen sind vollständig geimpft.

„Das ist gut - aber im Wettlauf mit der Delta-Variante reicht das noch nicht. Impfstoff, um jeden zu impfen, ist nun da. Bitte nutzen Sie es!“, twittert Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zu den aktuellen Zahlen.

Corona in Deutschland: Mehr als 42 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft

Die Ausbreitung der Delta-Variante macht Experten zufolge eine höhere Impfquote als bislang angenommen erforderlich. Laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) sollten 85 Prozent der Zwölf- bis 59-Jährigen und sogar 90 Prozent der Menschen ab 60 Jahren geimpft sein. Der wissenschaftliche Beirat der französischen Regierung erklärte am Freitagabend, er halte sogar eine Impfquote von bis zu 95 Prozent für notwendig.

Update vom 10. Juli, 12.45 Uhr: Ein massiver Corona-Ausbruch in Karlsruhe (Baden-Württemberg) geht auf einen Club zurück. Eine Reiserückkehrerin aus Mallorca ist wohl dafür mitverantwortlich*. Sie musste keinen negativen Corona-Test vor dem Abflug vorlegen.

ECDC meldet erstmals Corona-Fälle in Deutschland in Verbindung mit EM

Update vom 10. Juli, 12.36 Uhr: Die europäische Gesundheitsbehörde ECDC hat im Zusammenhang mit der Fußball-EM erstmals auch Corona-Fälle in Deutschland gezählt. Insgesamt lassen sich 18 Infektionen in Deutschland mit der EM in Verbindung bringen, teilt die ECDC in ihrem wöchentlichen Bericht mit. Insgesamt ist demnach die Zahl der Fußball-Corona-Fälle seit Beginn der EM auf 2.535 gestiegen. Besonders betroffen sei Schottland mit allein 1.991 Corona-Infektionen.

Update vom 10. Juli, 10.17 Uhr: Europas Urlaubsländer werden zu Corona-Hotspots. In vielen beliebten Reisezielen steigen die Infektionszahlen an. „Ungeimpfte dürfen nicht mehr reisen“, fordert jetzt der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung in Rheinland-Pfalz, Peter Heinz. Eine Impfpflicht lehnt er aber ab.

Inzidenz steigt den vierten Tag in Folge - Hamburgs Bürgermeister glaubt an Pandemie-Ende

Erstmeldung vom 10. Juli 2021

München - Die 7-Tage-Inzidenz bei Corona-Infektionen ist am vierten Tag in Folge angestiegen. Sie liegt aktuell bei 5,8 Neuinfektionen in sieben Tagen pro 100.000 Einwohner (Vortag: 5,5; Vorwoche: 4,9). Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 952 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 671 Corona-Neuinfektionen) und 35 Todesfälle registriert. Das geht aus den Daten des RKI-Dashboards vom Samstagmorgen hervor.

  • 3.735.420 Menschen in Deutschland haben sich seit Beginn der Corona-Pandemie nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert.
  • 91.225 Menschen starben bisher an oder mit Corona, teilt das RKI mit.
  • Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.634.000 an. 

Corona in Deutschland: Weiter Weg Richtung Herdenimmunität

Derweil gibt es immer mehr Menschen, die angesichts der steigenden Impfzahlen ein Ende aller Corona-Beschränkungen fordern. Auch Außenminister Heiko Maaß (SPD) hatte sich bereits öffentlich dafür ausgesprochen. Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) sieht diese Forderung kritisch. „Bevor wir alle Maßnahmen aufheben können, müssen wir noch deutlich weiter in Richtung Herdenimmunität kommen“, sagte die SPD-Politikerin der Augsburger Allgemeinen. „Die Pandemie ist noch nicht überstanden“, warnte sie.

Das RKI meldet die Corona-Fallzahlen am Sonntag (10.07.2021). Die Inzidenz steigt auf 5,8.

Corona-Zahlen in Deutschland: Diskussion um Ende aller Maßnahmen

Gleichwohl müssten alle verbliebenen Maßnahmen laufend darauf überprüft werden, ob sie noch verhältnismäßig seien, sagte die Justizministerin. „Es ist ein großer Erfolg, dass Dank der niedrigen Infektionszahlen und des Fortschritts beim Impfen bereits die meisten Einschränkungen aufgehoben werden konnten“, sagte Lambrecht. Dies gelte besonders „für Einschränkungen, die tief in die Grundrechte eingreifen“.

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) sieht die Entwicklung trotz der aktuellen Ausbreitung der Delta-Variante* optimistisch. Er geht davon aus, dass die Corona-Pandemie Ende des Jahres überstanden ist. „Ich denke, wir werden die Pandemie dieses Jahr hinter uns lassen“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Die zugelassenen Impfstoffe schützten nach ersten Erkenntnissen auch vor den neuen Virus-Varianten. „Nun kommt es darauf an, dass sich möglichst viele Bürgerinnen und Bürger impfen lassen und wir als Gesellschaft damit insgesamt geschützt sind.“ Eine Auffrischungsimpfung gegen Corona werde wohl nötig sein*. „Dies wäre als Routine in unserem Gesundheitssystem auch machbar. kah/dpa*Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Robert Michael/dpa

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