Chicago: Mehr Morde als in New York und Los Angeles zusammen

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Allein im August kamen 92 Menschen offiziellen Angaben zufolge in Chicago gewaltsam zu Tode. Foto: Chicago Police Department/Illustration

Chicago (dpa) - Bei Schießereien am verlängerten Labor-Day-Wochenende in der US-Metropole Chicago sind 13 Menschen getötet worden. Damit stieg die Zahl der Menschen, die in der Stadt in diesem Jahr bislang ermordet wurden, nach Angaben der Zeitung "Chicago Tribune" auf mehr als 500.

Das sind nicht nur mehr als im Vorjahr, obwohl 2016 noch längst nicht vorbei ist. In der drittgrößten Stadt der USA starben damit auch mehr Menschen in einem Jahr durch Mord als in den beiden größeren Metropolen New York und Los Angeles zusammen.

Allein im August kamen 92 Menschen offiziellen Angaben zufolge in Chicago gewaltsam zu Tode, eine Zahl, die die meisten US-Großstädte nicht einmal in sechs Monaten erreichten, wie die "Washington Post" am Dienstag berichtete. Auch für die 2,7 Millionen Einwohner zählende Stadt bedeutet der Gewaltausbruch laut "Tribune" einen traurigen Rekord in fast zwei Jahrzehnten. Die meisten Mordfälle gehen den Berichten zufolge auf Waffengewalt zurück - Schießereien, kriminelle Gangs, die ihre Konflikte auf der Straße austragen, aber auch zunehmende Spannungen zwischen Polizeikräften und der Bevölkerung.

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