Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet 

Weil er sie für eine Hexe hielt - Nachbar geht mit Messer auf Frau los

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Der Angeklagte hielt sein Opfer aus Bielefeld für eine Hexe (Symbolbild). 

Vor dem Landgericht in Bielefeld ging der Prozess gegen einen Angeklagten zu Ende. Er stach mit einem Messer auf das Opfer ein. Weil er unter einer Krankheit litt, glaubte der Beschuldigte, das Opfer könne zaubern. Die Richter haben nun das Urteil verkündet. 

  • Frau aus Bielefeld mit Messer attackiert 
  • Prozess am Landgericht beendet 
  • Angeklagter psychisch krank 

Bielefeld - Am Bielefelder Landgericht ging am Dienstag der Prozess gegen einen 54-Jährigen zu Ende. Ihm Wahn hatte er im Dezember letzten Jahres in dem Mehrfamilienhaus an der Senner Straße in Bielefeld seine Nachbarin mit einem Messer attackiert. Mit dem spitzen Gegenstand stach er ihr in den Bauch und in den Rücken. Das Opfer erlitt schwere Stichverletzungen, wie owl24.de* berichtet

Bielefeld: Prozess gegen Messerstecher beendet 

Die Frau war erst im September 2018 in das Wohnhaus in Bielefeld gezogen. Doch schon bald entwickelte der Angeklagte unfassbare Fantasien. Er war der festen Überzeugung, sie sei eine Hexe und könne zaubern. Deshalb griff der Mann am 10. Dezember, gegen 18.50 Uhr zum Messer, um sie endgültig loszuwerden. Auch in Gütersloh kam es zu einer schweren Körperverletzung, als ein Mann von zwei Fremden von hinten attackiert wurde. Er befand sich auf dem Heimweg. Plötzlich schlugen die Täter mit einem unbekannten Gegenstand auf das Opfer ein. 

Doch die Frau konnte sich in allerletzter Sekunde in Sicherheit bringen. Ein Hausbewohnerin kümmerte sich um sie, bis Polizei und Notarzt am Einsatzort in Bielefeld eintrafen. Er ließ sich ohne Widerstand festnehmen. Gegen den 54-Jährigen, der offenbar seit etwa 30 Jahren unter einer psychischen Krankheit litt, wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Die Richter am Landgericht Bielefeld ordneten jetzt die Unterbringung des Mannes in einem psychiatrischen Krankenhaus an.

Bielefeld: Keine Strafe für den Angeklagten 

Der Bielefelder war wegen gefährliche Körperverletzung angeklagt. Doch strafrechtlich betrachtet kann er aufgrund seiner Erkrankung für sein Handeln nicht bestraft werden. Er gilt als schuldunfähig. Deshalb ordnete die Große Strafkammer des Landgerichts in Bielefeld an, den Angeklagten in einer geschlossenen Anstalt unterzubringen. Die Allgemeinheit müsse vor ihm geschützt werden, begründeten die Richter diese Entscheidung. 

Ein Hochzeitsgesellschaft sorgte auf dem Jahnplatz in Bielefeld für Verkehrsbehinderungen, berichtet owl24.de*. Die Teilnehmer eines Konvois blockierten die Fahrbahn. Nun fahndet die Polizei nach den Mitgliedern. 

*owl24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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