Unwetterwarnung

"Burglind" trifft den Westen Deutschlands mit Orkanböen

Feuerwehrmänner zersägen auf der B500 am Feldberg im Schwarzwald einen vom Sturm umgestürzten Baum. Foto: Patrick Seeger
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Feuerwehrmänner zersägen auf der B500 am Feldberg im Schwarzwald einen vom Sturm umgestürzten Baum. Foto: Patrick Seeger
Bei Rorschach (Schweiz) am Bodensee treibt "Burglind" die Wellen gegen die Promenade. Foto: Gian Ehrenzeller/KEYSTONE
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Bei Rorschach (Schweiz) am Bodensee treibt "Burglind" die Wellen gegen die Promenade. Foto: Gian Ehrenzeller/KEYSTONE
In Ratingen in NRW ist ein Baum auf ein Hausdach gestürzt. Foto: David Young
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In Ratingen in NRW ist ein Baum auf ein Hausdach gestürzt. Foto: David Young
Nachdem Sturmtief "Burglind" durchgezogen ist, liegen Teile eines Daches in Stuttgart auf der Straße und auf den Schienen der Stadtbahn. Foto: Willinger/SDMG
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Nachdem Sturmtief "Burglind" durchgezogen ist, liegen Teile eines Daches in Stuttgart auf der Straße und auf den Schienen der Stadtbahn. Foto: Willinger/SDMG
Polizisten räumen in Köln einen umgestürzten Baum von einer Straße. Foto: Oliver Berg
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Polizisten räumen in Köln einen umgestürzten Baum von einer Straße. Foto: Oliver Berg
Sturmtief Burglind hat in NRW zahlreiche Bäume entwurzelt und Schäden verursacht. Foto: Roland Weihrauch
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Sturmtief Burglind hat in NRW zahlreiche Bäume entwurzelt und Schäden verursacht. Foto: Roland Weihrauch
Im Hunsrückdorf Pfaffenheck hat der Sturm ein Verkehrsschild umgestürzt. Foto: Thomas Frey
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Im Hunsrückdorf Pfaffenheck hat der Sturm ein Verkehrsschild umgestürzt. Foto: Thomas Frey
Wellen branden an die Seepromenade des Genfersee. Foto: Laurent Gillieron/KEYSTONE
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Wellen branden an die Seepromenade des Genfersee. Foto: Laurent Gillieron/KEYSTONE
Einsatzkräfte der Feuerwehr Dortmund räumen einen umgestürzten Baum aus dem Weg. Foto: Feuerwehr Dortmund
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Einsatzkräfte der Feuerwehr Dortmund räumen einen umgestürzten Baum aus dem Weg. Foto: Feuerwehr Dortmund
Ein Bus der Rheinbahn-Linie 742 ist in Haan in Nordrhein-Westfalen in einen umgestürzten Baum gefahren. Foto: Feuerwehr Haan
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Ein Bus der Rheinbahn-Linie 742 ist in Haan in Nordrhein-Westfalen in einen umgestürzten Baum gefahren. Foto: Feuerwehr Haan

Das Tief "Burglind" bringt orkanartige Böen nach Deutschland. Es gibt entwurzelte Bäume und Verkehrsbehinderungen - vor allem im Westen und Süden des Landes.

Düsseldorf/Offenbach (dpa) - Es kommt aus Westen und bringt orkanartige Böen von mehr als 120 Kilometern pro Stunde: Sturmtief "Burglind" ist mit Wucht auf mehrere Bundesländer getroffen.

Umgestürzte Bäume und heftiger Regen behinderten am Morgen etwa in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern den Verkehr. Auch über andere Länder brauste das Tief hinweg. Von Verletzten war zunächst nichts bekannt.

Auch in anderen europäischen Ländern sorgt das Tief - dort heißt es "Eleanor" - für Behinderungen. Der Luftverkehr an den Flughäfen Basel-Mulhouse-Freiburg und Straßburg im Elsass wurde vorläufig eingestellt. Das sagte ein Sprecher der französischen Luftfahrtbehörde DGAC am Vormittag. In Frankreich, Irland und Großbritannien waren Tausende Haushalte ohne Strom. Der Regionalverkehr im Elsass wurde als Vorsichtsmaßnahme eingestellt.

