Pandemie im Freistaat

Drei Regionen in Bayern Corona-frei: Söder gibt dennoch düstere Delta-Prognose für Juli ab

Christian Doleschal (l), Vorsitzender der Jungen Union Bayern und Mitglied des Europäischen Parlaments, begrüßt auf einer Landesversammlung der Jungen Union Bayern g Markus Söder CSU-Parteivorsitzender und Ministerpräsident von Bayern.
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Markus Söder (r.) zu Gast bei einer Landesversammlung der Jungen Union Bayern.

Die Corona-Zahlen in Bayern sinken. Drei Regionen sind sogar Covid-frei. Öffnen bald wieder Clubs und Discos? Markus Söder warnte vor der Delta-Variante.

  • Dieser Ticker informiert Sie immer aktuell über die Corona*-Lage in Bayern. Zwei Städte und ein Landkreis im Freistaat haben eine Inzidenz von 0.
  • Markus Söder warnte nun vehement vor der Delta-Mutante (siehe Update vom 19. Juni, 15.35 Uhr).
  • Erneut gab es im Freistaat am Wochenende Massenpartys auf den Straßen, die Dehoga fordert nun die Öffnung von Clubs (siehe Update vom 20. Juni, 10.37 Uhr).
  • Dieser Ticker ist beendet. Alles weiteren Corona-Nachrichten für Bayern gibt es im neuen News-Ticker.

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Update vom 20. Juni, 10.37 Uhr: Am Wochenende gab es in Bayern erneut wieder zahlreiche nächtliche Outdoor-Partys. Nun fordert der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) erneut die Öffnung von Clubs und Diskotheken. „Die Erfahrungen zeigen doch: Die Menschen treffen sich zum Feiern“, sagt Landesgeschäftsführer Thomas Geppert.

Corona in Bayern: Nach Massenpartys - Dehoha fordert Öffnung von Clubs und Discos

„Die Frage ist doch nur, will ich das irgendwo in einem ungeschützten Raum ohne jegliche Auflage und Nachverfolgbarkeit oder biete ich sichere Bereiche.“ Aus seiner Sicht würde die Öffnung von Clubs „sofort Entspannung schaffen und für mehr Sicherheit sorgen und zudem die Akzeptanz anderer Maßnahmen erhöhen“.

Währenddessen sind die Corona-Zahlen im Freistaat erneut gesunken. Am Sonntagmorgen liegt die Inzidenz laut RKI bei 10,5. Zum Vergleich: Am Vortag lag dieser Wert noch bei 11,3.

Update vom 19. Juni, 19.47 Uhr: Die aggressive Delta-Variante wird sich durchsetzen, sind sich Jens Spahn (CDU) und Karl Lauterbach (SPD) einig. Der Bundesgesundheitsminister und der SPD-Gesundheitsexperte äußerten sich bei der Online-Tagung der Evangelischen Akademie in Tutzing dennoch zuversichtlich.

Die Corona-Pandemie werde weiter abklingen, prognostizieren beide. Spahn geht davon aus, dass auch die Delta-Variante durch niedrige Inzidenzwerte im Zaum gehalten werden kann. Stecken sich wenig Menschen an, können die Infektionsketten gebrochen werden. Auch nach den Sommerferien sollen Schülerinnen und Schüler Masken im Unterricht tragen, fordert Spahn. Von den Schulen aus könnte das Coronavirus im schlimmsten Fall verteilt werden.

Corona in Bayern: Söder gibt düstere Delta-Prognose für Juli ab

Update vom 19. Juni, 15.32 Uhr: Die Delta-Variante des Coronavirus wird schon in drei bis vier Wochen in Deutschland dominieren, diese Einschätzung gab Bayerns Ministerpräsident Markus Söder am Samstag ab und warnte vor der Mutante. Sie sei acht Mal ansteckender als die Ursprungsvariante, so Söder auf der Landesversammlung der Jungen Union Bayern in Unterhaching.

„Wer zu früh aufsteht in einem Krankheitsfall, der riskiert einen schweren Rückschlag“, sagte Söder. Die Wissenschaftler hätten in früheren Wellen fast punktgenau vorhergesagt, wann es wieder zu größerem Infektionsgeschehen kommen wird. „Ich lasse nicht zu, dass wegen kleiner Interessen am Ende das ganze Land in Mitleidenschaft gezogen wird“, sagte der Regierungschef und verteidigte seine vorsichtige Corona-Linie. Wichtig sei es jetzt, das Impftempo - vor allem bei den Zweitimpfungen - zu erhöhen. „Es kommt jetzt auf jeden Tag an.“

Corona-Inzidenz von 0: Drei Regionen in Bayern Covid-frei - doch es gibt auch ein Sorgenkind

Erstmeldung vom 19. Juni: München - Das Wochenende startet mit guten Nachrichten: Die Inzidenz in Bayern ist erneut leicht gesunken. Am Samstag meldet das RKI einen Wert von 11,3. Zum Vergleich: Am Vortag lag dieser bei 12. Mit dem deutschlandweiten Bundesdurchschnitt von 9,6 kann der Freistaat aktuell noch nicht ganz mithalten.

Corona in Bayern: Keine Neuinfektionen in Straubing, Amberg-Sulzbach und Wunsiedel

Dafür ist in zwei bayerischen Landkreisen und einer Stadt die Corona-Inzidenz am Samstag auf null gesunken. Sowohl in Straubing als auch in den Landkreisen Amberg-Sulzbach und Wunsiedel gab es in der vergangenen Woche keine Neuinfektionen, meldet das RKI.

Momenten gibt es unter den 96 Landkreisen und kreisfreien Städten im Freistaat nur noch eine Kommune mit einer Inzidenz von über 50: Sorgenkind Schweinfurt in Unterfranken mit 58. Im Vergleich zum Vortag ist der Wert in Bayerns Corona*-Hotspot sogar ein gutes Stück angestiegen. Am Freitag lag dieser noch bei 52,4.

Kleines Trostpflaster: Immerhin ist Schweinfurt nicht mehr deutscher Spitzenreiter. In dieser Hinsicht wurde die Stadt von rheinland-pfälzischen Zweibrücken abgelöst. Hier liegt die Infektionsquote am Samstag bei 61,4.

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