In Deutschland waren Straßen blockiert und der Regional- und Fernverkehr der Bahn gestört. Die Feuerwehren waren im Dauereinsatz. Mehrere Zoos und Tierparks blieben geschlossen - wegen der Gefahr von herunterfallenden Baumteilen. Auf Deutschlands höchstem Berggipfel, der Zugspitze, fährt die Zahnradbahn nicht. Das Skigebiet Garmisch-Classic blieb geschlossen.

In Cuxhaven wurde die einzige Insel-Fährverbindung nach Helgoland vorsorglich eingestellt. Einige Urlauber seien bereits am Dienstag abgereist, andere würden zurück fliegen oder länger bleiben, sagte eine Sprecherin auf der Hochseeinsel. Früher abgereist sind auch einige Gäste auf der Insel Wangerooge. Dort fielen wegen Hochwasser zwei Fähr-Verbindungen vom und zum Festland aus.

Die Polizei appellierte an Autofahrer, besonders vorsichtig zu fahren. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte vor umherfliegenden Gegenständen und umstürzenden Bäumen. "Die Böden sind durch den Regen der vergangenen Tage durchnässt, Bäume kippen leichter um", sagte der DWD-Meteorologe Robert Hausen. In Wäldern solle man sich lieber nicht aufhalten. Es könne noch bis in die Nacht zum Donnerstag gefährliche Sturmböen geben.

Ein Regionalzug in Selm im südlichen Münsterland prallte am Morgen gegen einem entwurzelten Baum. Der Zug sei teilweise aus den Schienen gesprungen, verletzt worden sei aber niemand, sagte ein Bahnsprecher. Im Fernverkehr gab es Einschränkungen auf den Strecken Köln-Bonn, Köln- Aachen, Aachen-Krefeld, Kaiserslautern-Ludwigshafen und Köln-Niederlahnstein, wie die Bahn am Vormittag per Twitter mitteilte. "Aktuell ist noch nicht absehbar, wann die Verbindungen wieder voll befahrbar sind."

In Essen und Mülheim standen Straßen unter Wasser, Gegenstände flogen umher. Auch auf den Autobahnen A44 zwischen Jülich und Aldenhoven und auf der A59 bei Duisburg kam es laut WDR und Radio Duisburg zu Behinderungen: Auf der A44 stürzte ein Hochsitz auf die Fahrbahn.

In Hessen legte "Burglind" den Verkehr teilweise lahm. Vielerorts stürzten Bäume um. Bei Limburg fiel ein Baum auf die Oberleitung der Bahn und bremste Züge auf der Strecke Limburg-Frankfurt aus. Das Polizeipräsidium Westhessen registrierte zahlreiche umgestürzte Bäume. Es gingen laufend Meldungen ein, vor allem für den Rheingau, Hochtaunus und Limburg, sagte ein Sprecher.

Schwere Verkehrsbehinderungen auch in Rheinland-Pfalz: Umgestürzte Bäume blockierten viele Straßen, auch im Bahnverkehr gab es Störungen. In mindestens drei Ortschaften in der Südwestpfalz fiel der Strom aus, wie die Polizei in Dahn mitteilte. Die Böen erreichten Geschwindigkeiten von 120 Kilometern pro Stunde. Alle Einsatzstellen seien am Rotieren, sagte eine Polizeisprecherin.

Erste Probleme gibt es auch an den Flüssen. In Köln wurde am Mittwochmorgen die Hochwassermarke I überschritten, bei der Schiffe ihre Geschwindigkeit reduzieren müssen. Auch kleinere Flüsse könnten in den nächsten Tagen über die Ufer treten.

Die Unwettergefahr nehme im Laufe des Vormittags vom Westen aus ab. An der Nordseeküste könne es am späten Vormittag orkanartige Böen geben. Ganztägig wird im Alpenvorland in Höhenlagen ab 1500 Metern vor Orkanböen gewarnt. In Hochlagen im Harz und auf dem Fichtelberg im Erzgebirge gilt das bis Donnerstagmorgen.

Unwetterwarnungen DWD


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